ACB-Präsident Gerhard Stübe und ÖW-COO Sandra Neukart © Markus Wache

ACB-Präsident Gerhard Stübe und ÖW-COO Sandra Neukart © Markus Wache

Allzeithoch bei der Anzahl an Veranstaltungen: Tagesbranche strotzt vor Optimismus

»Österreich Werbung« und »Austrian Convention Bureau« haben die neue Convention-Strategie »Meet in Austria« vorgestellt, die die Branche nachhaltig dabei unterstützen soll, auch zukünftig zu den Spitzen zu gehören.

von Alexander Schöpf
16. Mai 2024

Die »Österreich Werbung« (ÖW) und das »Austrian Convention Bureau« (ACB) zeigen sich äußerst optimistisch, was die aktuelle Lage und die Zukunftsaussichten der österreichischen Meetingbranche anbelangt. ÖW-COO Sandra Neukart und ACB-Präsident Gerhard Stübe präsentierten am Dienstag im Rahmen eines Pressefrühstücks Rekordzahlen aus dem »Meeting Industry Report Austria« (mira) für das Jahr 2023 und konnten die neue Convention-Strategie »Meet in Austria« sowie konkrete Maßnahmen für die Tagungsbranche vorstellen.

Neuer Allzeit-Rekord bei Veranstaltungen

Für den »Meeting Industry Report Austria 2023« meldeten 660 Betriebe aus ganz Österreich 26.144 Veranstaltungen, was einem Zuwachs von über 25 Prozent zum Vorjahr entspricht. Die Hälfte der gemeldeten Veranstaltungen waren Firmentagungen (13.086), gefolgt von 7.193 Kongressen und 5.865 Seminaren. Damit stellt 2023 im Hinblick auf die Anzahl der Veranstaltungen das stärkste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn dar.

Auch die Anzahl der Teilnehmer:innen erhöhte sich um 23 Prozent auf 1,67 Millionen. Damit erreichte man rund 95 Prozent des Jahres 2019. Die Tagungsnächtigungen stiegen auf rund 3,12 Millionen und erreichen damit circa 92 Prozent des Nächtigungsniveaus von 2019. Damit generieren Business-Meetings 2,1 Prozent aller erfassten Tourismusnächtigungen in Österreich. Zudem wurden 162 Kongresse, Tagungen und Seminare mit über 80.000 Teilnehmer:innen als zertifiziertes Green Meeting durchgeführt, was einem Anstieg von 20 Prozent entspricht.

Nachhaltige Unterstützung für die Branche

»Verbindend. Lohnend. Transformativ.« – mit dieser Formulierung soll »Meet in Austria« auf den Punkt gebracht werden, denn Business-Meetings sollen im Sinne der neuen Convention-Strategie »menschlich verbindend, wirtschaftlich-inhaltlich lohnend und nachhaltig transformativ« sein und wirken. Die Strategie wurde gemeinsam vom ACB, den »Convention Bureaux« der Bundesländer und der ÖW ausgearbeitet und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) sowie der »Wirtschaftskammer Österreich« (WKO) unterstützt.

Mit der neuen »Meet in Austria«-Strategie wird das Ziel verfolgt, die Branche nachhaltig dabei zu unterstützen, auch zukünftig zu den Spitzen zu gehören. Die Meeting-Destination Österreich soll für authentische Gastfreundschaft, einzigartige Naturerlebnisse und weltoffene Atmosphäre bekannt sein. Erreicht werden soll dies durch sechs Handlungsfelder, in denen jeweils konkrete Aktivitäten umgesetzt werden sollen: »Leuchttürme & Innovation«, »Marke & Kommunikation«, »Aus- & Weiterbildung«, »Netzwerkmanagement«, »Nachhaltigkeit« sowie »Zahlen, Daten und Fakten«.

Die 6 »Meet in Austria«-Handlungsfelder © ACB/ÖW
Die 6 »Meet in Austria«-Handlungsfelder © ACB/ÖW

Bedarf an Hybrid-Meetings nimmt ab

In einer aktuellen Mitgliederumfrage zeigt sich ebenfalls ein optimistisches Bild der Branche. So gaben 81 Prozent der befragten ACB-Mitglieder an, dass sie eine gleichbleibende oder steigende Auslastung bis zum Jahr 2026 prognostizieren. Gleichzeitig wird die Branche durch Entwicklungen wie einer zunehmenden Kurzfristigkeit und Unverbindlichkeit der Anfragen oder Kostendruck stark herausgefordert. Daneben wird deutlich, dass es eine markante Abkehr von den Hybrid- oder Online-Meetings der Corona-Jahre gibt. Die Nachfrage nach persönlichen Begegnungen ist klar erkennbar.

»Die Ergebnisse des ›Meeting Industry Reports Austria 2023‹ sind für die gesamte Tagungsbranche ein Grund zur Freude: Rekordzahlen bei den Veranstaltungen und die soliden Entwicklungen bei den Tagungs-Nächtigungen und den -Teilnehmer:innen, zeigen, dass die während der Corona-Pandemie stark herausgeforderte österreichische Tagungsbranche ein äußerst attraktives Angebot aufweist und der physische Austausch mit nichts zu ersetzen ist. Wir unterstützen die Branche bei der zukunftsgerichteten Weiterentwicklung. Diese Zielsetzung ist in die Ausarbeitung der Convention-Strategie eingeflossen. In Kooperation mit unseren Partnern werden wir zukünftig konkrete Maßnahmen ergreifen, um den dauerhaften Erfolg dieses für die touristische Wertschöpfung so zentralen Sektors zu gewährleisten. Ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie ist die kontinuierliche Repräsentation Österreichs als Tagungsdestination auf bedeutenden internationalen Messen, darunter die IMEX in Frankfurt, die heute startet, und die IBTM in Barcelona im November. Dadurch wollen wir das Tagungsland Österreich international sichtbar machen«, sagt Sandra Neukart.

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