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Madrid: Tapas und Tanzen bis zum Morgen

Nachtleben
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Spanien

Wenn die Sonne untergeht, erwacht Madrid. Die Madrileños treffen sich draußen, essen spät, feiern bis in die Nacht – entspannt, herzlich und typisch spanisch.

Im Madrider Szeneviertel Malasaña findet die Nacht auf der Straße statt, als kollektives, nie endendes Weiterziehen. Ständig wechselt man den Ort, stolpert von einem Tresen zum nächsten, als wäre man Teil eines dynamischen Organismus.

Movida Madrileña in Madrids Ausgehvierteln

In engen Gassen mit Fassaden voller bunter Murals reihen sich altehrwürdige Tabernas an coole Cocktailbars, winzige Punk-Kneipen an Craftbeer-­Lokale. Getrunken wird bei »La Vía Láctea« und »El Penta« oder in der »Bodega de la Ardosa« – und getanzt zum Beispiel im »Perro« (»Hund«), Kurzform für »El Perro de la Parte de Atrás del Coche«. In Madrids alternativem Viertel wurde in den 80er-Jahren die Movida Madrileña geboren: Studenten, Künstlerinnen und Kreative diskutierten in Cafés und Bars über die Zukunft nach Franco. Die Aufbruchsstimmung von damals ist noch immer spürbar: In Malasaña probierte man sich aus und kostete die Freiheit – heute ist das nicht anders.

Madrid ist die Stadt der späten Nächte – erst wenn die Hitze des Tages weicht, kommen die Madrileños im Zentrum der Stadt draußen zusammen. Gegessen wird nicht vor zehn, gefeiert nicht vor Mitternacht; entspannt, gesellig, warmherzig, typisch für Spanien. Der späte Rhythmus und die Selbstverständlichkeit, mit der die Nacht bis zum Morgen ausgekostet wird, stehen für eine Kultur, die Zeit in Begegnungen misst. Getanzt wird häufig auch dann, wenn ein Arbeitstag wartet. Verabschiedungen zögern sich gerne hinaus. Noch eine Cerveza? Noch ein Wermut? Sicher! Die Nächte sind im Fluss, aber enden oft am gleichen Ort: in der »Chocolatería San Ginés« nahe der Puerta del Sol. Mit einer letzten Stärkung: Churros getunkt in Schokolade. 

Madrid kompakt

Zu den bekanntesten Ausgehvierteln gehört neben Malasaña auch Chueca, ein Hotspot der LGBTQ-Community, mit vielen Bars, Clubs und Rooftop-Plätzen. In La Latina starten Madrileños gerne die Nacht mit Tapas, vor allem an der Cava Baja. Das Barrio de las Letras (Huertas) ist berühmt für Pubs und Livemusik. Ein besonderer Tipp ist die mehrfach prämierte Cocktailbar »Salmon Guru« im stylishen Retro-Look. Eine der renommiertesten Flamenco-Tablaos und bedeutendsten Einrichtungen der Stadt ist das »Corral de la Morería«. Wer eher auf elektronische Musik abfährt, fährt zum Mega-Club »Fabrik« im Süden der Stadt. Madrids Upper Class trifft sich in Salamanca, in Lounges, feinen Gourmetrestaurants und gehobenen Bars wie »The Shaker«.

Nightlife Madrid

Gegen den Strom zu schwimmen ist hier das Motto: Eigensinnige und optisch ansprechende Bar, unkonventionelle Cocktail-Kreationen. salmonguru.es
C/ Echegaray, 21,
28014 Madrid
Spanien
Wo Gusto und Flamenco zusammenkommen: Gilt als beste Flamencobühne (Tablao) der Welt und verwöhnt mit erlesener Kulinarik. corraldelamoreria.com
Morería 17
28005 Madrid
Spanien
Flamenco pur – und ganz nah am Publikum: Madrids exklusivstes Tablao, Top-Treffpunkt für Flamenco-Künstler, bietet feurige Shows in intimem Rahmen. cardamomo.com
Calle de Echegaray, 15,
28014 Madrid
Spanien
Seit 1871 eine starke Bühne für Theater, Varieté, Konzerte und Events – vor wenigen Jahren unter der Federführung von Philippe Starck renoviert. teatroeslava.com
Calle Arenal 11
28013 Madrid
Spanien
Philipp Laage
Autor
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