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»Stoanerne Mandln«

»Stoanerne Mandln«
© AdobeStock

Auf den Spuren steinerner Zeitzeugen in Südtirol

Südtirol
Reise

Es ist nicht nur die unbeschreibliche Schönheit der Natur, die hier ins Staunen versetzt. Auch ein stilles Echo längst vergangener Zeiten liegt in der Luft – und erreicht alle, die sich darauf einlassen.

Zwischen schroffen Gipfeln und tiefen Wäldern bewahrt sich Südtirol seine ­natürliche Kraft. Statt mit besonders ­imposanten Bauwerken beeindruckt die Region mit ihrer ursprünglichen ­Schönheit, ­Stille und Natur. Südtirols Berge, Wälder und Seen gelten seit Jahrtausenden als Kraftorte.

Hinweise auf ihre frühe Besiedlung liefern unter ­anderem ­sogenannte Schalensteine: Findlinge oder ­flache Felsabschnitte mit lochartigen, menschen­gemachten Vertiefungen. Sie sind oft mehr als 5.000 ­Jahre alt. Ihre Bedeutung ist weitgehend ­unbekannt, was sie umso geheimnisvoller macht. In Sexten am ­Außerberg kann man sie bis heute ­bewundern: als ­stumme Zeugen einer Zeit, deren Spuren sich hier in den Stein eingeschrieben haben.

Stein, Feuer und Schatten

Der Hügel von Castelfeder südlich von Bozen wurde ­bereits in der Bronze- und Eisenzeit besiedelt. Mit seinen knorrigen Eichen, Porphyrfelsen und der weiten ­Aussicht gilt er bis heute als stiller Kraftplatz. Die sogenannten Kuchelen – Reste einer frühmittelalterlichen Ring­mauer – ­bilden dabei den historischen Rahmen eines Ortes, an dem sich Schutz, Macht und Landschaft seit ­Jahrtausenden überlagern.

Die kleine Kirche von St. Vigil in Kastelruth ist von Mythen und Legenden umrankt.
© Contrini/Shutterstock
Die kleine Kirche von St. Vigil in Kastelruth ist von Mythen und Legenden umrankt.

Auch im Laranzer Wald bei Seis reichen Spuren menschlicher Besiedlung mehrere Jahrtausende zurück; am Rungger Egg befindet sich ein etwa sieben Meter hoher Kegel, der als Altar für Brandopfer gedeutet wird. Steht man heute ­davor, sieht man lediglich eine von der Natur ­überwucherte ­Erhebung. Und doch ist die Verbindung zur ­Vergangenheit spürbar.

Kultstätten und heidnische Riten

Nicht weit entfernt findet sich mit der St. Vigil-Kirche in Kastelruth ein weiteres Mysterium: Vermutet wird, dass sie auf einer prähistorischen Kultstätte ­errichtet wurde. Die Wahl des Standortes zeugt von ­astronomischer Bedeutung.: Am 21. März zieht der ­Schatten des Schlern über ihr Dach und kehrt erst am 23. September wieder ­zurück. Archäologische Funde und antike Überlieferungen belegen, dass hier einst ein Zentrum heidnischer ­Riten ­verschiedener Gottheiten lag.

Das Aktivangebot rund um das »Sensoria Dolomites« lockt ins Freie.
© Luca-Putzer
Das Aktivangebot rund um das »Sensoria Dolomites« lockt ins Freie.

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Luis Alm, Sexten: Hinter der Fassade des pittoresken Holzhauses befindet sich ein Restaurant, das sich feiner Kochkunst verschrieben hat. Auf der Karte stehen lokale und mediterrane Gerichte – von Cavatelli bis Jakobsmuscheln.


Travel-Redaktion
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