Ein Café im Miniaturformat – klein, durchdacht und anders als die anderen
Mit seinem mobilen Café auf einem Kleinlaster hat Heimo Klöckl aus der Steiermark einen Rekord aufgestellt: Es ist das kleinste voll funktionsfähige Kaffeehaus auf einem Klein-LKW.
Klein, mobil und komplett ausgestattet: So sieht das außergewöhnlichste Café Österreichs aus. Auf gerade einmal zwölf Quadratmetern entstand das wohl kleinste komplette Kaffeehaus der Welt auf einem Klein-LKW. Seit dem 4. Oktober dieses Jahres zeigt das mobile Café, dass für besonderen Kaffeegenuss nicht viel Platz nötig ist.
Wie genau die Idee entstand, erzählt Heimo Klöckl im Gespräch mit Falstaff: »Ich wollte einfach etwas Einzigartiges schaffen. Es ging mir nicht darum, größer oder weiter zu denken. Ich mache Dinge schon immer anders und wollte etwas schaffen, das es in dieser Form in Österreich bisher noch nicht gibt.«
Ohne Coffee-to-go, aber mit eigener Playlist
Das Café basiert auf einem klassischen Kleinlaster, der aus Holland importiert und von Klöckl gemeinsam mit Fachkräften sorgfältig umgestaltet wurde. Der LKW verfügt über einen Kofferaufbau und eine Ladebordwand und misst rund zwölf Quadratmeter. Auf dieser Fläche ist ein komplettes Kaffeehaus eingerichtet, einschließlich Sitzplätzen für maximal drei Personen. Selbst eine Toilette wurde auf diesem kleinen Raum berücksichtigt.
So läuft ein Besuch ab
»Gleich vorweg: Kaffee zum Mitnehmen gibt es hier nicht, und spontane Besuche sind ebenfalls nicht möglich«, sagt Klöckl. Das Café wird ausschließlich von Firmen gebucht, deren Kunden oder Mitarbeiter innerhalb eines 30-minütigen Zeitfensters Platz nehmen können. Während dieses Slots stehen den Gästen ein eigener Kellner und ein persönlicheres Kaffeeerlebnis als bei einem üblichen zweistündigen Aufenthalt zur Verfügung. Zudem können die Gäste ihre persönliche Musik hören – im LKW ist »Alexa« installiert, sodass je nach Lust und Laune die eigene Playlist läuft.
Kaffeebesuch im Fokus
Trotz der Mobilität des Cafés verzichtet der Betreiber bewusst auf Einsätze bei Festivals oder Kirtagen, da das Konzept auf ein ruhiges, exklusives Kaffeeerlebnis ausgelegt ist. Die Buchung erfolgt über eine E-Mail-Anfrage. Unternehmen können ihre Kund:innen oder Mitarbeiter:innen für 30-minütige Zeitfenster reservieren. In der Regel reicht der Gastronom drei bis vier Tage vor dem geplanten »Parkzeitraum« die behördlichen Genehmigungen ein. Je nach Größe des Unternehmens oder Pauschalbuchung kann hierfür sogar bis zu einem Monat Vorlauf erforderlich sein. Derzeit gibt es noch keine Unternehmenswebsite, sodass die Reservierungen über die E-Mail-Adresse erfolgen. Eine Website ist jedoch in Planung.