Shanghai: Im Osten geht die Sonne auf
Shanghai bei Nacht – ein Spiegel des neuen China: glamourös, international und voller Energie. Zwischen Luxusmalls, Lounges und Clubs zeigt sich eine junge Generation, die westliche Einflüsse mit chinesischem Stil vereint.
Wer nachts vom Bund, der ikonischen Uferpromenade am Huangpu, auf die andere Seite des Flusses schaut, hat die altehrwürdigen Fassaden der europäischen Prachtbauten im Rücken und die illuminierte Skyline der wichtigsten Metropole des modernen Chinas vor Augen.
Ost trifft West
An diesem Ort zeigt sich die Dualität Shanghais, hier verdichten sich Geschichte und Gegenwart: Am Bund liegt etwa das »Peace Hotel«, das zu Fairmont gehört und in einer Zeit, als Shanghai sich als »Paris des Ostens« einen Namen machte, glamouröser Treffpunkt der Elite war. Binnen weniger Jahrzehnte entstanden die gläsernen Türme von Pudong gegenüber; Wolkenkratzer ersetzten Dörfer. Ein Drink in der »Flair«-Bar im 58. Stock des »Ritz-Carlton« wird zum Erlebnis: Der Pearl Tower liegt praktisch nebenan, es wirkt, als könnte man fast rüberspringen.
Die Nacht in Shanghai ist ein Spiegel der rasanten Modernisierung Chinas: kontrastreich, kosmopolitisch, aber kulturell verwurzelt. Sie erzählt vom sagenhaften Aufstieg, von Teilhabe und Glück durch Konsum. Shopping und Ausgehen greifen hier gerne ineinander; mit Luxuseinkaufszentren, die Lounges, Clubs und Bars beherbergen. Das Nightlife ist schillernd und international geprägt, eine aufgeschlossene Generation junger Chinesen absorbiert selbstbewusst westliche Einflüsse.
China öffnet sich wieder der Welt
Shanghai steht als Metropole noch im Schatten von Tokio, Seoul, Bangkok und Singapur, aber das ist unserer Blickrichtung von Westen geschuldet. Die Stadt ist Schaufenster für ein Land, das sich der Welt wieder öffnet – erst vor Kurzem hat China die visumfreie Einreise für Besucher mehrerer europäischer Länder ausgeweitet.