»Zu den 3 Hacken« ist Eröffnung des Jahres

Tobias Müller, Severin Corti, 21.04.2021

Dass die Münchner Augustinerbrauerei eines der wohl legendärsten Wiener Beisl rettete und wieder eröffnete, ist Falstaff eine Auszeichnung wert.

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Auf den ersten Blick sieht es tatsächlich so aus, als ob in den legendären »3 Hacken« nur schnell einmal ausgemalt worden, sonst aber alles beim Alten geblieben wäre. Dabei wurde das mehr als betagte Beisl von Grund auf neu gemacht – freilich nur mit dem Ziel, dass alles so bleiben kann, wie es immer schon war. Also gibt es nach wie vor eine gepflegte Wiener Küche – nunmehr von Zbigniew Stoch (»Gasthaus Pöschl«) verantwortet –, die einem Tränen der Rührung in die Augen treibt: Cremespinat mit fantastischem Erdäpfelröster und Spiegelei! Gegrilltes Ochsenmark mit Schwarzbrottoast! Knuspriger Schweinsbraten mit herrlichem Sauerkraut! Krautfleckerl aus hausgemachten Nudeln! Weiters eine Weinkarte, die Österreich in aller Dichte und Größe darzustellen vermag, und einen Service, der Kontinuität als hohes Gut versteht: Die Ober Wolfgang und Wolfgang sind wie seit jeher zugange und nie um einen diskreten Schmäh verlegen.

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