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Zink: Das unterschätzte Element für ein starkes Immunsystem im Herbst

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Wenn die Tage kürzer werden, ist das Immunsystem gefordert. Einer der entscheidenden, aber oft übersehenen Faktoren für Abwehrkraft und Zellschutz ist Zink. Wir erklären, warum dieses Spurenelement gerade im Herbst so wichtig ist und wie es den Körper auf natürliche Weise stabilisiert.

Zink gehört zu den essenziellen Spurenelementen, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Trotzdem ist es an mehr als 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt, vom Zellwachstum über die Wundheilung bis hin zur Immunantwort.

Im Gegensatz zu Vitamin C, das oft im Mittelpunkt steht, wirkt Zink still und tiefgreifend: Es unterstützt die Bildung von Immunzellen, schützt Zellmembranen und stabilisiert die Schleimhäute, jene Barrieren, die Krankheitserreger zuerst abfangen.

Was im Herbst passiert

Mit sinkenden Temperaturen und trockener Heizungsluft werden die Schleimhäute anfälliger für Reizungen. Gleichzeitig ist das Immunsystem durch geringere Sonnenexposition und vermehrte Innenraumbelastung stärker gefordert.

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Zink hilft hier, den Zellstoffwechsel anzukurbeln und Entzündungsreaktionen zu regulieren. Studien der Johns Hopkins University belegen, dass eine ausreichende Zinkversorgung die Dauer und Intensität von Erkältungssymptomen signifikant reduzieren kann.

Entscheidend ist dabei nicht eine kurzfristige Einnahme, sondern eine kontinuierliche Versorgung, der Körper speichert Zink nur in geringen Mengen, daher muss es regelmäßig zugeführt werden.

Wo Zink natürlich vorkommt

Besonders reich an Zink sind Lebensmittel wie Austern, Rindfleisch, Linsen, Haferflocken, Kürbiskerne und Käse.

In pflanzlicher Ernährung ist Zinkaufnahme etwas komplexer, da sogenannte Phytinsäuren, enthalten in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, die Aufnahme hemmen. Das Einweichen oder Keimen dieser Lebensmittel kann die Bioverfügbarkeit verbessern.

Laut der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung liegt der Tagesbedarf für Erwachsene zwischen sieben und zehn Milligramm, abhängig von der Ernährungsweise und dem individuellen Stoffwechsel.

Wie Zink die Zellen schützt

Zink wirkt antioxidativ: Es bindet freie Radikale, die durch Stress, Umweltbelastung oder Entzündungen entstehen. Gleichzeitig stabilisiert es die DNA-Reparaturmechanismen, ein Aspekt, den Immunforscher:innen zunehmend mit gesunder Alterung in Verbindung bringen. Ein Mangel dagegen kann sich subtil äußern: erhöhte Infektanfälligkeit, langsame Wundheilung, brüchige Nägel oder eine blass-matte Haut.

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