Perfekte Haare im Sommer: Darauf müssen Sie achten
So schön die warme Zeit auch ist: Für unsere Haare ist es die herausforderndste Zeit! Von der Kopfhautpflege bis zum klugen Styling – mit diesen Tipps gibt es nur noch Good Hair Days, heiße Sommertage inklusive.
Titelbild: So schön die warme Zeit auch ist: Für unsere Haare ist es die herausforderndste Zeit!
Alle lieben dieses »Frisch-vom-Coiffeur«-Gefühl, wenn das Haar vom Ansatz bis zu den Spitzen genau richtig sitzt, viel Volumen aufweist und so richtig satt glänzt. Viele schlafen dann einmal darüber und vorbei ist es mit der ganzen Pracht. Sobald ein neuer Tag angebrochen ist, machen sich Struggles mit dem (Wunsch-)Traum nach einer bleibenden Traummähne breit. Damit niemand mehr den Kopf hängen lassen muss, haben wir die Gründe für dünner werdendes Haar beleuchtet, und verraten, wie Sie das Beste aus jedem Haar herausholen.
Das sind die Gründe für Bad Hair Days
Nein, wir sprechen jetzt nicht von dem einen Tag, an dem sich die Haarwäsche nicht ausging und das Trockenshampoo herhalten musste. So richtige Bad Hair Days können durch Stress bedingt sein, hormonelle Gründe haben – etwa durch eine Schwangerschaft – oder aber durch die Wechseljahre ausgelöst werden und sich etwa in dünner werdendem Haar manifestieren. Denn genau da sinkt der Östrogenspiegel, der für volles, glänzendes Haar zuständig ist. Auch chemische Behandlungen wie Dauerwellen oder das Aufhellen und Färben der Haare können die Haarstruktur angreifen und sie brüchig machen. Ebenso ist ständiges Hitzestyling und der Aufenthalt in der Sommersonne ohne passenden Schutz der Tod einer schönen, vollen Mähne. Und last, but not least gibt es Krankheiten – etwa der Schilddrüse, eine Störung des Immunsystems und andere – oder Kopfhautinfektionen, die Schuld an dünnem Haar oder Haarausfall sind. Diese gehören natürlich von der Ärztin oder dem Arzt abgeklärt! Alle anderen Probleme kann man mit gezielter Kopfhautpflege, den passenden Haarpflegeroutinen, gesunder Ernährung und sanftem Styling in den Griff bekommen.
Volumengarantie: Mit Kopfhautpflege zu vollem Haar
Während man die Haut mit diversen Tinkturen, Seren und Cremen verwöhnt, kommt die Kopfhaut oft zu kurz. Spezielle, den Haarwuchs fördernde Kopfhautpflege lässt sich ganz einfach mit einer Pipette Scheitel für Scheitel auftragen und einmassieren. Ein Ritual, das nicht viel Zeit in Anspruch nimmt und das man täglich vor dem Haarstyling durchführen kann. Will man schönes, kräftiges Haar haben, so muss man das Problem eben oft an der Wurzel packen. Sprich: Auch die Kopfhaut, die ganz eigene Bedürfnisse hat, muss mit passenden Produkten gepflegt werden. Diese sollten sie gut durchbluten, damit sie Nährstoffe besser aufnehmen kann – dann steht meist einer vollen Mähne nichts mehr im Wege. Kopfhautpeelings etwa, die derzeit auf dem Markt boomen und die Kopfhaut gründlich von Schuppen und abgestorbenen Hautzellen befreien, sind ebenfalls ein guter Pflegeschritt in Richtung gesundes Haar. Außerdem werden dadurch überflüssige Pflege- und Stylingprodukte entfernt, die Haarwurzeln stimuliert und das Haar kann kräftiger nachwachsen. Sanfte Kopfhautmassagen – etwa mit Rosmarinöl – regen die Durchblutung und so auch den Haarwuchs an. Das Öl wird am besten abends mit einer Pipette direkt auf die trockene Kopfhaut aufgetragen und einmassiert. Über Nacht kann das Öl ideal seine Wirkung entfalten – gründlich ausgewaschen wird es erst am nächsten Morgen. Auch die berühmten 100 Bürstenstriche können wie eine sanfte Massage wirken. Vollführt man dieses haarige Beauty-Ritual abends, so werden damit auch Staub und Stylingreste vom Tag aus dem Haar entfernt. Allerdings wird hier zu einer Bürste mit weichen Naturborsten geraten, um die Kopfhaut nicht zu verletzen.
Auf diese Haarpflegeroutinen ist Verlass
Wie auch bei der Körperpflege, entscheidet auch bei der Haarwäsche die Wahl der richtigen Wassertemperatur über das Wohlbefinden von Kopfhaut und Haar. Und diese ist lauwarm. Zu heißes Wasser kann nämlich die Kopfhaut reizen und sie austrocknen. Unangenehmer Juckreiz und Rötungen können die Folge sein. Juckt die Kopfhaut, ist der Griff zu milden, pH-neutralen Shampoos sinnvoll. Bei normaler Kopfhaut kann gerne ein koffeinhaltiges Shampoo ran, das anregend wirkt und die Haarfollikel vor dem DHT-Hormon schützt (in den Haarwurzeln wird Testosteron in DHT umgewandelt und auf dieses DHT reagieren manche mit Haarausfall). Es gibt auch Pflegelinien speziell für reifes Haar, deren Inhaltsstoffe genau darauf abgestimmt sind. Nach jeder Haarwäsche sorgt ein Conditioner nicht nur dafür, dass sich das Haar leichter kämmen lässt, er versorgt es zudem mit wichtiger Pflege und glättet die Haarstruktur. Nach jeder dritten bis fünften Haarwäsche sollte man zudem zu einer intensiv pflegenden Maske greifen, die das Haar in den Griff bekommt.
Das kräftigt das Haar
Eisen, Zink und Biotin sind die Nährstoffe, die eine Kräftigung der Haarwurzeln fördern. In Form von Pillen eingenommen, können sie von innen heraus die vorhandenen Haare schützen und das Wachstum fördern. Ehe man allerdings irgendwelche Präparate einnimmt, sollte der Grund des Haarausfalls ärztlich abgeklärt werden. Wie man sich bettet, so wird man wach. Was für die Haut ein Jungbrunnen ist, kann auch für das Haar nicht falsch sein: Seide ist der Beauty-Tipp der Profis! Wer sein Kopfkissen darin hüllt, vermindert nicht nur Knitterfalten im Gesicht, sondern auch Haarbruch. Außerdem wirkt der glatte, weiche Stoff pflegend. Die Kopfhaut mag es auch, wenn man das Haar so oft es geht offen oder zu einem locker gebundenen Zopf trägt. Denn ein zu streng gebundener Zopf kann (wegen der Zugbelastung) auf Dauer zu Haarausfall führen.