Zum Inhalt springen
© ZIGA INTIHAR

Legendary Moments by BMW: Geht es hier wirklich noch um Autos?

Automobil
Luxus
Reise
Event

Es geht längst nicht mehr nur um Pferdestärken und Fahrdynamik. Wer zur obersten Kundenschicht von BMW zählt, wird nicht einfach zu einer Testfahrt eingeladen – sondern zu einer Inszenierung des guten Lebens – und legendärer Momente.

BMW nennt sie »Legendary Moments«. Die Reise, die die Automobilmarke Mitte Mai in Kroatien für ihre Top-Klientel kuratiert, verspricht nämlich genau das: nicht bloß ein Fahrerlebnis, sondern ein Lebensgefühl. Doch an der Adria geht es um weit mehr, als nur die neuesten Modelle luxuriös in Szene zu setzen. Vielmehr ist es ein Statement. Ein emotional aufgeladenes Bekenntnis zur Zukunft des Premiumsegments – das sich längst von technischen Datenblättern verabschiedet hat.

Die drei Eventtage unter dem Motto »Legendary Moments« zeigen eindrücklich, worauf es heute wirklich ankommt – und worauf eben nicht mehr. Es geht nicht mehr um Verkaufszahlen oder Modellgenerationen. Es geht um Emotion. Um Exklusivität. Um das Versprechen von Momenten, die im Gedächtnis bleiben. Dabei spielt auch ein Aspekt eine zentrale Rolle, der in der Welt des High-End-Luxus entscheidend ist: das Unverfügbare. Dinge, die man selbst mit Geld nur schwer – oder gar nicht – kaufen kann.

Was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Event in Istrien erwartet, lässt sich zwar in einem Wort zusammenfassen: Luxus. Doch was bedeutet das heute eigentlich noch? Für Marcus Syring, derzeit Head of BMW Alpina Design und bis 2022 verantwortlich für BMW M Design, ist die Antwort so individuell wie international verschieden. »Luxus bedeutet für mich, Zeit und Raum zu haben – beides eine Seltenheit in unserem Beruf«, erklärt er. »Luxus ist oft rar, kostspielig und manchmal auch extravagant. Ein Auto ist heute längst mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Es geht um ein ganzheitliches Fahrerlebnis.« Und genau das sollen die Gäste spüren.

Von 007 bis zur autonomen Realität

Filmreif tauchen sie gleich zu Beginn in die Zukunft ein – doch nicht ohne einen Abstecher in einen legendären Moment der Vergangenheit zu machen. Im Zentrum: Der legendäre BMW 750iL aus dem James-Bond-Film Der Morgen stirbt nie. Damals steuerte 007 sein Fahrzeug per Controller, vom Rücksitz – eine kühne Hollywood-Fiktion.

28 Jahre später wurde das Originalfahrzeug der Dreharbeiten nach Istrien gebracht – um den Moment einzigartig erlebbar zu machen. Die Illusion des autonomen Fahrens war damals ein Trick – der Stuntfahrer lag im Kofferraum, der Wagen wurde über ein altes PC-Monitor-Setup gelenkt. Aber genau dieser Trick hat die Ingenieure angespornt.

Aus der Vision wurde Realität: Das neue BMW 7er-Modell parkt heute per Smartphone ein, lenkt, wendet – sogar unterirdisch, ganz ohne GPS. Türen öffnen sich automatisch, Fahrmanöver werden gespeichert und wiederholt, als wäre es das Natürlichste der Welt. James Bond würde staunen – und begeistert einsteigen.

Stil ohne Tempolimit

Das will erlebt werden – nicht auf einem Parkplatz, sondern auf offener Strecke. Dafür sperrt BMW kurzerhand einen Abschnitt der Autobahn. Nur für die geladenen Gäste. Hier dürfen die rund 660 PS des Topmodells i7 M70 xDrive ihre Kraft entfalten – ohne Tempolimit, aber mit Stil.

Ziel der Fahrt ist das »Meneghetti Wine Hotel & Winery«, ein Relais & Châteaux-Hideaway zwischen Pula und Rovinj. Mitten in Olivenhainen und Weinreben serviert Küchenchef Damir Pejčinović Gerichte aus eigenem Anbau. Trüffelpasta trifft auf vier hauseigene Olivenöle – Istrien im Mai ist ein Fest der Aromen. Doch viel Zeit zum Genießen bleibt kaum.

Schon wartet der nächste BMW: der XM. Mit 653 PS und elektrifiziertem Antrieb ist der Power-SUV mehr als ein Statement auf vier Rädern – es beweist, dass Performance und Luxus längst keine Gegensätze mehr sind.

Doch der eigentliche Höhepunkt folgt am Abend: Mit dem Helikopter geht es zum Sonnenuntergang ins Weingut Saints Hills. Adriablick, Akrobatik, Live-Musik – ein Erlebnis, das sich weniger an klassischen Präsentationen orientiert als an großen Gefühlen. Legendary eben.

 

Driften statt Digestif

Am letzten Tag schaltet BMW um – aber nicht runter. Mit Speedbooten geht es hinaus aufs Wasser, vorbei an der malerischen Altstadt von Rovinj zum Lim-Fjord. Elf Kilometer lang schlängelt sich einer der südlichsten Fjorde Europas ins Landesinnere. Das einzigartige Zusammentreffen von Meer- und Süßwasser schafft beste Bedingungen für Muscheln und Austern. Doch auf die Gäste wartet ein anderes, weiteres Highlight: Die M-Serie. M4 CS, M5 Touring, M8 Competition – sie alle stehen bereit, um nicht nur gefahren, sondern gespürt zu werden. Mit professionellen Rallyefahrern auf gesperrter Strecke – oder für die entspannten unter den Gästen als Cabrio-Ausfahrt mit dem M4 gen Istriens Trüffelwälder.

 

Ziel ist die Rossi Winery bei Motovun. Versteckt in den Hügeln, eingebettet in eine Landschaft wie aus einem Werbefilm. Und tatsächlich endet das Erlebnis wie einer: Zum Dessert gibt es keine klassischen Süßspeisen, sondern Gummi-Donuts. Driften statt Digestif – und das Gefühl, Teil von etwas zu sein, das exklusiver kaum sein könnte.

Die Sehnsucht nach dem Unbezahlbaren

Was Luxus heute bedeutet, muss jeder für sich entscheiden. Für BMW steht er längst nicht mehr nur für das Produkt selbst, sondern für das, was es ermöglicht: Zugang. Stil. Unvergessliche Erlebnisse, die sich nicht so einfach kaufen lassen. Die Legendary Moments sind keine Produktschau, sondern ein Lebensgefühl – sorgfältig kuratiert, präzise inszeniert, maßgeschneidert für eine Klientel, die alles hat – und nach dem sucht, was unbezahlbar ist.

Die Botschaft ist klar: Wer BMW fährt, kauft nicht einfach ein Auto, sondern ein Stück von etwas Größerem. Etwas, das man nicht konfigurieren, sondern nur erleben kann.


 

Anna Wender
Anna Wender
Senior Redakteurin
Mehr zum Thema
1 / 12