Kapverden: Vier Todesfälle britischer Urlauber:innen in drei Monaten
Vier britische Urlauber:innen starben innerhalb weniger Monate nach Erkrankungen auf den Kapverden – Behörden warnen vor gesundheitlichen Risiken auf den beliebten Inseln.
Wie die englische Tageszeitung The Times berichtet, kam es in den letzten Monaten auf den Kapverden wiederholt zu gesundheitlichen Vorfällen. Zwischen August und November 2025 starben vier britische Urlauber:innen auf den Inseln vor Senegal. Die Fälle stehen im Zusammenhang mit Ausbrüchen von Shigella, einer bakteriellen Darmerkrankung, die über Lebensmittel, Wasser oder direkten Kontakt übertragen wird.
Kapverden als beliebtes Urlaubsziel
350 Seemeilen westlich von Senegal im Atlantik gelegen, bieten die zehn Inseln Kapverdens das ganze Jahr über Sonnenschein und warme Temperaturen. Besonders bei Engländer:innen erfreut sich die Destination großer Beliebtheit: Zwischen 2000 und 2024 stiegen die Besucherzahlen von 115.000 auf fast eine Million, davon etwa 36 Prozent Brit:innen. Besonders die Inseln Santiago, Sal und Boa Vista gelten als attraktive Alternative zur Karibik, vor allem für All-inclusive-Urlaub.
Ausbrüche und medizinische Versorgung
Wie die Times herausfand, waren auf den Inseln gegen Ende des Jahres 2025 Hunderte Tourist:innen von Shigella betroffen, auch Rückkehrer:innen nach Europa meldeten Erkrankungen. Die UK Health Security Agency registrierte zwischen Oktober und Dezember 2025 137 Fälle, 80 Prozent davon hatten die Kapverden kürzlich besucht. Weitere Meldungen kamen aus den Niederlanden, Schweden, Irland und Frankreich.
Laut der Tageszeitung führten Regierungsvertreter:innen Notfallgespräche mit Hotels und untersuchen Maßnahmen zur Bekämpfung des bakteriellen Erregers. Die medizinische Versorgung auf den Inseln sei begrenzt. Die britische Regierung beschreibt sie als »very basic and limited«. Urlauber:innen sollten besonders auf Hygiene achten und frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, falls Beschwerden auftreten.
Empfehlungen für Reisen auf die Kapverden:
- Hände regelmäßig waschen,
- nur frisch zubereitete, heiße Speisen verzehren,
- kein unbehandeltes Wasser trinken,
- bei Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder höherem Alter ärztliche Beratung einholen.