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NYCxDESIGN FESTIVAL 2026: Die 10 besten Highlights aus New York

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Von Lichtkunst am Seaport bis zu Collectible Design im Hotel: Das NYCxDESIGN FESTIVAL 2026 zeigte New York als Bühne für die spannendsten Designideen der Saison.

New York steht noch bis morgen ganz im Zeichen von Interior, Produktdesign, Craft, Public Art und neuen Formen des kuratierten Wohnens. Zum Abschluss des NYCxDESIGN Festivals haben wir Instagram-Postings von Aussteller:innen gesammelt, die in den vergangenen Tagen besonders Eindruck hinterlassen haben. Zwischen Marken, Galerien, Institutionen, Showrooms und urbanen Installationen wurde deutlich, wie vielseitig Design heute gedacht wird.

1. Design Pavilion by Lexus: »Sketch to Street«

Auf dem Times Square machte Lexus den Designprozess selbst zum öffentlichen Ereignis. Unter dem Titel »Sketch to Street« ging es um den Weg von der ersten Idee bis zur realen Form, vom zeichnerischen Entwurf bis zum Automobildesign. Ein neu vorgestellter Lexus IS wurde dabei zur Live-Leinwand des Künstlers Alex Alpert. Ergänzt wurde das Format durch Beiträge aus Mode, Designprozess und urbaner Kreativität. So wurde der Times Square für kurze Zeit nicht nur zur Bühne für Mobilität, sondern auch zum Schauplatz eines öffentlich sichtbaren Gestaltungsprozesses.

2. »SHINE«: Lichtdesign am Seaport

Am Seaport zählte »SHINE« zu den stärksten Ausstellungen des Festivals. Kuratiert von Harry Allen und präsentiert in Partnerschaft mit COOL HUNTING, versammelte die Schau rund 70 originale Lichtobjekte. Die Bandbreite reichte von poetischen Leuchten bis zu experimentellen Objekten zwischen Craft, Technologie und persönlichem Ausdruck. Interessant war der Zugang zur Leuchte als eigenständiges Designobjekt. Licht wurde hier nicht nur als funktionale Ebene verstanden, sondern als Material, Atmosphäre und räumlicher Ausdruck.

3. »Oui Design!« in der Villa Albertine

In der Villa Albertine erhielt französisches Design eine elegante Bühne. »Oui Design!« kehrte 2026 zum vierten Mal zurück und bespielte unter anderem das Payne Whitney Mansion. Die Szenografie kam von Harry Nuriev und Crosby Studios, gezeigt wurden Arbeiten ausgewählter französischer Designerinnen und Designer, viele davon erstmals in den USA. Die Verbindung aus historischer Architektur, zeitgenössischer Gestaltung und französischem Craft machte die Präsentation zu einem der feineren Festivalbeiträge.

4. ICFF + WANTED

Als zentraler Messeanker der New Yorker Design Week brachte die ICFF auch 2026 internationale Marken, junge Studios und Handel zusammen. Im Javits Center trafen etablierte Hersteller auf neue Stimmen, kuratierte Präsentationen und die Plattform WANTED. Mit dem Festivalthema »Common Ground« wurde die Messe zu einem kompakten Überblick darüber, wie breit zeitgenössisches Design heute gedacht wird. Von Möbeln und Licht über Oberflächen bis zu Objektkultur zeigte sich hier, welche Themen den Markt aktuell bewegen.

5. Afternoon Light Design Fair

Bei Afternoon Light zeigte sich Design von seiner zugänglichen, zugleich präzise kuratierten Seite. In einem ehemaligen Büroturm an der 161 Water Street präsentierte die Design Fair mehr als 70 Marken und Studios aus den Bereichen Möbel, Licht, Accessoires und Designobjekte. Der Reiz lag in der Mischung aus etablierten Namen, jungen Positionen und einem urbanen Setting, das Design nicht wie eine klassische Messe wirken ließ, sondern stärker in einen New Yorker Architekturkontext einbettete.

6. MillerKnoll: »High-Touch«

Mit »High-Touch« richtete MillerKnoll den Blick auf zwei prägende Stimmen der amerikanischen Designgeschichte. Die Ausstellung in der New Yorker Galerie des Unternehmens widmete sich Joe D’Urso und Ward Bennett. Im Fokus stand ein Minimalismus, der nicht kühl oder distanziert wirkte, sondern über Material, Maß und handwerkliche Genauigkeit erzählte. Archivmaterial, Möbel und Fotografien verbanden sich zu einer präzisen Schau über zwei Gestalter, deren Arbeit bis heute Einfluss auf Interior und Objektkultur hat.

7. »DUDD LITE« bei The Future Perfect

The Future Perfect setzte in seinem New Yorker Townhouse auf ein Format mit Witz, Sammlerwert und skulpturalem Reiz. »DUDD LITE« zeigte mehr als 120 von Künstler:innen und Designer:innen gestaltete Nachtlichter und machte aus einem alltäglichen Objekt ein Sammlerstück zwischen Humor, Skulptur und Wohnaccessoire. Die Ausstellung funktionierte gut, weil sie ein vertrautes Format neu dachte. Das Nachtlicht wurde hier nicht verniedlicht, sondern als kleines Objekt mit großem Charakter ernst genommen.

8. »Materials of Joy«: Gallery FUMI x Galerie56

Bei »Materials of Joy« standen Material, Handwerk und experimentelle Oberflächen im Mittelpunkt. Gallery FUMI und Galerie56 zeigten Arbeiten von mehr als 15 Künstler:innen und Designer:innen, die zwischen skulpturalem Objekt, Möbel und Materialstudie lagen. Für ein designaffines Publikum war diese Schau spannend, weil sie zeigte, wie stark zeitgenössisches Interior Design von Haptik, Prozess und Unikatcharakter geprägt wird. Glas, Keramik, Metall und Textur wurden nicht bloß eingesetzt, sondern als eigentliche Träger der Gestaltung sichtbar.

9. »The New York Edit« von Design Hotels und Lumens

Im 11 Howard wurde New Yorker Collectible Design in einen Hospitality-Kontext übersetzt. »The New York Edit« zeigte Arbeiten New Yorker Designer:innen und Designer:innen, kuratiert von Simple Flair und präsentiert von Design Hotels und Lumens. Möbel, Licht und Objekte erschienen hier nicht isoliert, sondern als Teil einer räumlichen Erzählung über New Yorks aktuelle Designszene. Überzeugend war der Gedanke, Design nicht nur im White Cube zu zeigen, sondern in einem Hotelumfeld, das Nähe, Nutzung und Atmosphäre stärker zusammenbringt.

10. Roberto Lugo: »Alfarero del Barrio« im Madison Square Park

Im Madison Square Park verband Roberto Lugo Keramik, Popkultur und Stadtraum zu einer der bildstärksten Public-Art-Arbeiten im Festivalumfeld. Der Künstler verbindet keramische Tradition mit puerto-ricanischer Identität und monumentaler Form. Eine rund sechs Meter hohe Urne und ein über vier Meter hoher Hydrant verwandeln den Park in eine offene Erzählung über Herkunft, Sichtbarkeit und öffentlichen Raum. Die Arbeit zeigt, wie Design, Kunst und urbane Orte in New York immer wieder neue Verbindungen eingehen.

New York als Designlabor

Die ausgewählten Instagram-Postings zeigen, was das NYCxDESIGN Festival 2026 in diesem Jahr besonders gemacht hat: Design erschien nicht als abgeschlossene Form, sondern als Beziehung zwischen Objekt, Raum, Herkunft und Nutzung. Vom Showroom bis zur Installation, vom Hotel bis zum Stadtraum entstand ein Bild von Gestaltung, das offen, vielstimmig und nah am Alltag wirkt. New York zeigte damit einmal mehr, wie stark Design wird, wenn es über das einzelne Produkt hinausdenkt.

Sebastian Krebitz
Sebastian Krebitz
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