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Schloss Vaduz in Liechtenstein

Schloss Vaduz in Liechtenstein
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Es gibt sie noch: 10 Europäische Länder ohne Touristenmassen

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Europa

Wer dem Trubel von Reisegruppen mit Schirmen und Lautsprechern entkommen und trotzdem in Europa Urlaub machen möchte, der findet in einer Eurostat-Auswertung Orientierung: Sie zeigt die am wenigsten besuchten europäischen Urlaubsziele. Falstaff TRAVEL stellt die 10 Länder vor, die nicht vom Tourismus überschwemmt sind.

Überfüllte Hotspots, lange Schlangen, überteuerte Restaurants und genervte Einheimische sind oft Folgen des Massentourismus. Viele europäische Länder wie Italien, Spanien, Frankreich oder Griechenland können davon ein (trauriges) Lied singen. Laut einer aktuellen Auswertung des Reiseportal »Rivieratravel« auf Basis von Erhebungen von Eurostat ist Urlaub in Europa auch abseits der Massen möglich. Falstaff TRAVEL stellt die 10 reisewerten Urlaubsziele vor, in denen wenige Tourist:innen nächtigen.

Der Bericht basiert auf der erhobenen Anzahl an Übernachtungen im Jahr 2024 – die Zahlen zum Jahr 2025 liegen noch nicht vor. Daraus gehen ganz klar Länder hervor, die in den vergangenen Jahren wenig touristisch ausgelastet waren. Zum Vergleich: Ein beliebtes Urlaubsland wie Griechenland verzeichnete im Jahr 2024 rund 505 Millionen Übernachtungen, das am wenigsten frequentierte Reiseziel knapp 230.000.

Die Länder punkten allesamt mit kulturellen Highlights, einer spannenden Kulinarik-Szene oder traumhafter Natur. Zeit, sie genauer vorzustellen.

Das sind die 10 Ziele in Europa, abseits des Massentourismus

Platz 10: Serbien (mit 12,66 Millionen Übernachtungen)

Serbien avanciert immer mehr zum Hotspot für Weinliebhaber:innen. Mit großem Engagement und beeindruckender Dynamik setzen Winzer:innen des Balkanstaats auf Qualität und Vielfalt. Die serbische Hauptstadt Belgrad hat sich zudem zur pulsierenden Party-Metropole gemausert und rückt in den Fokus von Nachtschwärmern. Kaum eine andere Metropole kann mit der elektrisierenden Energie mithalten, die Belgrad nach Sonnenuntergang versprüht – ob in Clubs auf alten Donau-Schiffen, in Bars mit Livemusik oder auf spontanen Straßenpartys bis in die Morgenstunden.

Platz 9: Malta (11,32 Millionen Übernachtungen)

Malta, zusammen mit den Nachbarinseln Gozo und Comino, zählt zu den unentdeckten Juwelen im Mittelmeer. Doch die Inseln punkten längst nicht nur mit Natur und Charme: Malta erobert auch die Gaumen von Genussreisenden. Die maltesische Küche ist so vielfältig wie die 7000-jährige Geschichte des Landes. Frischer Fisch wie Barsch, Schwertfisch, Thunfisch oder Oktopus trifft auf regionale Produkte, aromatische Kräuter und hochwertiges Olivenöl. Gleich fünf Restaurants wurden mit Michelin-Sternen ausgezeichnet, darunter das »Under Grain«, »Noni« und »ION – The Harbour« in Valletta, das »De Mondion« in Mdina und das »Bahia« in Balzan. Besonders im Frühling und zu Pfingsten lockt Malta mit warmen Temperaturen und türkisblauem Wasser.

Platz 8: Litauen (8,64 Millionen Übernachtungen)

Litauen und die Hauptstadt Vilnius sind nicht zuletzt aufgrund ihrer aufstrebenden Kulinarik-Szene einen Besuch wert: Nicht nur in der Hauptstadt Vilnius sprießen Restaurants auf Top-Level aus dem Boden. Im kleinen Fischerhafen von »Ventes Ragas« kann man beispielsweise im eigenen Boot segeln, in einer Strandhütte aus dem 19. Jahrhundert übernachten und im Restaurant die traditionelle Küstenfischerei kennenlernen. Oder man besucht die imposante »Senatoria Pasaža« in der Altstadt von Vilnius, wo ein Viertel der Geschäfte und Restaurants nachhaltig produzierte Lebensmittel und Getränke anbietet. Eine Perle unter ihnen ist das beste Restaurant Litauens – »Nineteen18«.

Platz 7: Albanien (7,44 Millionen Übernachtungen)

Albanien hat sich in den letzten Jahren von einem Geheimtipp zu einer spannenden Alternative zu klassischen Mittelmeerdestinationen entwickelt. Das Land bietet wilde Berge, tiefe Täler, charmante Küstenorte und eine beeindruckende Gastfreundschaft. Ein Falstaff TRAVEL Geheimtipp: In der Nähe der urigen osmanischen Steinbogenbrücke Katiu sprudeln in Bënjë acht natürlich warme Quellen direkt im Fluss Lengarica. Eingebettet in die wunderschöne Natur Albaniens – in der Nähe von Përmet, der »Stadt der Rosen« – lernt man das Land von seiner entspanntesten Seite kennen. Tirana, die lebendige Hauptstadt Albaniens, ist eine Stadt im Wandel, die durch ihre bunte Mischung aus Kultur, Geschichte und moderner Energie beeindruckt. Blloku, einst ein abgesperrtes Viertel für die politische Elite, ist heute das Herz des Nachtlebens mit zahlreichen Bars, Restaurants und Clubs.

Platz 6: Estland (6,64 Millionen Übernachtungen)

Estland punktet mit vielen Naturschönheiten. Aber auch Städtereisende verlieben sich in der Regel schnell in die Destination. Immerhin ist deren Hauptstadt Tallinn mehr als sehenswert: Enge Gassen, charmantes Kopfsteinpflaster und mittelalterliche Stadtmauern sind beliebte Fotomotive. Nun folgen den Naturliebhabern und Sightseeing-Begeisterten auch Gourmets in die faszinierende Stadt an der Ostsee. Als Geheimtipp für Foodies zählt sie unter anderem wegen ihrer ungewöhnlichen Restaurant-Konzepte.

RESTAURANTGUIDE ESTLAND 2025

Platz 5: Montenegro (5,2 Millionen Übernachtungen)

Lange unterschätzt, mausert sich Montenegro an der Adria zu einer der spannendsten Urlaubsdestinationen Europas. Die Natur Montenegros überrascht mit Vielfalt: türkisblaues Wasser, smaragdgrüne Seen, dichte Wälder wie Biogradska Gora und imposante Bergwelten laden zu Wanderungen, Ausflügen und Erkundungen ein. Wer sich eine Auszeit am Strand gönnt, findet in Buchten und exklusiven Resorts den perfekten Ort zum Entspannen – inklusive lebhafter Beachclubs für Sonnenhungrige. Montenegro ist auch ein Genussziel: Frische, regionale Produkte und mediterrane Spezialitäten stehen in Restaurants wie »Stari Mlini« oder »Catovica Mlini« im Mittelpunkt.

Platz 4: Lettland (4,69 Millionen Übernachtungen)

Nicht zuletzt die lettische Hauptstadt Riga, die auch die »Perle des Baltikums« genannt wird, ist einen Besuch wert. Hier hat sich in den vergangenen Jahren eine spannende Fine-Dining-Szene entwickelt. Mit »Vincents Restorāns« brachte Mārtiņš Rītiņš in den 1990ern exzellente Gourmetküche nach Riga. Jenseits des osteuropäischen Braten-Kraut-Klischees setzen Köche auf regionale Zutaten und schauen für Inspirationen gern nach Skandinavien – und in die Natur. Abseits der Stadt finden Reisende in Lettland auch jede Menge Natur, ruhige Ostsee-Strände und sehenswerte Wandergebiete wie den Nationalpark Ķemeri.

Insel St. Georg bei Perast, Montenegro
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Insel St. Georg bei Perast, Montenegro

Platz 3: Luxemburg (3,68 Millionen Übernachtungen)

Luxemburg ist ein unterschätztes Juwel Europas. Der Stadtstaat überzeugt mit sauberer Infrastruktur, Dreisprachigkeit und kurzen Wegen – perfekt für ein verlängertes Wochenende. Kulinarisch hat das Großherzogtum einiges zu bieten: Vom traditionellen »Feierstengszalot« über exquisite Pralinen im House of Chocolate bis zu gehobener französischer Küche im Zwei-Sterne-Restaurant »Ma langue sourit« ist alles dabei. Auch Kulturfans kommen auf ihre Kosten: Die Altstadt mit dem Großherzoglichen Palast, dem Bockfelsen und der Kathedrale lädt zu Spaziergängen ein, während das moderne Kirchberg-Viertel mit Museen wie dem »Mudam« punktet.

Platz 2: Nordmazedonien (2,18 Millionen Übernachtungen)

Nordmazedonien ist vor allem für die Stadt Ohrid bekannt – ein UNESCO-Welterbe am gleichnamigen See, das mit historischen Kirchen und einer spektakulären Kulisse begeistert. Auch die Hauptstadt Skopje lohnt einen Besuch: Hier treffen traditionelle Bauwerke auf moderne Architektur. Wer Kultur, Balkan-Flair und entspannte Urlaubstage ohne Warteschlangen oder Reisebusse sucht, findet in Nordmazedonien ideale Bedingungen.

Platz 1: Liechtenstein (228.579 Übernachtungen)

Skifahren auf über 2000 Metern, Wandern bei perfektem Sommerwetter – eigentlich ideale Voraussetzungen für Tourist:innen. Und doch bleibt Liechtenstein vom Massentourismus verschont. Mit 160,5 Quadratkilometern ist der Alpenzwerg zwar nicht der kleinste Staat Europas, zieht aber deutlich weniger Besucher:innen an als etwa Monaco oder San Marino. Der Grund: Tourismus spielt hier nur eine geringe Rolle. Es gibt lediglich 33 Hotels, 63 Ferienwohnungen, zwei Campingplätze und eine Jugendherberge – insgesamt rund 1.357 Betten. Wer sich dennoch auf den Weg macht, wird belohnt: Wintersportler:innen genießen die Pisten in Malbun, Wanderer:innen unberührte Pfade und Panoramen. Über Vaduz thront das Schloss Vaduz, Wahrzeichen und Regierungssitz, und Weinliebhaber:innen können mehr als 100 Winzer:innen entdecken. Wer Ruhe, alpine Idylle und ein wenig Exklusivität sucht, findet in Liechtenstein einen echten Geheimtipp mitten in Europa.


Travel-Redaktion
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