Diese Urlaubsziele erleben gerade einen Boom
Die Lust aufs Reisen ist größer denn je: 2025 verzeichnete der internationale Tourismus so viele Gäste wie noch nie. Während einige Destinationen Rekorde feiern, geraten andere ins Hintertreffen. Die aktuellen OECD-Daten zeigen die Gewinner und Verlierer des weltweiten Reisebooms.
Die Welt ist wieder unterwegs – und so viel wie selten zuvor. Der internationale Tourismus hat im Jahr 2025 ein neues Rekordniveau erreicht. Laut dem aktuellen Bericht »OECD Tourism Trends and Policies 2026« wurden in den Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung insgesamt rund 847 Millionen internationale Ankünfte registriert – ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die OECD-Zahlen zeigen einen boomenden Reisemarkt, machen aber auch deutlich: Der Aufschwung ist ungleich verteilt. Während manche Destinationen Rekorde feiern, fällt das Wachstum andernorts deutlich verhaltener aus.
Europa im Aufwind – und Japan als globaler Spitzenreiter
Besonders deutlich zeigt sich das Wachstum in vielen europäischen Reiseländern. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verzeichnen unter anderem Spanien, Frankreich, Griechenland, Portugal, Norwegen, Dänemark, Slowenien und Luxemburg deutliche Zuwächse bei den internationalen Gästezahlen. An der Spitze der globalen Entwicklung steht jedoch Japan, das im OECD-Vergleich das stärkste Wachstum seit 2019 erzielt.
Auch kurzfristig setzt sich dieser Trend fort: Gegenüber dem Vorjahr konnten insbesondere Finnland, Südkorea, Japan und Norwegen kräftige Zuwächse verbuchen. Neben einer verbesserten internationalen Anbindung spielt dabei auch die Preisattraktivität eine Rolle – etwa durch günstige Wechselkurse oder zeitweise schwächere Landeswährungen, die Reisen für internationale Gäste erschwinglicher machen.
Der Trend im DACH-Markt
Deutschland bewegt sich nahezu auf Vorjahresniveau und liegt damit leicht unter dem globalen Wachstumstrend. Dennoch zeigen sich hier stabile touristische Strukturen, die weiterhin eine solide Nachfrage sichern.
Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Österreichs. Nach vorläufigen Daten der OECD trug die Branche 2025 rund 4,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei und erreichte damit das Niveau des Vorjahres.
Die Schweiz präsentiert sich im internationalen Vergleich als stabile, aber weniger dynamisch wachsende Destination. Seit 2019 haben die internationalen Ankünfte leicht zugelegt, bleiben jedoch nur moderat über dem Vorkrisenniveau. Auch im Vergleich zum Vorjahr fällt das Wachstum geringer aus als im OECD-Durchschnitt.
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung profitieren nicht alle Destinationen gleichermaßen vom weltweiten Reiseboom. In den USA gingen die internationalen Ankünfte zuletzt spürbar zurück. Auch Irland und Kanada verzeichneten leichte Rückgänge gegenüber dem Vorjahr und liegen teilweise noch unter dem Niveau von 2019.
Zum Bericht
Mit dem Bericht »OECD Tourism Trends and Policies 2026« analysiert die OECD die aktuelle Entwicklung des Tourismus in 53 OECD- und Partnerländern. Neben Zahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung der Branche nimmt die Studie vor allem Zukunftsthemen in den Blick – von nachhaltigem Wachstum über Krisenresilienz bis hin zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels und extremen Wetterereignissen. Zudem zeigt sie anhand internationaler Beispiele, wie Destinationen und Tourismusunternehmen auf die veränderten Anforderungen reagieren.