Best-of dreier Kontinente: Hochgenuss in Kapstadt
Die »Mother City« ist nicht nur eine der vielfältigsten Städte der Welt, sondern auch eine der genussfreudigsten. Zwischen Ozeanen, Weinbergen und Designvierteln mischt sich auf den Tellern das Beste aus Afrika, Asien und Europa.
In Kapstadt ist es schwer, viel Geld für Essen auszugeben – und fast unmöglich, schlecht zu essen. Die Metropole am südlichsten Zipfel Afrikas lockt mit Weltklasse-Weinen und einer kulinarischen Vielfalt, die Köche aus aller Welt anzieht. Und dank der schwachen Landeswährung ist selbst der Besuch von Gourmetrestaurants für Europäer ein echtes Schnäppchen.
Genuss trifft auf pure Lebensfreude in der »Mother City«
Doch für Jacques Erasmus, einen der bekanntesten Gastronomen der Stadt, ist das nur die halbe Wahrheit: »Es ist der besondere Lifestyle Kapstadts, der unsere Küche prägt«, sagt er. »Unbeschwertheit, Genuss und pure Lebensfreude – das ist die Essenz dieser Stadt, und genau das spiegelt sich auf den Tellern wider.«
Erasmus betreibt das »Hemelhuijs«, eines der angesagtesten Lunchlokale Kapstadts. Es sieht weniger nach Restaurant aus als nach Concept-Store: klares, minimalistisches Design, das sich alle drei Monate komplett verwandelt. Selbst Stammgäste stehen hier immer wieder aufs Neue überrascht im Raum.
Zuwanderung hat die Küche geprägt
Die »Mother City« zählt zu den ethnisch buntesten Städten der Welt; Khoisan, Bantu, Europäer, Malaien, Inder und Zuwanderer vom ganzen Kontinent haben die Küche geprägt – so isst man am Kap zugleich international und lokal. Legendär ist die würzige Küche der Kap-Malaien, Nachkommen südostasiatischer Sklaven, die mit Gerichten wie Samosas oder Bobotie längst kulinarische Klassiker geschaffen haben. Dazu kommen Zutaten, die Europäern exotisch erscheinen: Fische und Muscheln aus zwei Ozeanen, Antilopenfleisch oder Pflanzen aus Savannen und Regenwäldern. Und natürlich die Weine aus dem nahen Franschhoek, wo französische Hugenotten die besten Güter des Landes begründeten.
Fine Dining auf höchstem Niveau in Kapstadt
Kapstadt spielt längst in der obersten kulinarischen Liga. Paradebeispiele sind das »Fyn«, untergebracht in einer alten Seidenfabrik, wo Küchenchef Peter Tempelhoff südafrikanische Produkte mit japanischer Präzision verbindet, oder das »La Colombe«, eine Legende unter den Fine-Dining-Adressen des Landes. Hier wirkt James Gaag – halb Deutscher, halb Südafrikaner. Er verbrachte seine Kindheitsjahre in Bayern, bevor er in die Heimat seiner Mutter zurückkehrte. 2010 begann er im »La Colombe«, arbeitete sich hoch, sammelte Erfahrungen bei Raymond Blanc in Oxford – und kehrte zurück, um Küchenchef zu werden. Wie ein verstecktes Baumhaus thront das Restaurant inmitten eines Waldes. Das Signature Dish: ein Tataki vom Blauflossen-Thunfisch, serviert in einer verschlossenen Thunfischdose.
MUST-EATS UND MUST-DOS
• Wochenmarkt: Samstags pilgert ganz Kapstadt
zum Neighbourgoods Market in der Old Biscuit Mill – für frische Austern mit Tabasco, Biltong direkt vom Metzger und Rooibos-Eis.
• Winelands: Rund um Stellenbosch trifft Wein
auf Weltklasseküche – Auto mieten und hin!
• Streetfood Kapstadts Szene ist so bunt wie die Stadt selbst – am besten mit leerem Magen nach Sea Point.
Gourmet-Tipps
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