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Eine gehörige Portion Mut und sicherlich auch etwas Wahnsinn sind Voraussetzung, um am Cresta Run in St. Moritz teilzunehmen. Mit bis zu 140 Stundenkilometern rasen die Cresta-Rider auf dem «Toboggan» genannten Schlitten den Eiskanal hinunter – und das mit dem Kopf voran. Die Wintersportart, die als Vorläufer des olympischen Skeleton gilt, wird bereits seit 1884 in St. Moritz betrieben und wurde einstmals von einer Gruppe Briten initiiert. Letztere stellen noch heute rund die Hälfte des 1240 Mitglieder starken Cresta-Run-Clubs, der sich seit Jahrzehnten nach den Rennen in der «Sunny Bar» im «Kulm Hotel» trifft. Die unzähligen gerahmten Fotos an den Wänden des Lokals erzählen von den Abenteuern und rauschenden Festen der Mitglieder. In der Mitte des Saals hängen Ringe von der Decke, an denen die Athleten einem weiteren legendären Wettbewerb frönen: Wer sich am häufigsten an den fünf Ringen hin und her hangeln kann, auf den warten nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch die Verewigung auf der ewigen Rangliste an einem Pfeiler in der Bar.
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