© Shutterstock

© Shutterstock

Fußball-EM, Taylor Swift und Co. lassen die Hotelpreise kräftig steigen

Das Fußballgroßereignis und Konzerte internationaler Stars sorgen in Städten wie München und Dortmund zum Teil für eine Verdoppelung und Verdreifachung der Übernachtungspreise.

von Alexander Schöpf
18. Juni 2024

Vom 14. Juni bis 14. Juli matchen sich 32 Nationalmannschaften um den Titel des Fußball-Europameisters 2024. Die insgesamt 51 Partien, die in zehn deutschen Städten stattfinden, ziehen entsprechend viele Fans an. Außerdem treten in diesem Sommer unter anderem internationale Musik-Top-Acts wie Taylor Swift und AC/DC in Deutschland auf. Wie eine Untersuchung des Vergleichsportal »Check24« zeigt, hat das eine direkte Auswirkung auf die Hotelpreise in den jeweiligen Städten. Wenig überraschend steigen sie stark an.

Gesalzene Übernachtungspreise

Vom 19. auf den 20. Juni 2024 verdoppeln sich die durchschnittlichen Kosten für eine Unterkunft in München je Nacht und Zimmer nahezu (+94 Prozent) auf 272 Euro1. An diesem Tag sind in der Nähe zur »Allianz Arena« nur noch neun Hotels verfügbar. Im Vergleich zur Woche darauf schlagen die Hotels bis zu 431 Prozent auf den Preis für ein Doppelzimmer auf.

In Dortmund steigen die Kosten für eine Übernachtung an Spieltagen am stärksten. Am 25. Juni zahlen Reisende in Dortmund 371 Euro je Nacht und Zimmer. Das sind 188 Prozent oder 242 Euro mehr als im Monatsdurchschnitt. Im benachbarten Gelsenkirchen (+113 Prozent) liegen die durchschnittlichen Hotelkosten je Nacht und Zimmer am jeweils teuersten Spieltag bei 318 Euro, in Stuttgart (+88 Prozent) bei 221 Euro.

In Berlin und Hamburg steigen die Hotelpreise an den jeweils teuersten Spieltagen weniger stark. Der Monatsdurchschnitt für eine Übernachtung ist jedoch insgesamt bereits vergleichsweise hoch. Reisende zahlen in Berlin im Juni und Juli im Schnitt 144 Euro pro Nacht und Zimmer, am teuersten Tag 195 Euro (+36 Prozent). In Hamburg steigen die Preise von 152 Euro im Schnitt auf bis zu 204 Euro (+34 Prozent).

Der Vergleich macht klug

Taylor Swift tritt im Zuge ihrer »Eras«-Tour in drei deutschen Städten auf. In Hamburg steigen an den Konzerttagen am 23. und 24. Juli 2024 die durchschnittlichen Kosten für eine Hotelunterkunft je Nacht und Zimmer um 19 Prozent auf 180 Euro. Obwohl der Monatsdurchschnitt für Juni und Juli in München mit 140 Euro bereits sehr hoch ist, treiben die Taylor-Swift-Konzerte am 27. und 28. Juli 2024 die Hotelpreise nochmals um 28 Prozent auf 179 pro Nacht und Zimmer nach oben. In Gelsenkirchen steigen die Hotelkosten wegen der Konzerte von Taylor Swift am 17., 18. und 19. Juni 2024 sogar um 119 Prozent auf 326 Euro.

»Aufgrund der hohen Übernachtungskosten ist es in diesem Eventsommer besonders lohnenswert, Anbieter und Preise zu vergleichen«, sagt Markus Gößler, Geschäftsführer Hotel bei »Check24«. »Wer nur einen Städtetrip plant, sollte im Sommer auf Termine ausweichen, an denen keine Großevents stattfinden. Dann sind deutlich mehr Hotels verfügbar und die Preise bezahlbarer.«


1Datenquelle: die täglichen Durchschnittspreise für eine Hotelübernachtung je Nacht und Zimmer in den Städten sowie der Gesamtdurchschnitt für Juni und Juli 2024 je Stadt. Betrachtet wurden die entsprechenden Buchungen für Hotels aller Sternekategorien im CHECK24-Hotelvergleich.

Lesenswert

Landeshauptmann Anton Mattle (li.) und LTH-Geschäftsführer Martin Reiter bedanken sich bei TW-Geschäftsführerin Karin Seiler für ihr Engagement.

© Tiroler Zugspitz Arena / Hetfleisch

Spannung in Tirol: Wer folgt Karin Sailer als Tourismuschef?

Nach vier Jahren an der Spitze der »Tirol Werbung« wird Karin Seiler ihre Funktion nicht verlängern. Die Geschäftsführerin tritt bei der anstehenden Ausschreibung nicht mehr an und will 2027 in die Privatwirtschaft wechseln. Ihre Nachfolge ist offen.

Niederösterreich Werbung - Falstaff PROFI

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Michael Duscher, Geschäftsführer der »Niederösterreich Werbung«, präsentieren die neue Sommerkampagne »Reisen ohne Fernweh«.

© Gerhard Pfeffer

Coolcation und kein Flugärger: Das ist die NÖ-Sommerkampagne für Hotels

Die »Niederösterreich Werbung« setzt im Sommer 2026 auf Urlaub ohne weite Anreise. Die neue Kampagne »Reisen ohne Fernweh« soll kurzfristig zusätzliche Nachfrage generieren und stärkt damit auch Hotels und Gastronomiebetriebe im Bundesland.

Hilton Tapestry Collection Köln - Falstaff PROFI

Direkt neben dem Kölner Dom: Das »Senatshotel« wird zum ersten deutschen Boutique-Hotel der »Tapestry Collection« umgebaut.

© canva.com/Xurzon

Individuell & lokal: »Hilton« bringt »Tapestry Collection« nach Deutschland

Internationale Hotelgruppen suchen zunehmend nach Konzepten, die Markenstärke mit lokalem Charakter verbinden. Genau darauf setzt »Hilton« nun auch in Deutschland.

Karriere Hotellerie - Falstaff PROFI

Karriere starten: Die Ausbildung an der Rezeption beginnt im »Forsthofgut« direkt am Gast.

© Patrick Langwallner

Da machst du Karriere! Top-Chancen für Junge in der Hotellerie und Gastro

Die Karrierechancen in der Branche stehen aktuell ­hervorragend. Wo man am meisten für den ­Lebensweg profitiert, haben wir bei Top-Ausbildungs­betrieben eruiert.

Prodinger - Falstaff PROFI

Die Geschäftsführer der »Prodinger Tourismusberatung« Thomas Reisenzahn (links) und Marco Rieder (rechts) eröffnen den »Alpine Hospitality Summit« in Kitzbühel.

© Prodinger Tourismusberatung

Zimmerpreis erhöhen reicht nicht mehr – die Zukunft der alpinen Hotellerie

Beim »Alpine Hospitality Summit« diskutierte die Branche über steigende Kosten, neue Finanzierungsmodelle und die Zukunft alpiner Hotellerie. Gleichzeitig zeigten junge Gastgeber und Quereinsteiger, wie sich Tourismuskonzepte aktuell verändern.

Fuschlsee - Falstaff PROFI

Seenlandschaft und die hohe Lebensqualität – die Stärken der Region werden weiterentwickelt.

© shutterstock/Wirestock Creators

Fuschlseeregion setzt mit »Strategie 2030« auf Qualität und nachhaltige Entwicklung

Die Fuschlseeregion richtet ihre touristische Entwicklung bis 2030 neu aus. Im Fokus der neuen Strategie stehen stärkere Positionierung, ganzjährige Angebotsentwicklung und engere Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Tourismusorganisation.

Meist gelesen

Falstaff PROFI 2602

© canva.com

Krise? Kreativität! 20 Wege zu mehr Umsatz im neuen Falstaff PROFI

Der Druck in der Gastronomie steigt, doch Stillstand ist keine Option – und nicht alle blasen Trübsal. In der neuen Ausgabe von Falstaff PROFI lesen Sie, wie Betriebe mit frischen Ideen ihre Gäste begeistern und den Umsatz ankurbeln.

Tegernsee Kneipe 80 - Falstaff PROFI

Am idyllischen Tegernsee gibt's bald einen »Kiosk 80« im Freibad.

© canva.com/FooTToo

»Kneipe 80« wächst weiter: Neue Standorte am Tegernsee und in Augsburg

Das Retro-Konzept »Kneipe 80« setzt seine Expansion fort und erschließt neue Standorte in Bayern. Dabei zeigt sich: Wachstum funktioniert auch ohne klassisches Franchise, stattdessen über Netzwerk und flexible Formate.

Interne Entwicklung - Falstaff PROFI

Aus den eigenen Reihen entwickeln, statt neu suchen: Interne Qualifizierung zahlt sich aus.

© shutterstock.com/VesnaArt

Interne Diamant-Suche: So entwickeln Sie Ihre eigenen Mitarbeiter mit System

Schulen Sie bestens mit Ihrem Haus vertraute Mitarbeiter doch für neue Aufgaben, statt Personal zu suchen! Wie nachhaltiges Talent-Management und interne Weiterbildung funktionieren können, zeigen Beispiele aus der Praxis.

Interne Kommunikation Tourismus - Falstaff PROFI

Hunderte Mitarbeiter, mehrere Sprachen: Mit digitalen Helfern gelingt die Kommunikation trotzdem.

© canva.com/Syda Productions

Vom Aushang zur App: Neue Wege in der Mitarbeiterkommunikation im Tourismus

Schichtarbeit, Sprachbarrieren und fehlender Zugang zu digitalen Tools erschweren in vielen Tourismusbetrieben den Informationsfluss. Doch interne Kommunikation kann dennoch funktionieren – und wird zunehmend zum Wettbewerbsfaktor.

Tirol Hotel-Investmentmarkt - Falstaff PROFI

Der größte Teil der Hotel-Deals entfiel auch 2025 auf das Bundeland Tirol.

© canva.com/manfredxy

Hotel-Investmentmarkt Österreich: Deutlich weniger Deals, dafür größere

Der österreichische Markt hat 2025 an Tempo verloren: Sowohl das Transaktionsvolumen als auch die Anzahl der Deals sind spürbar zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Investments größer und die Entscheidungen selektiver.

HLF Krems 50 Jahre - Falstaff PROFI

Im Kulinarik-Einsatz (v.l.): Sebastian Slavicek (»Friendly Ghost Boutique Catering«) und Stephan Adamcsak.

© Robert Herbst

Das größte Klassentreffen Österreichs: HLF Krems feiert 50 Jahre

Mehr als 500 Absolventen kamen zum runden Jubiläum zusammen. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand die Rolle der niederösterreichischen Tourismusschule als Kaderschmiede für Gastronomie und Tourismus.

Der Newsletter für echte Profis

Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!