Im Gespräch mit dem Pionier der Haarchirurgie
Dr. med. Malte Villnow, ein Top-Experte der Haartransplantation, gründete 2006 die renommierte Privatklinik »Pearl of Aesthetic« in Düsseldorf. Mit über 16.000 erfolgreichen Transplantationen, darunter zufriedene Patienten wie Tim Raue, Xherdan Shaqiri, Christian Lindner, Jürgen Klopp, Ralf Möller und Markus Anfang, ist er eine feste Größe in seinem Fachgebiet.
Haarausfall – nicht nur ein äußerliches, sondern auch ein innerliches Drama! Das gesenkte Selbstbewusstsein kann das tägliche Leben ordentlich durcheinanderbringen. Von schütterem Haar über typische Geheimratsecken bis hin zum einsamen Haarkranz auf dem Hinterkopf: Die androgenetische Alopezie (AGA) ist der Übeltäter, der den Haaren empfindlich auf das Testosteron-Abfallprodukt Dihydrotestosteron (DHT) reagieren lässt – und das bedeutet allmähliches Ausdünnen und schließlich den Verlust der Haarpracht. Haarausfall mag hartnäckig sein, aber es gibt Möglichkeiten, um ihm ordentlich Paroli zu bieten!
Ich persönlich habe jetzt über 16.000 Haaroperationen durchgeführt. Mein ältester Patient war 86 Jahre alt. Ich sagte zu ihm: »Sie sind ja jetzt auch nicht mehr der Jüngste, warum jetzt?« Daraufhin antwortete er: »Ich habe in einem Jahr diamantene Hochzeit, und auf dem Bild, da muss ich richtig gut aussehen.«
Haarausfall adé
Dr. med. Malte Villnow, bekannt aus renommierten Kliniken in Holland und Belgien, eröffnete 2006 die exklusive Privatklinik »Pearl of Aesthetic« auf der Königsallee in Düsseldorf. Sein Name ist untrennbar mit über 16.000 erfolgreichen Haartransplantationen verbunden, die ihn an die Spitze seines Fachgebiets katapultierten. Mit einem eingespielten, medizinisch versierten Team an seiner Seite, das ihm schon seit fast drei Jahrzehnten treu zur Seite steht, bietet dieser erfahrene und empathische Chirurg jedem Patienten eine umfassende Beratung vor der Behandlung. Etwa 10 bis 20 Prozent der Patienten, die sich in der Privatklinik von Dr. med. Villnow einer Haartransplantation unterziehen, sind Frauen. Besonders während der Menopause oder nach der Geburt kann Haarausfall für sie regelrecht zur Qual werden – Dr. med. Villnow und sein Team bieten nicht nur eine Lösung, sondern auch eine einfühlsame Betreuung während des gesamten Prozesses.
Egal ob Frau oder Mann, egal ob jung oder alt – jeder, der unter Haarausfall leidet, kann sich auf die professionelle Hilfe des eingespielten Teams verlassen. Denn die von Dr. med. Villnow verwendeten Methoden ermöglichen nicht nur eine beeindruckende Anwachsrate von über 90 %, was die Haartransplantation zu einer der risikoärmsten Schönheitsoperationen macht, sondern auch eine schnelle Genesung. Eine schnell wirkende und lang anhaltende örtliche Betäubung in Form von kleinsten Zahnarztspritzen sorgt für einen schmerzfreien Eingriff. Zwar sind Haartransplantationen kein Spaziergang, aber das erfahrene Team von Dr. med. Villnow sorgt dafür, dass sich die Patienten während des gesamten Prozesses wohl und sicher fühlen.
Interview mit Dr. med. Malte Villnow
Falstaff Warum sind Männer öfter die Leidtragenden von Haarausfall als Frauen?
Dr. med. Malte Villnow Schuld ist Testosteron. Auch Frauen haben Testosteron und daher auch die Möglichkeit, Haare zu verlieren. Bei vielen Menschen gibt es aber bestimmte Testosteronrezeptoren, die für den Haarausfall verantwortlich sind.
Ist Haarausfall immer Familiensache oder spielt auch ein schlechter Lebensstil eine Rolle?
Haarausfall kann viele Ursachen haben. Wenn man wissen möchte, wo es herkommt, muss man sich die mütterliche Schiene anschauen. Wenn dort in der Vorgeschichte jemand keine Haare hatte, dann liegt der Ursprung hier. Während genetische Faktoren eine dominante Rolle bei androgenetischer Alopezie spielen, können aber auch exogene Faktoren wie Stress, ungesunde Ernährung, Tabakkonsum und andere ungünstige Lebensstilfaktoren den Haarausfall beschleunigen oder verstärken.
Kann man den erblichen Haarausfall mit einem gesunden Lebensstil überlisten oder hilft nur eine Haartransplantation?
Obwohl ein gesunder Lebensstil zur Verbesserung der Haargesundheit beiträgt, kann er die genetisch bedingte androgenetische Alopezie nicht komplett verhindern. Man kann vorhandenes Haar vor dem Ausfall schützen, indem man einen Testosteron-Gegenspieler einnimmt (z.B. Finasteride). Das funktioniert aber nur, solange man das Medikament einnimmt. Auch Nahrungsergänzungsmittel, die Zink, Selen, Biotin und B-Vitamine enthalten, können helfen.
Wann sollte man über eine Haartransplantation nachdenken?
Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt. Der ist meistens dann erreicht, wenn es die Patienten massiv stört. Für viele Männer, aber auch Frauen, ist der Verlust des Haares ein hochsensibles und nicht nur ästhetisches Thema. Oft leidet auch das Selbstbewusstsein. Wer mit erhobenem Haupt und vollem Haar durchs Leben gehen will, kann eine Haartransplantation in Erwägung ziehen. Bei der Überlegung für eine solche Schönheitsoperation spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Der ideale Kandidat für eine Haartransplantation hat eine ausreichende Menge an Spenderhaar, das auf die kahlen Stellen transplantiert werden kann. Spenderhaar von einem anderen Menschen ist nicht möglich, außer bei eineiigen Zwillingen.
Wie viel Zeit muss man für eine Haartransplantation einplanen und welche modernsten Methoden verwenden Sie?
Eine Haartransplantation ist kein Friseurbesuch. Sie brauchen Geduld. Je nach Größe der Behandlung dauert es zwischen 6 und 10 Stunden. Alles in örtlicher Betäubung, das heißt, man braucht ein geduldiges OP-Team. Dieses Team kümmert sich während der Behandlung um die Patienten, die so abgelenkt sind, dass Sie eigentlich gar nicht merken, dass es schon losgegangen ist. Heutzutage werden fast ausschließlich FUE Behandlungen durchgeführt. Die Entscheidung zwischen der Entnahme einzelner Haargruppen durch FUE (Follicular Unit Extraction) oder der Streifenentnahme, auch bekannt als Follicular Unit Transplantation (FUT), hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Haardichte des Spenderbereichs, der Größe der zu behandelnden Bereiche und der individuellen Bedürfnisse des Patienten.
Ist eine erfolgreiche Haartransplantation für die Ewigkeit oder braucht man irgendwann eine Auffrischung?
Das ist die große Kunst bei dem Eingriff, denn wir nehmen die Wurzeln aus dem Hinterkopf. Diese haben wie die Brust-, Scham- und Achselhaare keine Testosteron-Rezeptoren und gehören zur Körperbehaarung. Die genetische Informationen der hinteren Haarwurzeln, nicht auszufallen, nehmen wir mit und transplantieren diese an die Stelle, wo sie hin sollen. Wir können Barthaare, Augenbrauen oder Haare verpflanzen wo auch immer es gewünscht wird. Diese bleiben in der Regel ein Leben lang.
Wie wirkt sich die Haartransplantation auf die Lebensqualität der Menschen aus?
Eine Haartransplantation kann erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Die meisten Patienten berichten von einem gesteigerten Selbstwertgefühl und einer erhöhten Zufriedenheit nach dem Eingriff. Ganz egal, wie alt die Patienten sind.
