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3daysofdesign 2026: 5 Highlights, die Kopenhagen prägen dürften

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Vom 10. bis 12. Juni 2026 zeigt 3daysofdesign, wie vielseitig Kopenhagens Designszene ist. Diese fünf Orte geben schon jetzt einen Vorgeschmack auf das Festival.

Wenn Kopenhagen im Juni zur Designstadt wird, geht es längst nicht mehr nur um neue Möbel. Aus 3daysofdesign ist in wenigen Jahren ein international beachteter Treffpunkt für Interior, Licht, Textilien und nordische Gestaltung geworden. Die Stadt selbst wird dabei zum Teil des Programms. Showrooms, Galerien, historische Gebäude, Ateliers und temporäre Orte öffnen ihre Türen und machen Design dort erlebbar, wo Architektur und Atmosphäre aufeinandertreffen.

Diese fünf Stationen geben einen Vorgeschmack darauf, wie vielfältig das Festival 2026 wird. Sie führen von dänischer Designgeschichte bis zu neuen nordischen Positionen, die zeigen, wie persönlich und materialbewusst Design heute erzählt werden kann.

1. Tekla in der Kunsthal Charlottenborg

Mit »The Heart of Living« setzt Tekla auf ein Thema, das derzeit viele Interiors prägt. Textilien werden nicht nur als funktionale Elemente verstanden, sondern als Träger von Erinnerung und persönlicher Geschichte. Im Zentrum steht die Tradition und Handwerkskunst von Patchwork Quilts. Dass die Ausstellung in der Kunsthal Charlottenborg stattfindet, einem ehemaligen Palast im Herzen Kopenhagens, macht diesen Programmpunkt auch räumlich stark.

2. Louis Poulsen und 100 Jahre System PH

Louis Poulsen widmet seine Präsentation 2026 dem ikonischen Designer und Architekten Poul Henningsen. Im Mittelpunkt steht das 100-jährige Jubiläum von System PH, das die Geschichte des modernen Lichtdesigns bis heute prägt. Am Standort Kuglegården auf Holmen zeigt die Marke Ausstellungen, Talks und ein Programm rund um Henningsens Lichtverständnis. Dazu kommt ein temporäres Café der Kopenhagener Traditionskonditorei La Glace, das dem Besuch eine typisch Kopenhagener Note gibt.

3. Fredericia mit »A Chronicle of Danish Design«

Fredericia gehört zu jenen Stationen, die Designgeschichte greifbar machen. Die Ausstellung »A Chronicle of Danish Design« wurde bereits während der Milan Design Week in der Triennale Milano gezeigt und kommt nun nach Kopenhagen. Im Showroom treffen Klassiker und zeitgenössische Entwürfe aufeinander, darunter Arbeiten von Nanna Ditzel, Cecilie Manz, Mogens Koch, Barber Osgerby und Børge Mogensen. Damit wird die Geschichte dänischer Möbelgestaltung nicht als Rückschau erzählt, sondern als lebendige Erzählung bis in die Gegenwart.

4. St. Leo x Jaime Hayon

Eine der persönlichsten Präsentationen dürfte bei St. Leo zu sehen sein. Für »Jaime, what are you doing?« arbeitet Jaime Hayon mit dem Kopenhagener Interior-Unternehmen zusammen. Der Titel geht auf eine Frage seiner Mutter zurück, die ihn durch sein Leben begleitet hat. Nach ihrem Tod wird daraus eine Ausstellung, die Liebe und Erinnerung in Möbel, Objekte und Raum übersetzt. Damit rückt ein sehr persönlicher Zugang in den Mittelpunkt des Festivalprogramms.

5. Volum 01 bei Other Circle

Mit Volum 01 kommt eine junge norwegische Designperspektive nach Kopenhagen. Die unabhängige Plattform zeigt 15 ausgewählte Arbeiten, kuratiert von Kråkvik & D’Orazio. Im Fokus stehen zeitgenössisches Handwerk, klare Formen und Alltagsobjekte, die mehr können als nur zweckmäßig sein. Das macht Volum 01 zu einer guten Wahl, weil hier nicht die großen Marken im Vordergrund stehen, sondern neue nordische Positionen mit eigenem Ausdruck.

Kopenhagen als Bühne für die nächste Designbewegung

Auch in diesem Jahr dürfte Kopenhagen auf Nähe, Räume mit Charakter und einen direkten Austausch zwischen Marken, Gestalter:innen und Publikum setzen. Von Charlottenborg über Holmen bis Nordhavn zeichnet sich ein Programm ab, das Design nicht nur ausstellt, sondern über Materialbewusstsein und persönliche Erzählung zugänglich macht.

Sebastian Krebitz
Sebastian Krebitz
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