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© Shutterstock / Symbolbild

Australisches Barrier Reef: Größte Korallenkolonie der Welt entdeckt

Australien
Reise

Eine Mutter und ihre Tochter entdecken beim gemeinsamen Tauchgang im australischen Great Barrier Reef einen Korallengiganten von unvergleichlichem Ausmaß.

Was als gemeinsamer Tauchausflug begann, wurde zur Sensation: Sophie Kalkowski-Pope, Koordinatorin für Meeresoperationen bei »Citizens of the Reef«, und ihre Mutter Jan Pope haben im australischen Great Barrier Reef die größte bislang dokumentierte Korallenkolonie der Welt entdeckt. Mit ihrem Privatboot stechen die beiden regelmäßig in See, um auf Tauchgänge zu gehen – diesmal wartete in der Meerestiefe ein Gigant von der Größe eines Fußballfeldes auf sie.

Wie die beiden auf Instagram berichten, war nach wenigen Metern in der Tiefe klar: Hier wächst etwas Außergewöhnliches. »Es sah aus wie eine Wiese aus Korallen«, erzählt Sophie Kalkowski-Pope auf dem Instagram Kanal von »Citizens of the Reef«. »Und sie schien kein Ende zu nehmen.«

Ein Korallengigant im Riff

Was sich unter ihnen ausbreitete, misst 111 Meter in der Länge und bedeckt fast 4000 Quadratmeter – Dimensionen, die alles bisher Dokumentierte in den Schatten stellen.

Entdeckt wurde die Kolonie im Rahmen des »Great Reef Census«, einer Initiative der australischen Naturschutzorganisation »Citizens of the Reef«. Das Projekt vereint Tourismusbetriebe, indigene Gemeinschaften, Wissenschaftler:innen sowie Tausende Freiwillige. Gemeinsam sammeln sie Daten über den Zustand des Riffs.

Standort der Korallenkolonie geheim

Der genaue Standort des Giganten bleibt vorerst geheim. Zu groß wäre die Gefahr, dass neugierige Besucher:innen ungewollt Schaden anrichten. Denn so robust Korallen wirken mögen – sie sind empfindliche Baumeister.

Schönheit in schwierigen Zeiten

Die Entdeckung wirkt wie ein Hoffnungsschimmer in einer Phase wachsender Sorge. Das Great Barrier Reef, eines der artenreichsten Ökosysteme unseres Planeten, steht unter immensem Druck. Hitzewellen, Wirbelstürme und der gefräßige Dornenkronenseestern haben in den vergangenen Jahren große Teile des Riffs geschwächt. 2024 erlebte es die flächenmäßig größte Massenbleiche seiner Geschichte – Teil eines globalen Ereignisses, das weltweit Korallenriffe traf.

 


Travel-Redaktion
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