Power-Frühstück für einen guten Start in den Tag

Melanie Gleinser-Moritzer, 05.12.2023

Wir wissen es schon lange, aber vielleicht noch nicht, warum: Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Es heizt unseren Motor an und bringt uns zum Laufen. Es gibt viele gute Gründe, nun nicht mehr darauf zu verzichten.

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In der Früh einen schnellen ­Espresso und am Weg ins Büro vielleicht noch ein Croissant to-go: So oder so ähnlich sieht bei vielen die morgendliche Frühstücksroutine aus. Auch wenn ­Ernährungsexpert:innen und Ärzt:innen schon lange auf die ­Bedeutung der ersten Mahlzeit des Tages hinweisen, fällt es dennoch einem Gros der arbeitenden Bevölkerung schwer, dies als gute ­Gewohnheit zu etablieren. Die Gründe dafür sind vielfältig: Kein Appetit, zu wenig Zeit oder der persön­liche Eindruck, dass man nach einem Frühstück viel schneller wieder Hunger ­bekommt als ohne. Studien belegen, dass in Österreich 29 Prozent der Berufstätigen nicht frühstücken, Tendenz steigend. Die restlichen zwei Drittel essen meist Brot mit Butter, Marmelade und Wurst. Oder greifen zu Müsli und Cornflakes. Die ideale Morgenmahlzeit sieht aber ­anders aus. Alexandra Knauer ist Allgemeinmedizinerin in Wien, Ernährungsexpertin wie Buchautorin und hat die traditionelle chinesische Medizin in ihrer Arbeit um die Methoden der F. X. Mayr-Kur ergänzt. Dabei geht es vor allem um Darmgesundheit. Warum ein gesundes Frühstück so wichtig ist, hat, so erklärt sie, viel damit zu tun: »Unsere Organe sind morgens sehr aktiv, ab sieben Uhr arbeitet der Darm wieder und verlangt dementsprechend nach Futter. Also ist es folgerichtig, dass unser Körper morgens Energie braucht, um den Tag zu überstehen.« Das klingt alles logisch, aber kann man absolute Frühstücksverweigerer zu ihrem Glück zwingen oder müssen sie damit leben, dass ihr Motor morgens nur im Standgas in den Tag hinein stottert? Die Antwort darauf ist denkbar einfach und überraschend entschärfend. Alexandra Knauer betont: »Man darf niemanden zum Frühstück zwingen. Es geht stets um die Balance in der Ernährung. Wer nicht frühstücken möchte oder kann, darf nur nicht die Abendmahlzeit zur Hauptmahlzeit machen. Die Verdauungsorgane sind frühaktiv, aber ab 19 Uhr im Ruhemodus. Besser ist es stattdessen, das Frühstück durch einen Brunch oder frühes Mittagessen zu ersetzen.« Das kann eine beruhigende Alternative für all jene sein, die es morgens eilig haben, das Haus zu verlassen und nur Zeit für ­einen Coffee-on-the-run aufbringen. Diese für viele so geliebte wie institutionalisierte Gewohnheit sollte man allerdings als Erstes überdenken: Kaffee auf leeren Magen ist schlichtweg ungesund. Wer den Kaffee des Geschmackes wegen trinkt, kann auf Malzalternativen ausweichen, wer hingegen seinen Blutdruck und Herzschlag nach oben preschen möchte, kann folgende Alternative probieren: Ein frischer Zweig Rosmarin mit Wasser aufgebrüht wirkt morgens wahre Energie-Wunder! Medizinerin Knauer erklärt dazu: »Kaffee ist ein Röstprodukt und thermisch warm. Es kann eine Gastritis befeuern und dies schlussendlich Auswirkungen auf unseren ganzen Organismus haben. Das merkt man schnell an seiner Leistungsfähigkeit. Beobachten Sie sich mal selbst: Gibt es nach Kaffeegenuss einen kurzen Leistungspush gefolgt von einem totalen Abfall? Wenn dem so ist, brauchen Sie eine Alternative. Rosmarin wirkt auf die Zelle in der gleichen Funktion wie Kaffee.«

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