Junges Herz, alte Seele: »Café Malli« zieht in Vintage Store in Wien ein
Die Übernahme am 15. April war keine Kurzschlussreaktion: Seit Jahren sammelt Marlene Klaßes Ideen für ihr eigenes Café – festgehalten in einem Notizbuch. Social Media und soziale Nachhaltigkeit sind nur zwei der Ansätze, die hier nun Form annehmen.
Die Wiener Gastronomieszene bekommt jungen Zuwachs: Am 17. April eröffnete »Café Malli« im ehemaligen Büchercafé »Kanopi« ein neues Konzept. Nach ihrer Kündigung entdeckte die 27-Jährige ihr Traumcafé auf Willhaben. Das zweite Unternehmen am Standort, Vintage Store »The Holy Garbage«, hieß sie in der Währinger Straße 138 willkommen. Während bislang stark auf Social Media und damit eine jüngere Zielgruppe gesetzt wird, soll sich das Café künftig auch als Treffpunkt für Senior:innen etablieren.
Kaffee, Kunst und Pflanzen
Noch befindet sich das »Café Malli« in der Soft-Opening-Phase – doch schon jetzt wird im sonnigen Schanigarten bei Limoncello Spritz und Iced Matcha Latte zusammengesessen. Holzstühle und sorgfältig platzierte Pflanzen verleihen dem Raum eine wohnzimmerartige Atmosphäre, in der auch ausgewählte Vintage-Stücke ihren Platz finden. Der Fokus liegt vor allem auf gutem Kaffee: Malli mag ihren Kaffee nicht zu bitter und mit Hafermilch. Außerdem wird gezielt mit lokalen Produzent:innen gearbeitet: »prem frischkaffee« aus dem 20. Bezirk, Bananenbrot von »Bananig«, Makava aus Graz sowie Craftbier von »Muschicraft«. Einmal im Monat sind Specials geplant – von Filterkaffee mit mandarin-fermentierten Bohnen bis zu anderen kreativen, saisonalen Experimenten. Ergänzt wird das Angebot durch Käsetoasts und vegane Optionen, wie Toast mit Kimchi oder Erdnussbutter.
Workshops und soziale Nachhaltigkeit
Nicht nur Familien und junge Vintage-Fans sollen in der Währinger Straße zusammenkommen. Marlene Klaßes‘ Ziel ist es, das Café auch für Senior:innen der Nachbarschaft zu öffnen. »Inklusion und soziale Nachhaltigkeit stehen ganz oben auf meiner Liste. Es wäre schön, wenn Generationen hier zusammenfinden«, sagt die ehemalige Filialleiterin einer Bäckerei. Einmal im Monat sind Events und Workshops geplant, wie etwa Häkelabende. Die Plätze sind begrenzt – mehr als zehn Sitzplätze gibt es im kleinen Café nicht. Von Dienstag bis Samstag steht die junge Unternehmerin selbst hinter der Theke.
Am Donnerstag, dem 30. April, wird die Übernahme mit einem Soft-Opening-Event samt Late-Night-Shopping (bis 21 Uhr) gefeiert. Am 2. Mai folgt die Opening Party – mit DJ und Prosecco.