Sonntags geöffnet – Restaurants im Kanton Zürich
In stylisher Jachtclub-Atmosphäre mit Blick auf den See trifft mediterran-italienische Finesse auf gelassene Eleganz: offene Küche, grüne Fliesen, Leder-Lounge und eine einzigartige Weinkarte – entspannt, kultiviert, perfekt für das Nizza-Gefühl am Zürichsee.
In ehrwürdigen Stuben mit Blick auf die Limmat wird eine Küche gepflegt, die auf Handwerk und Herkunft setzt. Die Saucen haben Tiefe, die Garpunkte sitzen, der Service ist aufmerksam. Wer einen Tisch auf der Terrasse bekommt, erlebt Zürich von seiner schönsten Seite.
Bittersalate mit eingelegten Mirabellen und Haselnüssen an einer Vinaigrette. Sanft geräucherter Saibling mit Radieschen, Meerrettich und Kräuteröl. Quitten-Ceviche mit geflammtem Kingfish und Kohlrabi. Welch geschmeidige Textur dieser in Essig gebeizte und in Öl eingelegte Kingfish doch aufweist! Ein angenehm leichtfüssiger Start ins Dinner: So speist man also neuerdings in der Herrliberger «Buech». Ein Facelift gehört an der Zürcher Goldküste ab einem gewissen Alter zum guten Ton. Der plastische Chirurg der «Buech»: Andreas Caminada. Er hat einen Top-Job gemacht. Die beliebten Hütten entstaubt, der Patina eine würdige Bühne gegeben, die Menukarte aufgefrischt. Der Charme ist zurück. Caminada beweist wie bereits bei der «Casa Caminada», dass er nicht nur Fine Dining beherrscht. Mit Nicolas Schröder, der zuletzt im Zürcher «Igniv» arbeitete, gibt er einmal mehr einem Koch aus den eigenen Reihen die Chance, sich als Küchenchef zu beweisen. Gastgeberin Fabiola Reimund wird im Hintergrund von Ines Triebenbacher – man kennt sie als «Igniv»-Gastgeberin in Zürich – unterstützt: Top-Weinkarte, die vom regionalen Pinot Noir bis zum raren Winzer-Champagner alles enthält, faire Kalkulation. Zander mit Sauerkraut, caramelisierten Trauben und Beurre blanc. Dazu Kartoffelstock mit Nussbutter – zum Reinlegen gut. Der caramelisierte Apfel mit Zimtwaffel, Apfel-Butter-Glace und Apfelsud zum Dessert betont abermals: kein Fine Dining, aber kreative Kompositionen, die man einfach lieben muss. Wer ein Dinner in der «Buech» erleben möchte, muss gut planen – derzeit ist fast jeder Abend über einen Monat im Voraus ausgebucht!
Liebe, Lust und Leidenschaft – das verkörpern Thomas Huber und Monika Jans. Huber kocht in der Krone Sihlbrugg in der 13. Generation und vereint klassische französische Küche mit asiatischen Aromen. Hinzugekommen ist seine Liebe zum Brotbacken und für Sauerteig.
In dieser Brasserie ist alles stilsicher: Einrichtung, Service und Menü. Man setzt vor allem auf Klassiker und diese werden perfekt umgesetzt. Dem Zeitgeist entsprechend, gibt es auch vegetarische und vegane Gerichte, die es sich ebenfalls zu probieren lohnt.
Schöner kann man in Zürich kaum essen: am Waldrand, zwischen Gemüsebeeten und Obstbäumen. Das blooms im Garten des The Dolder Grand öffnet nur bei schönem Wetter im Sommer seine «Türen». Serviert wird veganes Fine Dining, ein Teil der Zutaten stammt aus eigenem Anbau.
Alle Speisen, für die wir den Süden so lieben, werden im Marguita perfekt zubereitet. An Fritto misto und Bouillabaisse kommt man ebenso wenig vorbei wie an der Pasta. Ein Hauch von Meer und Dolce Vita direkt am Zürichsee. Sehr fair kalkuliertes Weinangebot.
Hier wird gekocht, wie's schmeckt: Deftige Hausmannskost trifft auf mediterrane Leichtigkeit im Rosaly's. Die Weinkarte überrascht mit seltenen Schweizer Tropfen. Kein Getue, nur purer Genuss. Ein echtes Juwel für Kenner, die Wert auf Handfestes und Raffiniertes legen.
Ganz Zürich schaut auf das neue Konzept in der ehemaligen «Brasserie Süd». Die «Brasserie» ist auf dem Logo mittlerweile einfach durchgestrichen – ein ehrliches Statement von den Gründern Valentin Diem und Nenad Mlinarevic. Das alte Konzept hat nicht funktioniert. Doch funktioniert das neue? Die Location bleibt spektakulär, die Tische tragen nach wie vor weisse Tücher. Der Service ist professionell und herzlich, könnte jedoch stellenweise etwas präsenter sein. Vielleicht sind die eleganten Glasscheiben schuld, die zwar eine angenehme Privatsphäre gewähren, dem Personal aber den Überblick erschweren. Statt Krabbencocktail mit Butterbrioche gibt es nun Antipasti, Primi und Secondi. Das Essen des neuen Küchenchefs Andrea Vailati ist italienisch mit einigen internationalen Kniffen. Serviert wird alles zum Teilen in der Mitte, typisch 2025. Bei den Antipasti überzeugt das Vitello tonnato mit hauseigenem Twist: einem kräftigen Kalbsjus. Das Beef Tatar mit getrockneten Tomaten, Haselnüssen und Topinambur-Chips wirkt für uns etwas überkomponiert. Etwas mehr Purismus hätten dem Gericht gut getan. Die hausgemachte Pasta ist hingegen ein Highlight und perfekt al dente. Die Conchiglie al Ragù sind solide, die Trombette – grün gefärbt vom Federkohl – mit Eigelb, Büffelricotta und Chili schlichtweg grandios. Darauf folgt ein leckeres Kalbsribeye Milanese mit Tartarsauce. Bei den Peperoni in Aceto Balsamico hätten wir uns eine süssliche Komponente für etwas mehr Balance gewünscht. Summa summarum: Im neuen «SÜD» gibt es viele Gerichte mit grossem Potenzial – und das schon so kurz nach der Eröffnung.
In charmanter Biedermeier‑Kulisse oberhalb des Zürichsees trifft leichte, französische Spitzenküche auf urbanes Flair. Sommergarten, Gemütlich‑Stübli oder moderner Wintergarten – das Ambiente überzeugt. Nachhaltig, bodenständig und mit Stil: So geht Gastfreundschaft!
Im von Kultköchin Elif Oskan geführten Lokal werden aromatische und farbenfrohe Gerichte zum Teilen serviert. Hier verbindet sich authentische türkische Küche mit einem grossstädtischen Flair. Dank der Gastfreundschaft wird man nicht nur satt, sondern auch glücklich.
Direkt an der Limmat bietet der Hönggerhof italienische Küche mit saisonalen Zutaten und Klassiker aus allen Regionen. Den passenden Wein wählen die Gäste im hauseigenen Keller. Gekocht und serviert wird in lockerem Rahmen und mit viel persönlicher Handschrift.
Im Pratum sitzt man oben, wo einst die Heubühne war. Die Küche bringt Garten, Wald und Wiese auf den Teller, ergänzt von klug ausgewählten Zutaten aus aller Welt. Grossartige saisonale Degustationsmenüs wechseln regelmässig, der Blick schweift über Reben und Irchel.
Der Adlisberg liegt über Zürich, am Waldrand. Es gibt Zürcher Geschnetzeltes, Hackbraten, Cordon bleu, alles hausgemacht. Die Zutaten kommen oftmals von den umliegenden Höfen. Im Sommer wird auf der Terrasse serviert, sonst in der Stube mit Aussicht ins Grüne.
In der Bodega Española in der Altstadt ist es unten lebendig und gesellig, an langen Holztischen mit Tapas und Sangria. Eine Treppe höher, im Sala Morisca, entfaltet sich maurische Eleganz – ein Raum für Feste, Gespräche und lange Abende bei Wein. Traumhafte Bodega!
Fans von Fisch und Meeresfrüchten kommen – wenn sie in Zürich sind – nicht am Bianchi vorbei. Fangfrischer Fisch in gediegenem Ambiente. Dazu werden ausgewählte Weine kredenzt. Dry-Aged-Fisch oder ein Klassiker wie lauwarmer Hummersalat mit Blick über die Limmat. Grossartig!
Conti verkörpert altweltlichen italienischen Luxus. Direkt hinter dem Opernhaus erwarten Sie exquisit handgefertigte Pasta, an der Berkel meisterhaft aufgeschnittene Salumi sowie den Höhepunkt: ein Silberwagen mit paradierenden Edelstücken. La vita è bella im Conti!
Mitten im Flughafenchaos bietet Sablier Entschleunigung. Die Küche glänzt mit technischer Perfektion. Zutaten erster Güte, frisch und saisonal, werden zu komplexen Geschmackserlebnissen veredelt. Die Weinkarte bietet seltene Perlen, die die Gerichte gekonnt begleiten.
Hier oben schaut man auf Zürich: Der Blick ist atemberaubend! Modernes Design trifft auf regionale Küche – mit kreativen Ideen und edlem Touch. Von früh bis spät gibt's hier Schätze auf dem Teller. Rundum klasse. Speziell zu empfehlen: Fleischvogel, Klassiker im Saltz.
Im Erdgeschoss des Mandarin Oriental Savoy Zürich vereint die Brasserie Savoy europäische Klassiker wie Wienerschnitzel mit fernöstlichen Akzenten. Diese kreative Melange serviert man im eleganten Speisesaal oder auf der stilvollen Terrasse – urbanes Flair inklusive.