Die Besten aus »Falstaff Heurigen- & Buschenschankguide 2026«
Eine gewaltige Kombination: das herrliche Schlössl als Kulisse, herausragende Küche und eine Weinkarte, die jährlich um Raritäten – nicht nur aus dem eigenen Keller – erweitert wird. Gibt es Kritik? Ja, man würde dieser magischen Trias noch mehr Tage wünschen!
Es ist schon sehr idyllisch, wie man da zwischen Rieden und Weinbergen im wunderschönen Garten – oder auch im Stüberl am Kamin – sitzt und sich Bodenständiges in beeindruckender Ausführung zu Topweinen schmecken lässt: Besser kann ein Bratl kaum geraten.
Buschenschank-Gerichte abseits des Üblichen sind das Markenzeichen, köstliches Beispiel ist der eingerollte Schweinebauch – außen knusprig, innen saftig. Die Weine von Jürgen Trummer sind naturnahe Fechsungen aus bekannten Lagen wie Obegg und Grassnitzberg.
Steffi und Edi Tscheppe haben einen Ort geschaffen, der mehr ist als ein Heuriger – ein Lebensgefühl, das sich ständig weiterentwickelt. Bei Pop-up-Specials bringen sich auch andere ein, das Konzept bleibt lebendig. »Naturals« sind dabei immer ein Fixbestandteil.
Im Gasthaus wie in der Weinstube nebenan fühlt man sich bestens aufgehoben und wird von allen Seiten rundum verwöhnt. Im Glas die ausgezeichneten und prämierten »Dankbarkeit-Weine«, dazu liebevoll belegte Platten mit Spezialitäten, etwa vom Mangalitza-Schwein.
Dass seine Weine Weltklasse sind, ist bekannt. Weniger bekannt: Alle Weine von Fritz Wieninger sind biodynamisch. Weltklasse ist auch die Lage der Buschenschank mit einem der spektakulärsten Blicke über die Stadt und das Buffet. Tipp: Tagesteller und Veganes.
Die Weine der Familie Artner genießen zu Recht einen hervorragenden Ruf und geben hier den Ton an. Dazu traditionelle Schmankerl, besonders die Spezialitäten vom Mangalitzaschwein. Im Sommer, wenn die Oleander im Hof blühen, entsteht ein traumhaftes Ambiente.
Projekt von Juan »Hans« Amador und Fritz »Wien Wein« Wieninger. Zu prämierten Weinen vom Fritz labt man sich an Joseph-Brot mit Käse aus dem Paznaun, Mangalitza-Würsteln oder Leberpastete im Glas. Spektakuläre Aussicht, kleine Amador-Gerichte, »Respekt«-Weine.
Wie der Wiener Wein insgesamt hat auch jener aus Mauer einen Qualitätssprung hingelegt. Exemplarisch zu überprüfen beim Edlmoser. Tipp: Innereien und Schweinsbraten vom Hödl – Wiens letztem Fleischhauer, der auch selbst schlachtet. Dazu ein Glas Natural Wine!
In der bezaubernden kleinen Kellergasse verkostet man Prickelndes wie den feinen Blanc de Blanc direkt an seiner Geburtsstätte, natürlich ist auch das übrige Dockner’sche Portfolio vertreten. Dazu nimmt man inmitten der Rieden Platz – mehr Idylle geht nicht.
Ein Tisch im Garten unter den großen Bäumen ist ein Erlebnis, oder man genießt in den Stuben mit Holztram und Kachelofen. Besondere Genüsse wie Fenchelsalami vom Freilandschwein oder Ceviche vom steirischen Gebirgslachs machen Spaß. Gute, mineralische Weine.
Eine glückliche Kombination, denn Helmut Krenek hat ein feines Händchen für die Nuancen der Wiener Küche. Sein knuspriger Schweinsbraten vom Strohschwein gilt vielen als bester der Stadt (dieser Saft!). Und Göbels Bio-Kreszenzen spielen auf gleichem Niveau.
Ein gutes Brot, ein Gläschen Sprudel – mehr braucht es oft nicht, um den Tag zu versüßen. Carina und Edith leben Gastfreundschaft mit spürbarer Leidenschaft und einem klaren Qualitätsversprechen. Das zieht sich als roter Faden durchs gesamte Genusserlebnis.
Mit viel Leidenschaft führen Lisi und Karl Alphart den Schankbetrieb. Salzmandeln und Käse warten am Buffet, der Rest der (wechselnden) Speisen wird serviert. So bleibt mehr Zeit, sich in der reichen Weinauswahl zu orientieren. Tipp: Auch reife Flaschen warten!
Schon allein die Terrasse ist außergewöhnlich, von hoch oben schaut man über die steilen Weinberge. Das Brüstl nach Rezept der Resi-Oma oder die hausgemachten Mehlspeisen von Chefin Heidi sind Höhepunkte. Auch die eigenen Weine halten ganz hervorragend mit.
Viele Lieblingsplätze hat das große Haus, für Jahrgangstiefe sorgt die Weinkarte. Dazu hat der Gast die Wahl zwischen Saisonalem, Hausklassikern – zu denen die Käseauswahl gehört – und dem Heurigenbuffet klassischen Zuschnitts. Zeitgemäß, aber mit Verwurzelung!
Vom modernen Holzkubus schweift der Blick weit über die Rieden des Kamptals, das Panorama in Grün untermalt die Bioerzeugnisse der Gebrüder Hager: regionstypische Weine und eine saisonal-regionale Heurigenküche, die sich mit viel Kreativität der Welt öffnet.
Der gebürtige Tiroler Norbert Walter sammelte während acht Saisonen auf unterschiedlichen Almen Erfahrung in Sachen Käse, bevor er sich 2004 in die idyllische Buschenschank am Bisamberg verliebte. Dort keltert er zu Tiroler Spezialitäten – Speck und Käse – edle Burgundersorten.
Beim Wieninger stimmt alles. Der begrünte Hof und rustikale Stuben laden zum Verweilen ein, das Buffet ist bestens aufgestellt. Schnitzel und Cordon bleu gibt’s auch. Dann sind da noch die Weine, auch Großflaschen (»Grand Select«). Dazu? Die »Winzerkönig«-Platte!
Die gewaltige Auswahl an Speisen wird im Saisontakt (Wild!) verändert. Dazu warten die hervorragenden Weine von Leo Aumann – der weiße »Rodauner« neben der Top-Cuvée »Harterberg«. Reservierung ist trotz der Größe anzuraten; die »Locals« lieben ihren Heurigen!