Zum Inhalt springen
© Canva

Rosmarinöl für mehr Haarwachstum

Haare
Hair Care
Haarpflege
Beauty-Routine

Lange, dicke und gesunde Haare gelten als absolutes Schönheitsideal, kein Wunder, dass so viele Frauen alles dafür tun würden. Rosmarinöl soll die Lösung sein, um das Haarwachstum anzukurbeln. Aber funktioniert das wirklich? Happy Life hat die Antwort.

Eine traumhafte Mähne wünscht sich wohl fast jeder. Darauf basiert auch ein neuer Trend, der derzeit in den sozialen Netzwerken kursiert. Junge Frauen greifen hier vermehrt zu Produkten mit Rosmarinöl, um sie in die Kopfhaut einzumassieren. Hersteller werben damit, dass bei regelmäßiger Anwendung die Haarwurzeln stimuliert werden und die Haare schneller, dicker und dichter nachwachsen. Da Produkte nicht immer halten, was sie versprechen und insbesondere das Haarwachstum auch genetisch bedingt ist und nur schwer beeinflusst werden kann, schauen wir uns Rosmarinöl genauer an.

Was in Rosmarinöl steckt

Rosmarinöl hat seinen Preis, aber ist der auch gerechtfertigt? Wer fertige Tinkturen auf dem Markt erwerben möchte, muss oftmals tief in die Tasche greifen. Und das ohne eine Garantie zu haben, dass es wirklich wirkt. Aber was steckt eigentlich in Rosmarinöl, das so gut für die Haare sein soll?

Die enthaltene Rosmarinsäure regt die Durchblutung an, wodurch mehr Nährstoffe in die Haarfollikel gelangen können. Wie Studien bereits beweisen konnten, kann sie bei längerer Anwendung Haarausfall mindern und das Wachstum anregen. Dabei soll Rosmarinöl ähnlich gut wirken wie das bekannte Medikament Minoxidil, das speziell bei Haarverlust eingesetzt wird. Inhaltsstoffe wie Glycolsäure, Bitterstoffe und Flavonoide sollen dafür verantwortlich sein.

Rosmarinöl werden zudem entzündungshemmende und antimykotische Eigenschaften nachgesagt. Pilze und Kopfhautreizungen sowie Schuppen und Juckreiz haben so keine Chance. Weil das Öl die Haut auch vor freien Radikalen schützt und mit Antioxidantien versorgt, kann die natürliche Haarfarbe länger erhalten werden.

Zu beachten ist aber, dass fertige Rosmarinöl-Tinkturen oftmals mit weiteren Hilfsstoffen wie Minze, Basilikum, Lavendel und ätherischem Teebaumöl gestreckt sein können. Man sollte vor dem Gebrauch genau checken, was enthalten ist, um Kopfhautreizungen zu vermeiden. Minze und Basilikum können die Wirkung von Rosmarinöl verstärken, da auch sie für ihre durchblutenden Eigenschaften bekannt sind. Zugesetzte Parfüme, Parabene oder Silikone können die Haare stattdessen unnötig belasten, hier sollten lieber natürliche Zusammensetzungen gewählt werden.

© Canva

Rosmarinöl selbst herstellen

Wem die Produkte auf dem Markt zu teuer sind oder wer in Sachen Inhaltsstoffe auf Nummer sicher gehen möchte, kann Rosmarinöl ganz einfach selbst herstellen.

Dafür werden etwa fünf getrocknete Rosmarinzweige in ein heiß ausgekochtes Einmachglas gelegt und mit Olivenöl übergossen. Das Glas wird dann in ein Wasserbad gestellt und langsam erhitzt. Die Temperatur sollte 60 Grad nicht übersteigen. Nach etwa einer Stunde kann die Mischung durch ein feines Sieb (oder Kaffeefilter) in ein beliebiges Pumpgefäß gegossen werden. Nach dem Abkühlen kann das Öl portionsweise auf die Kopfhaut aufgetragen und leicht einmassiert werden.

Wer möchte, kann zu den Rosmarinzweigen noch getrocknete Minz- oder Basilikumblätter hinzufügen.

Weitere Anwendungsgebiete

Rosmarinöl kann nicht nur auf den Haaren verwendet werden. Es eignet sich auch als Stimmungsaufheller oder Wachmacher. Dazu kann es beispielsweise leicht auf die Schläfen getupft werden. Auch bei Massagen ist Rosmarinöl ein wohltuender Helfer.

Carolin Chytrek
Autor
Mehr zum Thema
1 / 12