Barcelona verdoppelt Tourismussteuer ab April 2026
Reisende in die katalanische Hauptstadt zahlen ab 1. April 2026 deutlich mehr. Die klassische Touristensteuer wird verdoppelt und der städtische Zuschlag erhöht.
Das katalanische Parlament hat die Anhebung der Tourismussteuer beschlossen. Ab dem 1. April 2026 zahlen Besucher:innen in Barcelona eine doppelt so hohe Tourismussteuer als zuvor sowie eine erhöhte städtische Abgabe. Auch im restlichen Katalonien steigen die Abgaben schrittweise – bis 2027 sollen sie in der gesamten Region doppelt so hoch sein wie bisher.
In Barcelona zahlen Gäste ab dem 1. April 2026 also nun eine Gesamtabgabe von bis zu zwölf Euro pro Nacht und Person – bisher lag der Höchstsatz bei 7,50 Euro.
Spürbare Mehrkosten je nach Unterkunft
Der Satz berechnet sich in der katalanischen Hauptstadt zum einen aus der erhöhten Tourismussteuer, die für sämtliche Unterkünfte gilt – darunter Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Hostels, Campingplätze und Jugendherbergen.
Wer beispielsweise in einer Ferienwohnung in Barcelona übernachtet, muss künftig 4,50 Euro pro Nacht (statt zuvor 2,25 Euro) an Tourismussteuer zahlen, in Fünf-Sterne-Hotels werden 7 Euro (statt zuvor 3,50 Euro) fällig.
Auch Kreuzfahrtpassagier:innen werden stärker zur Kasse gebeten: Wer länger als zwölf Stunden vor Ort bleibt, zahlt 4 statt zuvor 2 Euro pro Nacht, bei kürzeren Aufenthalten sogar 6 Euro.
Kommunale Zuschläge steigen
Zusätzlich zur regionalen Tourismusabgabe erheben Städte eigene Zuschläge. In Barcelona beträgt er ab dem 1. April 5 Euro pro Nacht statt zuvor 4 Euro. Geplant ist zudem eine jährliche Erhöhung um jeweils einen weiteren Euro – bis zu einer Obergrenze von 8 Euro pro Nacht im Jahr 2029.
Druck durch Massentourismus
Mit der Neuregelung reagiert die Region auf zunehmende Spannungen rund um den Massentourismus. Besonders in Barcelona sorgt die hohe Zahl an Besucher:innen seit Jahren für Diskussionen und Proteste. Die steigenden Abgaben sind Teil einer Strategie, um Besucherströme besser zu steuern und die Belastung für Einheimische zu reduzieren.