Kölner Dom will Eintrittsgebühr erheben
Ab Mitte des Jahres 2026 soll es soweit sein: Dann zahlen touristische Besucher:innen ein Eintrittsgeld für den Kölner Dom. Mit den Geldern will sich die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands ihre Finanzierung langfristig sichern.
Am Kölner Dom wird über eine Eintrittsgebühr für Tourist:innen nachgedacht. Ziel ist es, die Finanzierung der Kathedrale langfristig abzusichern. Betende sind von der Gebührenpflicht ausgenommen.
Laut Dompropst Guido Assmann könnte eine entsprechende Regelung in der zweiten Jahreshälfte 2026 eingeführt werden, wie mehrere Medien berichten. Derzeit wird geprüft, wie ein solches Modell praktisch umgesetzt werden könnte; über die Höhe eines möglichen Eintrittspreises ist noch nicht entschieden.
Eintritt könnte zwischen zwölf und 14 Euro kosten
Es gibt jedoch Spekulationen, dieser könnte zwischen zwölf und 14 Euro betragen, wie unter anderem der Tagesspiegel eine Insiderin zitiert. Der Zugang zu Gottesdiensten sowie für Besucher:innen, die im Dom beten möchten, soll weiterhin kostenfrei bleiben.
Hintergrund der Überlegungen ist eine wachsende Finanzierungslücke. 2024 beliefen sich die Ausgaben für Betrieb und Erhalt des Doms auf rund 14,2 Millionen Euro, während die Einnahmen bei etwa 14 Millionen Euro lagen – ein Defizit, das künftig ausgeglichen werden soll.
Deutsche Kirchen traditionell frei zugänglich
Der Kölner Dom zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und zieht jährlich rund sechs Millionen Besucher:innen an. Kirchen sind in Deutschland traditionell frei zugänglich, für zusätzliche Angebote wie Turmaufstiege oder Schatzkammern wird jedoch vielerorts bereits Eintritt verlangt.
Viele andere Bistümer stehen ebenfalls unter Kostendruck, um die architektonisch wertvollen – und daher oft kostenintensiven – Kirchen zu erhalten. Vorerst wollen die meisten jedoch keine Eintrittsgelder verlangen, solange es geht.