Das neue »Balance«-Glas von »Zalto«. © Zalto Glas
von Alexandra Gorsche
21. September 2024
»Zalto«, bekannt für seine ikonische »Denk’Art«-Serie, bringt 20 Jahre nach deren Markteinführung ein neues Glas auf den Markt: das »Balance«. Dieses Glas wurde speziell für strukturbetonte Weine entwickelt, die durch moderne Vinifikationsmethoden wie Maischegärung, oxidative Verarbeitung oder langes Hefelager geprägt sind. Im Gegensatz zu traditionellen Weingläsern steht hier nicht die Rebsorte, sondern die Struktur des Weins im Vordergrund.
Charakteristischer Knick
Pfarrer Hans Denk, der geistige Vater der »Denk’Art«-Serie, hatte 2004 das Konzept eines »Funktionsglases« vorgestellt, das den Wein unverfälscht zur Geltung bringen sollte. Das neue »Balance«-Glas führt diese Idee weiter und bietet eine Plattform, die Phenolik und Gerbstoffe harmonisch in den Vordergrund stellt, ohne den Charakter des Weins zu beeinflussen.

Die Entwicklung des »Balance« basiert auf intensiven Verkostungen und enger Zusammenarbeit mit Sommeliers und Winzern. Die Form des Glases – etwas kleiner als die bekannten Bordeaux- und Burgunder-Modelle der »Denk’Art«-Serie – wurde unter der Leitung von Christoph und Michael Hinterleitner perfektioniert. Der charakteristische Knick ist dabei stärker betont, während die Seitenwände kürzer sind. Diese neue Form wurde als ideal empfunden, um die Feinheiten von strukturbetonten Weißweinen, Ganztraubenvergorenen Rotweinen und komplexen Schaumweinen optimal zur Geltung zu bringen.
Das Erbe von Pfarrer Hans Denk und die handwerkliche Perfektion
Pfarrer Denk entdeckte in seinen letzten Lebensjahren eine besondere Leidenschaft für weniger fruchtbetonte, komplex strukturierte Weine mit phenolischen Noten. Auch wenn er die Entwicklung des »Balance«-Glases nicht mehr selbst leiten konnte – er verstarb 2019 – trägt dieses Glas seine Vision weiter. Es soll vor allem Weine unterstützen, die durch moderne Herstellungsverfahren geprägt sind.

Wie alle Gläser von »Zalto« wird auch das »Balance« mundgeblasen. Diese traditionelle Herstellungsmethode hat für »Zalto« oberste Priorität, da die mikroskopisch raue Oberfläche eines handgeblasenen Glases die Aromen eines Weins intensiver zur Geltung bringt. »Komplexe Weine verlangen nach einem mundgeblasenen Glas«, betont Christoph Hinterleitner. Auch wenn die Produktion aufwendig ist und kunstfertige Glasbläser erfordert, sieht das Unternehmen keine Alternative zur handwerklichen Fertigung. »Der Qualitätsunterschied ist eindeutig«, sagt »Zalto«-Mitbegründer Josef Karner.
Die nächste Generation führt das Erbe weiter
Die Leitung des Unternehmens liegt inzwischen in den Händen der Brüder Christoph und Michael Hinterleitner, die kürzlich die Anteile ihres Vaters Martin übernommen haben. Mit dem neuen »Balance«-Glas führen sie das Erbe von Hans Denk und ihrem Vater weiter und zollen der Entwicklung neuer Weinstile Tribut.
Die Erfolgsgeschichte der »Denk’Art«-Serie begann im kleinen Dorf Albrechtsberg im Waldviertel. Dort entwickelte Hans Denk die Idee eines Weinglases, das den Wein in seiner reinsten Form präsentiert. Heute wird »Zalto Denk’Art« in über 80 Ländern verkauft und in zahlreichen Spitzenrestaurants weltweit verwendet. So setzen beispielsweise 20 der 27 französischen Drei-Sterne-Restaurants auf die Gläser von «Zalto«.
Das neue »Balance«-Glas ist ab dem 23. September 2024 für 47,90 Euro im Handel erhältlich.
Technische Daten und Empfehlungen
Das »Balance«-Glas hat ein Volumen von 590 Milliliter, eine Höhe von 195 Millimeter und einen Durchmesser von 113 Millimeter Es eignet sich besonders für Weine, die durch Holzfasslagerung, Maischegärung oder langes Hefelager geprägt sind. Empfohlen wird es unter anderem für holzbetonte Chardonnays, maischevergorene Weißweine, ganztraubenvergorene Rotweine sowie komplexe Schaumweine.
»Zalto« hat mit »Balance« einmal mehr gezeigt, dass höchste handwerkliche Qualität und tiefes Verständnis für den Wein den Unterschied machen.
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