VerBUNt: Severin Corti mag Burger lieber ohne

Severin Corti, 20.02.2026

Der weltweite Siegeszug des Burgers ist längst mehr als ein Megatrend – fast möchte man glauben, dass wir bald nur noch so essen werden. Höchste Zeit, sich das labbrige Brötchen einmal vorzuknöpfen!

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Der Vorteil am alt werden ist, dass man fast alles schon einmal gesehen hat. Der Nachteil am Alter ist, dass man sich manche Dinge beim besten Willen nicht vorstellen konnte – und dann umso doofer aus der Wäsche schaut, wenn sie eben doch – und genau so – eintreffen. Die Rede ist, natürlich, vom unwahrscheinlichen Siegeszug, den der Hamburger gerade auch in Europa, von Gourmet-Nationen wie Frankreich und Italien bis zu uns in Österreich angetreten hat. Da geht es nicht etwa um die Dinger, die es bei McDonald’s, Burger King und anderen Fast-Food-Outlets schon seit 50 Jahren auch bei uns zu kaufen gibt und, bis hinauf an die Spitze des Staates, inzwischen als Synonym für richtig billiges (wenn auch ansatzweise warmes) Essen wahrgenommen werden. Nein, die Burger sind längst im feinen Restaurant angekommen, werden in Gourmetkritiken evaluiert, bekommen Bling-Bling-Beiwerk von Kaviar bis Gänseleber untergeschoben und sind, nur ein Beispiel, in der Welthauptstadt des guten Essens, Paris, inzwischen das meistverkaufte Gericht überhaupt. Da kann man schon ins Grübeln kommen und das Ende des Abendlandes heraufdräuen sehen.

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