Radeln im Schnee: Fatbikes sind 2026 eine Fixgröße im alpinen Wintersport-Angebot.
© Unsplash / Hendrik Morkel
von redaktion
14. Januar 2026
Text Isabella Kitzwögerer
1. Söldens neue KI-Sesselbahn
Lift-Komfort mittels KI: Die Bergbahnen Sölden ersetzen zwei Vierer-Sessellifte (»Silberbrünnl« und »Einzeiger«) durch moderne Achter-Bahnen mit KI-gestützter Gefahrenanalyse. Diese künstliche Intelligenz überwacht auch den Ausstieg an der Bergstation und reagiert auf mögliche Gefahrensituationen. Sie stoppt, verlangsamt oder lässt die Bahn weiterlaufen. Sobald alles sicher ist, kann das Personal im Tal den Betrieb per Knopfdruck fortsetzen. Die neuen bringen bis zu 4.000 Personen pro Stunde in Richtung Ötztaler Gletscherwelt.

2. Winterberg & Ennstal rüsten auf
Ski-Allianz statt Fusionen: Große Zusammenschlüsse bleiben 2025/26 aus, dafür entstehen neue Achsen. Schladming-Hauser Kaibling startet die »Super -Connection«, für die »Mitterhausalm 1« und die »Senderbahn« modernisiert wurden. Die Talräume sind so effizienter verknüpft, »um Wintersportlern ein modernes, komfortables Erlebnis zu bieten«, so Georg Bliem (GF Planai-Hochwurzen-Bahnen). Auch im deutschen Winterberg rücken fünf Skigebiete zusammen: Ein gemeinsamer Skipass und die Verbindung durch kostenlose Skibusse schaffen einen Wintersportcluster.

3. Dolomiten im Rampenlicht
Olympische Attraktionen: Von den Investitionen der Winterspiele Milano–Cortina (6. – 22. Februar 2026) profitiert Südtirols Tourismus massiv. Herzstück ist die neue Bobbahn in Cortina d’Ampezzo mit einem Bauvolumen von 129 Millionen Euro. Auch nach der sportlichen Großveranstaltung will die Antholzer Biathlon-Arena regionale Wertschöpfung schaffen. Für die Spiele selbst sind die Packages schon geschnürt: Zu den Austragungsorten bietet etwa das »Palace Merano« VIP-Tickets und einen privaten Transferservice an. Schlachtenbummeln de luxe!
4. Neue Schneesport-Trends
Olympia in Cortina nimmt erstmals auch »Ski Mountaineering« als Disziplin auf. Was man früher als Skitouren-Gehen kannte, erfährt damit seine Anerkennung. Immerhin geht jeder zweite Gast in Tirol auch Winder-Wandern. Mit Angeboten für Winter Trail Running, Nordic Cruising oder Snowkiten (etwa in Zell am See oder der Loferer Alm) haben Anbieter darauf reagiert. Ebenfalls zum Ferien-Angebot zwischen Naturerlebnis und Grenzerfahrung gehört das Eisbaden.

5. Fatbikes für den Winter
Radsport in der kalten Jahreszeit: Was vor wenigen Jahren noch als Nische galt, wird zur fixen Ergänzung im alpinen Aktivangebot. Mit bis zu zwölf Zentimeter breiten Reifen und niedrigem Luftdruck gleiten die Fatbikes (auch in der Elektro-Version!) über verschneite Trails und Forstwege. Obertauern, Flachau, Schladming, Ischgl oder Galtür bieten geführte Touren und Verleihstationen, denn gefahren werden darf ausschließlich auf freigegebenen Routen. Ein Plus: Der Sport funktioniert auch bei wechselnden Schneeverhältnissen!
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