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(c) Brisen Group

Mandarin Oriental Wien: Residieren im Hotel

Hotel
Wien

Wien begrüßt ab 2025 das neueste Juwel in seiner Hospitality-Krone: Das »Mandarin Oriental Vienna«, das derzeit in einem geschichtsträchtigen Jugendstilgebäude im Herzen der Stadt entsteht, wird sowohl als Hotel als auch als Residenz fungieren. 

Im Herzen Wiens, nur ein paar Gehminuten vom Parkring entfernt, entstand in den letzten Jahren, verborgen in einer ruhigen Seitengasse, das neueste Glanzstück der Stadt: das »Mandarin Oriental Vienna« (LIVING berichtete). Die für 2025 geplante Neueröffnung in einem ehemaligen Jugendstilgebäude wird zukünftig als luxuriöses Hotel als auch als Privatresidenz dienen. Mit der Entwicklung der Immobilie zieht die Kette, bekannt für ihre renommierten Hotels, Resorts und Residenzen, erstmals nach Österreich.

Wohnen, wo andere urlauben

Anstelle der begehrten, belebten Ringstraße wählte man das ehemalige Handelsgericht in der nahegelegenen Riemergasse 7 als Standort für das Österreichdebüt. Das denkmalgeschützte Gebäude, ein 1908 fertiggestellter Bau des Architekten Alfred Keller, stand zuvor ganze 15 Jahre leer. Mandarin Oriental will, in Kooperation mit dem Immobilieninvestment- und Entwicklungsunternehmen Brisen Group, nun wieder Leben in die geschichtsträchtigen Mauern bringen, die sogar Sigmund Freud einst mit seinem Wissen ehrte. Die Kosten für die umfassende Restaurierung belaufen sich auf rund 250 Millionen Euro; entstehen sollen 139 Hotelzimmer und Suiten, ein Wellnessbereich, ein Restaurant, dessen kulinarisches und gestal­terisches Konzept bislang noch unter Verschluss steht, und 25 Markenresidenzen. Sie umfassen
14 klassische Residenzen sowie elf Duplex-Penthouses, die über einen eigenen Dachgarten mit Panoramablick über Wien verfügen. 
Die Residenzen vereinen die Privatsphäre einer Eigentumswohnung mit den Annehmlichkeiten eines Luxushotels. Bewoh­ner:innen profitieren vom kostenlosen Zugang zu den diversen Bereichen. »Wir haben einen Ballsaal, einen tollen Pool, ein großartiges Gym, acht Treatment Rooms und ein tolles Spa. Wir wollen auch das Restaurant so kreieren, dass dieses ein wenig als zweites Wohnzimmer fungiert«, verrät Dominik G. Reiner, General Manager und Area Vice President, Operations im Mandarin Oriental. Hinzu kommen Park- sowie 24-h-Concierge-Service sowie exklusive Räumlichkeiten, darunter ein Salon, eine Bibliothek und ein Tagungsraum. Nach derzeitigem Stand sind etwa fünfzig Prozent der Residenzen verkauft.

Goddard Littlefair haben für das neue Projekt den Wiener Jugendstil mit modernen sowie asiatischen Stilelementen verknüpft.

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Die gemütliche, stilvolle Lobby des neuen Luxushotels blickt direkt auf das glasüberdachte Atrium.

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Vergangenheit x Gegenwart

Für die Innenarchitektur zeichnet das bekannte Londoner Designstudio Goddard Littlefair, geführt von Gründerpaar Martin Goddard und Jo Littlefair, verantwortlich. »Wir wollen den ursprünglichen Geist des Gebäudes unangetastet lassen – beziehungsweise: ihn wiederherstellen«, so Martin Goddard über die Inspiration für ihre Arbeit an der Adresse im Herzen Wiens. Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes wird der Jugendstilbau derzeit in enger Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen renoviert. Eine Herausforderung war dabei der ursprüngliche, eher einfache und funktionale Aufbau der Räume – diesen galt es zu bewahren. »Es gibt Bereiche, in denen wir die historischen Details wiederverwendet haben, wie in den Gästezimmerfluren, den Türrahmen, den Verkleidungen und den Türen, die allesamt Nachbildungen sind«, verrät der Designer. Auch im Dekor zeigt sich das Kreativbüro von der ikonischen österreichischen Kunstbewegung zum Fin de Siècle inspiriert: »Wir haben traditionelle Wiener Stoffe aus der Secessionsperiode verwendet – oder mit Beleuchtungsherstellern gearbeitet, die damals Lampen hergestellt haben, um neue Lichtinstallationen zu schaffen.« Um dem Gebäude die stilistische Signatur des »Mandarin Oriental« zu verleihen, wurde das historische Erbe mit zeitgemäßen Elementen, wie modernem Mobiliar, und asiatischen Akzenten versehen. Farblich hielt sich das Londoner Duo an weiche, einfache Nuancen, im gesamten Haus stößt man auf Musterungen in Teppichdesigns und Verzierungen inspiriert von Details des Gebäudes. »Das neue ›Mandarin Oriental‹ fühlt sich zeitgemäß an, aber das Erbe bleibt spürbar. Es ist keine Kopie, sondern eine Weiterentwicklung«, so Martin Goddard. Das Gebäude in der Riemergasse war in den letzten 114 Jahren Schauplatz zahlreicher bedeutender Momente – ganz klar setzt das »Mandarin Oriental« hier einen weiteren Mei­lenstein in der Geschichte der Immobilie.

Die Duplexpenthouses verfügen jeweils über eine eigene Rooftopterrasse – diese sind exklusiv den Residenzen vorbehalten.

»Das neue ›Mandarin Oriental‹ sollte zeitgemäß und modern sein. Vor allem wollten wir dem Gebäude seine Freude zurückgeben.« Martin Goddard,  Goddard Littlefair

(c) beigestellt

Erschienen in
Falstaff LIVING Nr. 5/2024

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Christina Horn
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