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Angelika Rosam trifft Alexis de Laporte bei Cartier in Wien

Schmuck

Wien strahlte im Zuge der Präsentation von Cartiers Haute-Joaillerie-Kollektion »Nature -Sauvage« drei Wochen im Rampenlicht. Ein Kompliment an die Hauptstadt, im Mittelpunkt einer internationalen Schmuckbrand stehen zu dürfen. LIVING traf den Nordeuropa-Chef der Maison, Alexis de Laporte, zum Resümee.   

Titelbild:LIVING-Talk: LIVING-Herausgeberin Angelika Rosam besuchte Cartier-Manager Alexis de Laporte im Store und sprach mit ihm über drei Wochen Cartier-Wonne in Wien.

Wien ist eine Stadt, die von Kultur und Geschichte geprägt ist. Das Gleiche gilt für Cartier, das französische Schmuckhaus, das 1847 von Louis-François Cartier gegründet wurde. So war es nicht verwunderlich, aber fraglos eine Ehre für Wien, dass Cartier zur Vorstellung seiner neuesten High-Jewelry-Kollektion »Nature Sauvage« eine Reihe von glamourösen Erlebniswelten an historischen Orten in der österreichischen Hauptstadt inszenierte. Und nicht nur das: Man zelebrierte schließlich auch die neu eröffnete Boutique am Kohlmarkt, ein Juwel für sich, das sich perfekt in die Kultur Wiens integriert (LIVING berichtete ausführlich).

Tradition und Innovation bei Cartier

Doch beginnen wir von vorne, nämlich bei der Kollektion. Tiere sind seit Langem ein Teil der Geschichte von Cartier. Der Panther, das Krokodil und das Zebra sind nur einige der Kreaturen, die zu Wahrzeichen der Marke avanciert sind. Und jedes Jahr setzt Jacqueline Karachi, Cartier-High-Jewelry-Direktorin, samt Team die Grenzen des Designs neu fest, indem sie Stücke entwerfen, die unverkennbar die Maison symbolisieren und gleichzeitig erfrischend innovativ sind. Der Clou: Diesmal sind die Tiere nicht das, was sie zu sein scheinen, die Innovationen erstreckten sich auch auf die Art und Weise, wie der Schmuck getragen werden kann. Darunter die »Panthère Équilibriste«-Schulterbrosche und die »Panthère -Jaillissante«, ein imposanter Armreif-Ring, der bereits beim LIVING-Fotoshooting im Palais Rasumofsky für Furore sorgte. Das Schmuck-Shooting im historischen Gebäude im dritten Bezirk war allerdings erst der Auftakt für großartige drei Wochen, in denen Cartier als Gast in der Hauptstadt brillierte. Das erste Kapitel der Kollektion selbst wurde den Gästen im Kursalon Hübner gezeigt. Davor wurde ein Cocktail im Kunsthistorischen Museum inszeniert und tags darauf eine weitere Glamour-Nacht im MAK. Die Gäste – darunter die Schauspielerinnen Elle Fanning und Anna Sawai sowie Regisseurin Sofia Coppola – wurden von den Klängen der Wiener Philharmoniker und dem Anblick von Debütantinnen begrüßt, die paarweise durch die Eingangshalle tänzelten. Schließlich gipfelte die Festivität, die fraglos internationales Niveau versprühte, in einer Fashionshow mit Outfits von Jonathan Ailwood. Die Kreationen wurden von ihm exakt so entworfen, dass die Pretiosen perfekt zur Geltung kamen. Den Abschluss des Abends bildete schließlich ein intimer Auftritt der britischen Songwriterin RAYE samt vielen positiven Dancing-Vibes. Im selben Stil ging es weiter. Private Dinner im Palais Liechtenstein und in den Prunk-räumen des Belvedere, wo auch die letzte Einladung des Event-Festivals mit viel Champagner begossen wurde. Ein fraglos passender Abschluss für eine Reihe von Veranstaltungen, die eine Kollektion feierten, die auf Altes und Neues, Tradition und Innovation, Vergangenheit und Zukunft verweist. Wir baten Cartier-Northern-Europe-Manager Alexis de Laporte um ein Resümee.

Panthère extrem: »Panthère Jaillissante«, ein imposanter Armreifring aus Weißgold, Smaragd, Saphir, Onyx und Diamanten, zog während der Festivitäten alle Augen auf sich.

(c) Cartier

LIVING Monsieur de Laporte, wie fühlen Sie sich nach einem dreiwöchigen Event-Marathon in Wien?

Alexis de Laporte Das Resümee sind sehr zufriedene Gäste, denn Wien hat gehalten, was es versprochen hat. Unser Ziel war es, nach Wien zu kommen und ein besonderes Erlebnis zu realisieren. Und alles, was wir von unseren Gästen gehört haben, egal, woher auch immer sie kamen, waren Begeisterung, Respekt und die Faszination für die Sache und die Vielfalt, die wir geboten haben. Ich denke, unser Vorhaben ist uns gelungen.

Was mögen Sie an Wien besonders?

Die Gemütlichkeit. Man kommt nach Wien und fühlt sich wohl. Es gibt diese vielen kleinen Gassen, in denen man sich in der Altstadt verliert, und die unglaubliche Qualität an Restaurants und Cafés. Auch die kleinen, individuellen Manufakturen begeistern mich. Wissen Sie, es ist Handwerkskunst, es ist Stil, es ist die Liebe zu dem, was schön ist und was wirklich die Welt verzaubern kann. Ich kenne Wien bereits ein wenig, spüre aber immer wieder neue Dinge auf, die mich begeistern können. Ist das nicht großartig an einer Stadt?

So großartig wie auch Cartiers neu eröffneter Store am Graben, Ecke Kohlmarkt …

Es ist fantastisch für uns, dass wir die Boutique hier in Wien vergrößert und umgebaut haben. Diese Boutique ist der Ausdruck dafür, wie wir als Maison in einer Stadt dargestellt werden wollen. Wir haben uns für ein Designkonzept entschieden, das sehr Cartier ist, aber auch sehr wienerisch. So bringen wir zum Ausdruck, wer wir sind, ohne von unseren Kernbotschaften abzu­weichen, bei denen es um Schönheit und ikonische Kreationen geht. Dadurch bekommt die Zeit einen tieferen Wert. Diese Ikonen sind dafür gemacht, die Jahre zu überdauern und einzigartig zu bleiben. Das ist genau unsere Identität, das ist Cartier, und wenn man in die Boutique geht, findet man gleichzeitig diese Inspiration von Klimt, diese gewisse Wiener Café-Atmosphäre, die unsere Kund:innen hier sehr schätzen. Als ich zum ersten mal die Boutique betreten habe, dachte ich ebenso sofort: Das ist absolut meines!

Wissen Sie denn schon, in welcher City Sie nächstes Jahr Ihre »Haute Joaillerie Collection« zeigen werden?

Nein, ich weiß noch nicht, welches Ziel es sein wird. Und es liegt nicht in meiner Hand. Aber wir werden sicherlich wieder eine Stadt wählen, mit der wir uns tief verbunden fühlen. Denn wir versuchen immer, diese gewisse Mischung zu finden zwischen Kunst und der Qualität des Empfangs unserer Gäste, um auf die beste Art und Weise auszudrücken, wer wir als Cartier sind.

Stolz auf die neue Boutique: »Als ich das renovierte Geschäft betreten habe, habe ich mir sofort gedacht: Das ist meines«, so de Laporte über den neu eröffneten Store.

(c) Jürgen Hammerschmied

Hahn im Korb: Cartier-Northern-Europe-Chef Alexis de Laporte umringt von Balletttänzerinnen beim Abschlussball im Belvedere.

(c) Cartier

Erschienen in
Falstaff LIVING Nr. 5/2024

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Angelika Rosam
Angelika Rosam
Falstaff LIVING Herausgeberin
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