(c) Liane Seitz

Ein Mal den Opernball eröffnen: »Eine magische Inszenierung«

Ein Mal den Wiener Opernball zu eröffnen ist für viele junge Menschen ein Traum. LIVING hat mit dem Debütantenpaar Charlotte Reitbauer und Max Rosam über die Herausforderungen dieser Rolle gesprochen. Denn es gilt aller Augen auf dem leeren Parkett zu bestehen, den berüchtigten Linkswalzer zu tanzen und dabei dennoch die einzigartige Atmosphäre in der Staatsoper zu genießen.

01.02.2024 - By Christoph Schwarz

Um in das Jungdamen- und Jungherrenkomitee, das alljährlich den Opernball eröffnet, aufgenommen zu werden, gelten strenge Voraussetzungen: Die Damen müssen zwischen 18 und 25 Jahren alt sein, für die Herren gilt eine Obergrenze von 28. Gute Linkswalzer-Kenntnisse sind verpflichtend. Und klar: Jeder darf den Opernball nur ein einziges Mal eröffnen. Wer sich beim Vortanzen dann noch gegen die anderen Bewerber:innen durchsetzt, ist mit dabei. Dieses Jahr zählen auch Charlotte Reitbauer, Tochter des Gastronomen-Ehepaars Birgit und Heinz Reitbauer (»Steirereck«), und Max Rosam, Sohn von Angelika und Wolfgang Rosam, zu den Glücklichen. Ein Gespräch über einen der wohl aufregendsten Tage des noch jungen Jahres.

LIVING: Den Opernball würden wohl viele junge Menschen gerne eröffnen, aber die Plätze sind rar. Alleine zum Vortanzen sind doppelt so viele Paare angetreten als es Plätze gab. Wie habt ihr euch auf diesen entscheidenden Moment vorbereitet?

Charlotte Reitbauer: Viel zu üben, ist in jedem Fall der Schlüssel zum Erfolg. ­Natürlich ist es auch etwas anderes, seine tänzerischen Künste auf einem leeren Tanzparkett zu zeigen als bei voller Tanzfläche. Daher ist eine erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration erforderlich. Grundsätzlich ist aber die Freude am Tanzen das Wichtigste.

Und wie ist es beim Vortanzen dann letztendlich gelaufen?

Charlotte Reitbauer: Ich glaube, das eigene Gefühl ist immer anders als die tatsächliche Außenwahrnehmung. Uns war zu diesem Zeitpunkt wohl bewusst, dass noch viele Übungsstunden vor uns liegen.

Der Linkswalzer ist berüchtigt. Sitzen die Tanzschritte perfekt?

Max Rosam: Perfektion liegt im Auge des Betrachters, jedoch haben sich die zahlreichen Tanzstunden definitiv gelohnt – und versprechen am Ballabend eine selbstbewusste Tanzperformance.

Charlotte Reitbauer: Obwohl ich sagen muss, dass zum jetzigen Zeitpunkt wohl noch ein paar Stunden zur ultimativen Perfektion fehlen würden. (lacht)

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, euch als Debütant:innen zu bewerben? Eine spontane Entscheidung – oder habt ihr die Eröffnung schon früher im Fernsehen oder vor Ort bewundert?

Charlotte Reitbauer: Durch das Engagement meiner Mutter (Birgit Reitbauer ist Teil des Opernball-Komitees, Anm.) bin ich intensiver mit dem Ball in Kontakt gekommen und so wurde mein Interesse erst richtig geweckt.

Welche Emotionen verbindet ihr mit dem Opernball? Wofür steht der Abend?

Max Rosam: Als ich vergangenes Jahr den Opernball als Gast besucht habe, war ich sofort verzaubert. Der Ball entfaltet eine einzigartige Atmosphäre voller Eleganz und Schönheit, wo die prächtige Architektur der Staatsoper mit den strahlenden Roben und dem Wirbel des Walzers eine unvergleichliche magische Inszenierung erschafft.

Ihr seid tänzerisch nun gut in Übung. Habt ihr Tipps für all jene, die sich am Opernball aufs Parkett wagen wollen?

Max Rosam: Üben, üben, üben. Selbst die herausforderndsten Tanzschritte können durch konsequentes Training gemeistert werden.

DIESER BEITRAG ERSCHIEN IM FALSTAFF OPERNBALL SPECIAL 2024.

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