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Heilklimastollen: Wenn der Berg zur Therapie wird

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Immer mehr Patient:innen mit Asthma, COPD oder Long-Covid suchen Linderung tief im Berg. Wir erklären, was hinter der Heilstollentherapie steckt.

Tief in einem Kärntner Berg herrschen konstant 8 Grad und eine Luft, die fast vollständig frei von Pollen und Feinstaub ist. Eine internationale Studie der Universität Gießen bestätigt nun, was Patientinnen und Patienten dort schon lange spüren: Die Heilstollentherapie wirkt nachweislich bei Asthma, COPD und Long-Covid. Das BLEIB BERG F.X. Mayr Retreat in Bad Bleiberg betreibt mit dem Friedrichstollen einen solchen Heilklimastollen und war als einziger österreichischer Standort Teil der Studie.

Die Tradition der Heilstollentherapie

Die Heilstollentherapie wird bereits seit dem 19. Jahrhundert bei Erkrankungen wie Asthma, chronischer Bronchitis oder COPD eingesetzt, in Deutschland systematisch erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als asthmakranke Menschen während der Bombenangriffe in der Kluterthöhle in Ennepetal Schutz suchten und dabei eine spürbare Linderung ihrer Beschwerden bemerkten. Das Prinzip dahinter ist simpel und wirkungsvoll zugleich: Die kalte, feuchte Luft im Berginneren ist nahezu frei von Staub, Pollen und Allergenen und ist ein natürlicher Schutzraum für gereizte Atemwege, gerade wenn draußen Pollenflug oder Sommerhitze die Lunge zusätzlich belasten.

Das F.X. Mayr Retreathotel in Bad Bleiberg ist eingebettet in österreichische Natur.

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Wissenschaftliche Bestätigung

Dass die spürbare Erleichterung im Stollen kein Zufall ist, zeigt nun eine groß angelegte Untersuchung der Universität Gießen, initiiert vom Deutschen Heilstollenverband. Die Studie untersuchte von Oktober 2023 bis Juli 2025 insgesamt 208 Patientinnen und Patienten mit Asthma, COPD und Long-Covid an neun Heilstollen in Deutschland, Österreich und Italien. Die Ergebnisse fielen deutlich aus: Bei Asthma-Betroffenen verbesserten sich Lungenfunktion, Krankheitskontrolle und Lebensqualität signifikant, mit Effekten, die noch bis zu drei Monate nach Therapieende anhielten.

Long-Covid-Patient:innen profitierten von einer gestärkten Atemmuskulatur, weniger Atemnot und besserem Schlaf, während bei COPD die Lungenfunktionswerte zwar stabil blieben, die subjektive Lebensqualität aber merklich stieg. Dr. Joachim Schwarz, Vorsitzender des Deutschen Heilstollenverbands, fasst es so zusammen: »Die Ergebnisse bestätigen, was wir in der Praxis seit Jahren beobachten. Der Aufenthalt im Heilstollen wirkt sich positiv auf die Atemwege, das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden aus – ganz ohne Nebenwirkungen.«

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Teil eines größeren Konzepts

Im BLEIB BERG F.X. Mayr Retreat in Bad Bleiberg ist der Heilklimastollen längst mehr als nur eine medizinische Anwendung. Eingebettet ist er in die Moderne Mayr-Medizin: eine medizinisch begleitete Fasten- und Ernährungstherapie nach Franz Xaver Mayr, die Ernährung als Zusammenspiel von Lebensmitteln und Verdauungsleistung betrachtet und unter anderem auf bewusste Esskultur, ärztlich überwachte Darmreinigung und manuelle Bauchbehandlungen setzt. Begründet wurde dieser moderne Ansatz von Prof. Harald Stossier, der seit Januar 2024 auch als wissenschaftlicher Berater im Ärzteteam des Retreats fungiert.

Atemtherapie im Berg

In dieses ganzheitliche Konzept fügt sich der Stollen als ergänzende Atemtherapie ein, eingebettet in das höchstgelegene F.X. Mayr Retreat Europas auf 920 Metern Seehöhe. Neben der klassischen Stollentherapie haben Gäste mehrmals wöchentlich die Möglichkeit, das besondere Mikroklima auch bei »Yoga im Berg« oder dem neu entwickelten »Stollenritual« zu erleben: einer Kombination aus Atemübungen, achtsamen Lockerungsimpulsen und meditativer Bewegung.

Auch bei »Yoga im Berg« kann das besondere Mikroklima im Stollen erlebt werden.

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BLEIB BERG bietet eine medizinisch begleitete Fasten- und Ernährungstherapie nach Franz Xaver Mayr.

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Wenn Kryotherapie auf Heilstollen trifft

Besonders im Sommer setzt das Retreat zusätzlich auf ein Konzept namens »Heat Detox«: die bewusste Kombination aus Kryotherapie und Stollenklima als Gegenspieler zur Hitze. Bei der Kryotherapie geht es für drei Minuten in eine Ganzkörper-Kältekammer bei minus 110 Grad – als intensiver Kältereiz, der die Durchblutung fördern, Entzündungen reduzieren und die Regeneration unterstützen soll. Viele Gäste berichten von einem regelrechten Energie-Kick und besserem Schlaf im Anschluss.

Ergänzt wird dieser Impuls durch den Aufenthalt im deutlich milderen, aber ebenso wirksamen Klima des Friedrichstollens. Gerade für Allergiker:innen, die im Sommer besonders unter Pollenbelastung und gereizten Atemwegen leiden, kann der Stollen so zur bewussten Flucht aus der heißen, pollenbelasteten Stadt werden – hinein in eine Umgebung, die laut Studienlage nicht nur subjektiv, sondern auch messbar zur Erholung beiträgt.


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