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Die magischsten Winter-Orte in London

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In der Vorweihnachtszeit zeigt sich London von seiner zauberhaftesten Seite – mit funkelnden Fassaden, duftenden Festmenüs und einer winterlichen Magie, die selbst dem hartnäckigsten Grinch das Herz erwärmt.

Gerade im Winter zeigt sich London von seiner feierlichen Seite. Das vielleicht schönste Kompliment an die Metropole: Das Gefühl, plötzlich neue Facetten der britischen Hauptstadt zu sehen, verlässt einen nie. London verblüfft ständig.

Geschichtsträchtiges im »The OWO«

Ohne Emiel Danneels wäre das »The OWO« in London nur eine Hülle aus Backstein, gefüllt mit Murano-Kronleuchtern, Marmortreppen und Alabastersäulen. Doch dank des Concierge erwacht die Geschichte des ehemaligen Regierungsgebäudes zum Leben – jeden Morgen um 10:30 Uhr in der Lobby des Luxushotels, wenn er die Gästetour durch die ehemaligen Old War Offices beginnt. 

Das »The OWO« hat dem Regierungsbezirk Westminster neuen Zulauf beschwert, die manchmal tote Ecke zwischen Big Ben und Trafalgar Square füllt sich mit Leben. Nur fünf Gehminuten entfernt liegt der zentrale Platz mit seinen monumentalen Löwen. Vor Weihnachten findet darauf ein Adventsmarkt statt, Hütten mit roten Dächern stehen dann vor der National Gallery und der offizielle Weihnachtsbaum Londons, eine norwegische Fichte, reckt ihre Wipfel in den kühlen Himmel.

Kunst, Kulinarik und Christmas

Wer diesen Ausflug mit Kunst verbinden möchte, kann durch den kürzlich wiedereröffneten Sainsbury Wing in die Nationalgalerie gelangen. Er befindet sich an der rechten Flanke, die deutsche Stararchitektin Annabelle Selldorf hat den Anbau mit viel Mut zur Leichtigkeit entworfen. Ein italienisches Restaurant sowie ein großzügiger Eingangsbereich gehören nun zum Ensemble, viel Kirchenkunst aus dem 13. bis 16. Jahrhundert ziert die Wände im dazugehörigen Flügel – und man kann fasziniert die elaborierten Porträts von Botticelli oder Bellini bewundern.

Vom Trafalgar Square führt der Weg beinahe automatisch zum Piccadilly Circus, hinein in den edlen Bezirk von Mayfair. Das beste Eintrittstor ist die Burlington Arcade, eine überdachte Einkaufspassage, knapp 200 Meter lang, eröffnet 1819. Dutzende kleine und sehr feine Läden sowie Cafés reihen sich aneinander, die Hutmacher von Borsalino oder die Kaschmirhersteller von Johnstons of Elgin bieten Weihnachtsgeschenke für die Ewigkeit an.

Der Ausgang liegt nahe der bekannten Savile Row, wo Maßschneider ihre Kunden empfangen. Rund um die New Bond Street haben alle großen Luxusmarken einen aufwendig gestalteten Shop. Louis Vuitton, Burberry, Dior, Montblanc, Boss. Gerade in der Vorweihnachtszeit übertreffen sich die Labels mit spektakulären Schaufensterdekorationen. 

Nach so viel Trubel darf es ruhig eine Pause sein. Das Hotel »The Beaumont« hat die Coronapandemie für eine grundlegende Renovierung genutzt, nach wie vor glänzt viel dunkles Holz in den Räumen, aber fröhliche Jazz-Murals geben dem Haus eine dezidierte 1920er-Jahre-Ästhetik. Links im Foyer wartet die »Le Magritte Bar« auf Lauf- und Hauskundschaft.

EXTRAVAGANZ UND INDIE-VIBES

Über die Regent Street hinüber, öffnet sich Soho, das bekannte Ausgehviertel der Stadt, den Besucher:innen. Ein Dorf mit lauter Gassen, vielen Café-Ketten, aber genauso vielen hübsch gestrichenen Läden und einem neuen Hotel als Mittelpunkt des Bezirks: Das Hotel »Broadwick Soho« will eine neue Ära der Ausgehgegend einläuten. Auf der für alle zugänglichen Dachterrasse lockt Ibiza-Feeling – wenn es der englische Wettergott richtig gut mit seinen Untertanen meint. Die DJ-Kanzel glänzt in feinsten Goldtönen.

© Legado / Milo Brown

STARPOWER BIS ZIGGY STARDUST

Die Musiktradition des Viertels – Plattenstudios und Clubs tragen in Soho zur Legendenbildung bei – halten dutzende Plattenläden nach wie vor aufrecht. Sie gibt es noch zuhauf, kleine Geschäfte mit Vinyl-Alben in Plastikschonern, das eigensinnigste davon ist Third Man Records in der Marshall Street. 

Zum Dinner geht es in der nahen Regent Street hoch her, respektive in einer kleinen Seitenstraße. Das »Ambassadors Clubhouse« lädt seit knapp zwei Jahren zu indischem Fine Dining, der Großvater der drei Gründer schaut ernst von einem Foto auf dieses bunte Treiben mit angenehmer Speisenschärfe und hochprozentigen Verdauungsunterstützern. 

In Notting Hill kocht das extrem beliebte »Dorian« britische Küche mit einem japanischen Twist, die Tische reservieren Gäste teils Monate im Voraus – außer Popstar Dua Lipa, die das »Dorian« regelmäßig beehrt.

Im East End hat jüngst das »Legado« seine Türen aufgemacht: experimentelle baskische Tapas-Küche, erdacht von Michelin-Sterneköchin Nieves Barragán Mohacho. Sie selbst nennt die herzhaften Gerichte – Schweinekopfsülze mit Zitrone, schwarze Fideuà mit Felsgarnelen – eine Erinnerungstour, für viele Gäste sind sie ein Erweckungserlebnis.

Im Osten Londons wird nächstes Jahr auch der Ableger des Victoria & Albert Museum eröffnen. Bereits jetzt hat das dazugehörige Storehouse, also das Lager, für Interessierte offen. Auf vier Etagen können sie die Schätze des Museums bewundern: von Säulenkapiteln über Jugendstilkeramik bis hin zu E-Gitarren und obskuren Gemälden. Das Highlight ist jedoch das kürzlich eröffnete Archiv des Ausnahmekünstlers David Bowie. In Vitrinen hängen zerschlissene Bühnenkostüme, Besucher:innen können in alten Zeitschriften blättern und auf einer großen Leinwand laufen ständig Videos des Popstars.

© Broadwick Soho

Tipps für den Winterzauber

Hyde Park Winter Wonderland
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Christmas in Covent Garden
Hunderttausende Lichter bringen den beliebten Bezirk bis 1. Januar 2026 zum Leuchten. Das diesjährige Programm läuft unter dem Motto »The Theatre of Christmas«. coventgarden.london

Schlittschuhlaufen im Somerset House
Bis 11. Januar 2026: Auch dieses Jahr verwandelt sich der gewaltige Innenhof des Gebäudes in eine Eisfläche. somersethouse.org.uk

Pop-up-Shop im Buckingham Palace
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@ The Beaumont

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