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Ist dieser Anblick sein Geld wert?

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© Shutterstock

La Carissima: Venedig erhebt Eintrittsgeld an weiteren Tagen im Jahr

Venedig
Italien

Viel zu lachen haben Besucher der »Serenissima«, der sprichwörtlich heitersten Stadt Italiens, bald nicht mehr: Venedig will künftig an mehr Tagen im Jahr Eintritt verlangen.

Venedig zieht die Zügel beim Massentourismus weiter an: Ab dem kommenden Jahr müssen Besucher an noch mehr Tagen eine Eintrittsgebühr entrichten. Damit setzt die Stadt ihr umstrittenes Experiment fort – und dehnt es weiter aus.

Eintrittsgeld an mehr Tagen im Jahr

Wie die Stadtverwaltung kürzlich bekannt gegeben hat, soll der Zugangsbeitrag, der sogenannte »contributo di accesso«, im kommenden Jahr an insgesamt 60 Tagen erhoben werden – vom 3. April bis zum 26. Juli 2026. Damit geht das System, das 2024 erstmals eingeführt wurde, in seine dritte Saison.
Während es im ersten Jahr 29 gebührenpflichtige Tage gab und 2025 bereits 54, steigt die Zahl nun erneut an. Die genaue Höhe der Abgabe für 2026 steht zwar noch nicht fest, doch Beobachter rechnen mit einem höheren Preis als bisher.

In diesem Jahr mussten Kurzbesucher je nach Andrang zwischen fünf und 10 Euro zahlen, um für einige Stunden durch die Gassen rund um Markusplatz und Rialtobrücke zu schlendern. Wer in Venedig übernachtet, bleibt weiterhin von der Tagesgebühr befreit, zahlt jedoch wie bisher die reguläre Tourismussteuer.

Millionen-Einnahmen – trotz Umgehungsversuchen

Laut Stadtverwaltung haben sich im laufenden Jahr rund 720.000 Tagestouristen offiziell registriert. Dadurch flossen etwa 5,4 Millionen Euro in die Kasse der Kommune. Allerdings umgehen nach wie vor viele Besucher die Gebühr, weshalb das System offiziell noch als Testphase gilt.

Ziel der Regelung ist es, den Besucherandrang zu steuern und die Lebensqualität der Einwohner zu verbessern. In der Altstadt leben heute weniger als 50.000 Menschenweniger, als es Hotelbetten gibt.

Kritik: Touristen kommen trotzdem zu Hauf

Trotz der Einnahmen bleibt die Maßnahme umstritten. Kritiker bezweifeln, dass das Eintrittsticket tatsächlich für Entlastung sorgt. Schließlich ist die Stadt ohnehin kostspielig – ein Cappuccino auf dem Markusplatz kostet gerne bis zu 17 Euro.


Travel-Redaktion
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