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Italien: Die heißen Quellen der Maremma

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Das heilsame Wasser, das hier seit über 3000 Jahren aus der Erde sprudelt, lockt Jahr für Jahr zahllose Besucher in die naturverbundene Region in Mittelitalien, wo die Zeit scheinbar stillsteht. Auf der Suche nach Erholung und Regeneration entdeckt man hier jedoch auch ein faszinierendes kulturelles Erbe, das bis ins Mittelalter und noch weiter zurückreicht.

Die heilsame Terme di Saturnia in der Maremma ist die wahrscheinlich älteste Thermalquelle Italiens. © Cavan Images / Alamy Stock Photo

Bereits zur Zeit der Römer und Etrusker war die Maremma – das sumpfige Küstenland in der südlichen Toskana und dem nördlichen Latium – mit ihren heißen Quellen ein Refugium für Erholung und Regeneration. Auch heute noch wissen Naturliebhaber das Wellness-Highlight Mittel­italiens zu schätzen. Hier taucht man unter freiem Himmel ein, um sich im Thermalwasser zu baden und den Stress des Alltags abzuwaschen.

Das mittelalterliche Pitigliano ist Mitglied der „I Borghi più Belli d’Italia“, des Klubs der schönsten Orte Italiens © beigestellt

Die bekanntesten Quellen der Maremma sind zweifellos jene in Saturnia, die zu den ältesten Thermalquellen Italiens zählen. Versteckt in den Hügeln und umgeben von Zypressen und Weiden, läuft das Wasser aus weißem Kalkstein in Kaskaden über die runden Naturbadewannen herab, die im Lauf der Jahrtausende durch Kalkablagerungen entstanden sind. Besonders beliebt ist das nächtliche Vollmondbad, für das Gäste jeden Monat aus der gesamten Region anreisen.

Idyllische Städte wie Capalbio sind charakteristisch für die Region. ©  iStockphoto

Wem die öffentlichen Quellen etwas zu rustikal sind, dem sei das nahe gelegene Luxushotel „Terme di Saturnia“ ans Herz gelegt. Direkt am Ursprung der Quelle gelegen, kann man hier die heilsame Wirkung gepaart mit allen Vorteilen ­eines Top-Resorts genießen. Neben Saturnia sind auch die Bagni di Petriolo und die Bagni San Filippo einen Besuch wert. Letztere waren auch der bevorzugte Erholungsort von Lorenzo dem Prächtigen aus der Dynastie der Medici. Auch andere Mitglieder des Hauses zogen sich gerne hierher zurück.

Mehr als bloss heiße Luft

Die Weinberge der Toskana sind immer eine Reise wert. © iStockphoto

Abseits der Thermalquellen ist die Maremma eine faszinierende Region mit ihrer ganz eigenen Kultur. Diese ist tief in der Landwirtschaft verankert und nicht zuletzt durch das Maremmaner Rind und die Butteri maremmani ­gekennzeichnet– italienische Cowboys, deren Tradition bis in die Antike zurückreicht und die die halbwilden Rinder bis heute hüten.

Ein Maremmaner Rind. © StockFood / Lanneretonne, Anthony

Die Verbundenheit zur Natur macht sich auch durch den lokalen Weinbau bemerkbar, der zahlreiche qualitativ hochwertige Tropfen hervorbringt. Die Städte der Maremma, etwa Grosseto und Pitigliano, bieten zudem spannende Einblicke in das mittelalterliche Italien. 

Mehr lesen: Sind das die schönsten Städte der Toskana?

Philipp Josef Rossmann
Autor
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