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Das beginnt schon beim Wesentlichen, nämlich der Art der Hitze. Heiße Luft ist nämlich nicht gleich heiße Luft. In der klassischen Sauna sitzt man bei einer Temperatur von 80 bis 95 Grad und transpiriert vor sich hin. Die Wärme gelangt über die aufgeheizte Luft an und in den Körper. Die Gefäße weiten sich, die Durchblutung wird gefördert und man fängt binnen kürzester Zeit an zu schwitzen. In einer Infrarotkabine hat das Schwitzen dagegen eine andere Ursache. Man schwitzt »von innen heraus«. Die Wärme wird nicht über die Luft übertragen, sondern über die namensgebenden Infrarotstrahlen. Sie erzeugen zwar eine wohlige Wärme in der Kabine, es bleibt aber deutlich »kühler« als in einer Saunakabine. Die Strahlen werden erst beim Kontakt mit dem Körper in Wärme umgewandelt. Dort gehen sie im wahrsten Sinne des Wortes »unter die Haut«, dringen nämlich bis zu vier Millimeter ins Unterhautgewebe ein. Diesen Effekt nimmt man als (Tiefen-)Wärme wahr – und beginnt zu schwitzen. Es ist ein Schwitzen, das jenem beim Sport sehr ähnlich ist. Die Gewebetemperatur erhöht sich, was zu einer Gefäßerweiterung führt. Der Blutdruck sinkt. Die intensive Wärme kurbelt die Blutzirkulation an und sorgt für eine verbesserte Sauerstoffzufuhr. Die Muskeln lockern sich, Verspannungen lösen sich, die Durchblutung wird angeregt und durch die Schweißproduktion werden Gift- und Schadstoffe aus dem Körper ausgespült. Auch Milchsäure, die nach intensiven Trainingseinheiten zur Übersäuerung der Muskeln führt, wird abgebaut. Eine entspannende Wirkung stellt sich ein – das gilt aber für beide »Schwitzkammerln«.
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