Die drei absurd teuersten (Abzocke-) Sommerdestinationen: Porto Cervo, Mykonos & Ibiza
Ein Kommentar vom Herausgeber.
Der Sommer steuert auf seinen Höhepunkt zu, und die Welt lechzt nach dem Mittelmeer. Denn: Für Amerikaner, Asiaten, Ukrainer, Araber und noch einige Russen gelten selbst die 33 Grad in Italien, Spanien oder Frankreich noch als erträglich. Wesentlich weniger erträglich – nein, völlig absurd – sind mittlerweile die Preise in den drei teuersten Sommerdestinationen am Mittelmeer:
1. PURE ABZOCKE – PORTO CERVO
Als Aga Khan den reizvollen Landstrich um Porto Cervo auf Sardinien entdeckte und entwickelte, war die Welt an der schönen Costa Smeralda noch in Ordnung. Heute, Jahrzehnte später, verfügt Sardinien zwar immer noch über einige der schönsten Strände im Mittelmeer, führt aber gleichzeitig das Ranking der größten Abzocke in der Region an. Wenn für einen simplen Kabeljau 90 Euro oder für einen Sassicaia-Wein, der im Einkauf auch schon 250 Euro kostet, dann aber unfassbare 1800 Euro verlangt werden – oder ein einfaches Zimmer im alten »Hotel Cala di Volpe« bei 3500 Euro pro Nacht beginnt (!!) –, hört sich eigentlich alles auf. Gäste sind daher fast nur noch Amerikaner und Ukrainer.
Mal sehen, wie das ausgeht. Mitte Juli ist die Costa Smeralda jedenfalls nicht ausgebucht – was wohl heißt: Auch Gutbetuchte haben ihre Schmerzgrenze.
Das wunderschöne Sardinien gibt es aber auch günstiger: Im Süden der Insel gibt man sich wesentlich wohlfeiler, und die Strände sind dort mindestens genauso schön.
2. MYKONOS – JENSEITS JEDER RELATION
Mykonos ist voll – zumindest sechs Wochen im Sommer. Obwohl die Preise dort – insbesondere in der Gastronomie an den schönen, aber überfüllten Buchten – völlig abgehoben sind. Da zahlt man schnell mal für einen Branzino in der Salzkruste mit einem einfachen Wein zu zweit 600 Euro. Das macht einfach keinen Spaß mehr, und niemand möchte sich derart vera… lassen.
Mykonos ist immer noch super schick und vor allem in der Gay-Szene der Hotspot am Mittelmeer. Aber deshalb muss man die Preisspirale nicht in absurde Höhen treiben.
3. IBIZA – AUCH NICHT MEHR NORMAL
Ibiza ist für viele Kult geworden. Schon verständlich: Nirgendwo ist das sommerliche Nightlife, sind die Clubs besser und hipper als auf der hübschen Baleareninsel. Aber das Preisgefüge in der Gastronomie ist auf Ibiza längst in die Cloud abgehoben. Ein Dinner à deux ist in einem der angesagten Ess-Schuppen nicht unter 500 bis 600 Euro zu bekommen – je nach Weinflasche auch deutlich höher.
Den Yachtbesitzern macht das wenig aus, aber diese Klientel ist überschaubar. Für den Normalbürger ist Ibiza kaum mehr leistbar – und schließt leider rasant zur abgehobenen Costa Smeralda und Mykonos auf.