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Anders buchen: Nachhaltige Alternativen zu »Airbnb«

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»Airbnb« hat das Reisen verändert: persönlicher und für viele erstmals erschwinglich. Doch der Erfolg hat Schattenseiten – in zahlreichen Städten gilt die Plattform als Treiber des Overtourism. Eine neue Generation von Buchungsplattformen setzt nun auf Nachhaltigkeit und soziale Projekte.

Des einen Reisefreude ist des anderen Leid: Beliebte Städte wie Barcelona, Paris oder New York sind stark vom Massentourismus betroffen. Buchungsplattformen wie »Airbnb« oder »Booking.com« verschärfen, so die gängige Kritik, die Wohnungskrise – die steigenden Zahlen an Vermietungen führten zu knappen und teurem Wohnraum für die Einheimischen. Alternative Buchungsplattformen sind dabei, sich zu etablieren – und schaffen ein nachhaltiges Angebot.

Faire Buchungsplattformen als Alternative

»Fairbnb«

Der gebürtige Venezianer Emanuele Dal Carlo wollte nicht länger zusehen, wie sich seine Stadt über die Jahre negativ veränderte. Als seine Nachbarn nach und nach durch Fremde ersetzt wurden, gründete er 2014 »Fairbnb«, um dem Overtourism entgegenzuwirken. Die Plattform leitet die Hälfte der Vermittlungsgebühren an lokale soziale Projekte weiter. Der Fokus liegt auf nachhaltigem, verantwortungsvollem Tourismus, von dem sowohl Reisende als auch die lokale Gemeinschaft profitieren. »Fairbnb«-Unterkünfte gibt es derzeit in Portugal, Italien, Spanien, auf den Kanarischen Inseln, Frankreich, Belgien und Großbritannien. Das Portfolio in Städten wie Wien, München, Berlin und Amsterdam ist noch im Aufbau.

»Ecobnb«

Ebenfalls in Italien geboren ist die Plattform »Ecobnb«. Ziel der Gründer ist es, die Umweltauswirkungen von Reisen zu reduzieren und Unterkünfte zu fördern, die Nachhaltigkeit aktiv umsetzen. Auf dem Portal finden sich vielfältige Angebote, darunter Baumhäuser und Glampingplätze inmitten der Natur, Aufenthalte auf Biobauernhöfen, emissionsfreie Berghütten sowie Öko-Hotels. Unterkünfte in 55 Ländern setzen auf erneuerbare Energien, verwenden lokale Zutaten beim Kochen und verfolgen Maßnahmen zur Abfallreduzierung. Jedes Angebot wird anhand von zehn Nachhaltigkeitskriterien bewertet und für jede Buchung wird ein Baum gepflanzt.

© Naturhäuschen unter dem Namen Natuurhuisje B.V. handelnd
»Naturhäuschen«

»Naturhäuschen«, ein niederländisches Familienunternehmen, vermittelt individuelle Ferienunterkünfte abseits großer Buchungsportale. Das Angebot reicht von Baumhäusern über Tiny Houses bis hin zu Jurten in verschiedenen Regionen Europas. Ziel der Initiative ist es, die Natur durch Natururlaub zu schützen. Fünf Prozent des Umsatzes fließen direkt in Projekte und Partnerschaften, die der heimischen Artenvielfalt zugutekommen. Meilensteine und Umsetzung der Projekte werden in der jährlichen Impact Review vorgestellt.

»Socialbnb«

Die deutsche Plattform »Socialbnb« bietet Unterkünfte in 45 Ländern, die von lokalen NGOs betrieben werden, statt von privaten Vermietern oder Unternehmen. Buchungen unterstützen direkt gemeinnützige Projekte, etwa den Bau von Schulen oder den Schutz von Tieren. Darüber hinaus ermöglichen einige Unterkünfte aktive Beteiligung vor Ort, zum Beispiel durch Teilnahme an Walforschungsexpeditionen oder Einblicke in nachhaltige Landwirtschaft. Auf diese Weise wird der Aufenthalt zu einem erlebnisreichen Beitrag mit gesellschaftlichem Mehrwert.


Travel-Redaktion
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