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© RTLZWEI / Niklas Niessner

Côte d’Azur: Droht dem Hotel der Geissens die Zwangsversteigerung?

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Frankreich

Das Luxushotel der Geissens an der Côte d’Azur steht unter finanziellem Druck. Wegen millionenschwerer Steuernachforderungen droht eine Zwangsversteigerung – Robert Geiss will das nicht hinnehmen.

Das von Robert und Carmen Geiss betriebene Hotel »Maison Prestige Roberto Geissini« in Grimaud nahe Saint-Tropez steht unter finanziellem Druck. Französische Steuerbehörden fordern offenbar mehrere Millionen Euro an Nachzahlungen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte das Anwesen bereits Ende April unter den Hammer kommen.

Wie verschiedene Medien berichten, verlangen die französischen Behörden bis zu sieben Millionen Euro an Steuernachzahlungen für den Zeitraum von 2010 bis 2022. Streitpunkt sind offenbar Steuervorteile, die die Familie Geiss beim Kauf des Anwesens 2008 genutzt haben soll. Das Gelände wurde 2015 zu einem Luxushotel umgebaut und umfasst vier Villen mit 16 Zimmern, mehrere Pools und exklusive Suiten. Die luxuriöse »Monaco Suite«, ausgestattet mit eigenem Klavier und direktem Poolzugang, kostet ab 500 Euro pro Nacht, Standardzimmer beginnen bei 175 Euro pro Nacht.

Robert Geiss wehrt sich gegen die Vorwürfe

Die Steuerforderung hat weitreichende Konsequenzen: Die französischen Behörden haben eine Zwangsversteigerung für den 25. April angesetzt, mit einem Startgebot von 1,5 Millionen Euro – eine Summe, die weit unter dem Marktwert des Anwesens liegt. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist allerdings unklar, denn Robert Geiss hat rechtliche Schritte eingeleitet.

In einem Statement gegenüber der BILD-Zeitung wies Robert Geiss die Forderungen als überzogen zurück: »Wie viele andere Grundstücksbesitzer in Frankreich sind auch wir von überzogenen Forderungen der französischen Behörden betroffen und kämpfen seit Jahren für unser Recht.« Laut Geiss betreffen die Forderungen eine luxemburgische Immobiliengesellschaft, nicht das Hotel selbst. Er hat Berufung gegen die Versteigerung eingelegt und zeigt sich zuversichtlich, das Verfahren zu stoppen.

Trotz der drohenden Versteigerung zeigt sich das »Maison Prestige Roberto Geissini« auf Social Media unbeeindruckt. Erst kürzlich wurde auf dem Instagram-Account des Hotels der Saisonstart mit Champagner gefeiert. Ob der Hotelbetrieb langfristig davon betroffen sein wird, bleibt jedoch abzuwarten.


 

Redaktion
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