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© Emmanuel Finckenstein

»Datu Wellness«-Gründer Constantin Bjerke: »Wer ständig etwas will, wird nie zufrieden sein«

Reise
Interview
Wellness&Spa

Der Gründer von Datu Wellness führt mit seinen exklusiven Ayurveda-Retreats stress­geplagte Businessleute zu einem Leben in Gelassenheit und innerer Harmonie. Als ehemaliger Medienmanager kennt er den langen Weg zur Selbsterkenntnis aus eigener Erfahrung.

Der ehemalige Filmproduzent Constantin Bjerke verabschiedete sich 2021 von seiner stressigen Karriere und widmet sich seither der Lehre von Achtsamkeit und innerer Balance. Mehrmals im Jahr organisiert der 44-Jährige exklusive Ayurveda-Retreats in der Toskana und im indischen Goa. In einem erlesenen Kreis von ­maximal 20 Teilnehmern wird fernöstliche Philosophie mit mediterranem Flair verbunden. Dazwischen pendelt Bjerke zwischen Deutschland, Indien und Südafrika – ein echter Weltenbummler; vor allem aber jemand, der bei sich angekommen ist.

© Hanru Marais

Falstaff: Wo liegt Ihr Sehnsuchtsort?

Constantin Bjerke: Dort, wo ich gerade bin. Das ist ein Grundsatz der ayurvedischen Philosophie: im Moment leben und das Beste daraus machen. Wenn ich mich ständig nach etwas sehne, werde ich nie mit dem zufrieden sein, was ich habe.

Welche Kulturen inspirieren Sie am meisten?

Deutsche Werte, brasilianische Lebensfreude und indische Philo­sophie: Das ist es, was mein Leben ausmacht. Mein Vater ist in ­Brasilien aufgewachsen und ich selbst habe dort einige Jahre ge­arbeitet – das Land hat mich tief geprägt.

Was war Ihr unvergesslichster Reiseaugenblick?

Nichts hat bei mir einen so bleibenden Eindruck hinterlassen wie der Sonnenaufgang am Marafluss in der Serengeti. Es war während der Covid-Zeit, und ich war ganz allein – umgeben nur von Nil­pferden und Krokodilen.

Haben Sie ein Lieblingshotel?

Ich liebe das »Château Marmont« in Hollywood. Ein guter Freund von mir, Philip Pavel, war dort viele Jahre Direktor. Jetzt leitet er »The Georgian« in Santa Monica; einer meiner neuen Lieblingsorte.

Was steht auf Ihrer persönlichen Bucketlist?

Japan – wegen der Kirschblüten, der großartigen Skigebiete, des Designs, das für mich das Nonplusultra ist, und der außergewöhn­lichen Höflichkeit der Menschen.

Was ist Ihr Lieblingsgericht – und in welchem Restaurant?

Das Schnitzel im »Franziskaner« in München und die Trüffelfries im »Château Marmont«, die sind gigantisch. Manchmal bestelle ich sie mit Bolognese-Sauce – das ist einfach das Genialste, das es gibt.

Auf welches Reise-Essential können Sie nicht verzichten?

Einen Blazer. Meine Eltern haben mich so erzogen, dass Reisen etwas Besonderes ist und man sich entsprechend kleidet. Der tolle Nebeneffekt: Mit einem Blazer bekommt man leichter ein Upgrade als im Jogginganzug.

Was ist Ihr perfektes Urlaubsoutfit?

Eine indische Kurta – darin kann man schlafen und ist mit der passenden Hose auch tagsüber gut gekleidet. Ein vielseitiges Kleidungsstück!

Wie sieht Ihr perfekter Urlaubstag aus?

Ein schönes Hotel inmitten der Natur, ein großes, weiches Bett und keinerlei Termine – sich einfach dem Flow hingeben und den Moment genießen! 


 

Sebastian Späth
Sebastian Späth
Chefredakteur
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