Limoncello bekommt man heute in ganz Italien. Ursprünglich stammt er aber wohl aus der Region um Amalfi.

In der Schale liegt die Kraft: DIY Limoncello

Alexander Thürer, 21.03.2025

Neben Grappa und den Amari verkörpert wohl keine Spirituose italienisches »Dolce Vita« so authentisch wie Limoncello. Kein Wunder, denn anders als seine liquiden Brüder kann man diesen knallgelben Sonnenfänger mit wenig Aufwand selbst herstellen. Und was könnte Liebhaber der vielleicht besten Küche der Welt mehr begeistern, als ein »Limoncello alla Mamma«.

Werbung

Woran erkennt man die wirklich guten Dinge im Leben? Daran, dass darum gestritten wird, wer sie erfunden hat. So ist man sich auch beim Limoncello nicht ganz einig, wem diese Ehre gebührt. Manch einer behauptet, bereits die Römer hätten ihn getrunken, was aber aufgrund der damals noch unbekannten Destillationskunst eher unwahrscheinlich ist. Und wer mag schon sicher erkennen, was in auf zweitausend Jahre alten Fresken abgebildeten Bechern herumschwappt. Wahrscheinlicher ist es hingegen, dass der Limoncello viel später entstanden ist, immerhin war die nötige Technik, um hochprozentigen Alkohol zu brennen, in Italien erst um die Mitte des 12. Jahrhunderts bekannt. Da dies zuerst vor allem in Klöstern praktiziert wurde, klingt die Legende, dass Mönche den Limoncello um das Jahr 1700 erfunden hätten, um sich zwischendurch zu erfreuen, wesentlich plausibler.

Weiterlesen

Werbung