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© Haworth Tompkins

Architektur der Zukunft: Das neue Theater im Prater

Architektur
Bau
Wien
Musik

Ein neues Kapitel Wiener Theatergeschichte entsteht im Herzen des Praters: Das »Theater im Prater« verbindet internationale Architektur mit Wiener Charme. Nachhaltig, inklusiv und sinnlich gestaltet, wird es zu einem Ort, an dem Technik und Poesie zusammentreffen.

Wien gilt als Stadt der Musik und bald auch als Heimat eines der modernsten Musicaltheater Europas. Bis 2027 entsteht im traditionsreichen Prater ein neues Haus für Musik und Bewegung: das »Theater im Prater«, entworfen von Haworth Tompkins (London) und Dietrich Untertrifaller Architekten (Wien). Das Projekt gilt als das größte privat finanzierte Theaterbauvorhaben Österreichs der letzten 100 Jahre. Mit 1.800 Sitzplätzen und modernster Bühnen- und Akustiktechnik setzt es neue Maßstäbe für die europäische Theaterlandschaft.

Ein Bau, der sich einfügt und öffnet

Die Architektur des neuen Hauses ist inspiriert vom Geist des Praters – bunt, lebendig, offen. Die runde, kompakte Form folgt den geschwungenen Wegen des Areals und zeigt sich als »offene Geste«: ein Ort, der einlädt, statt abzuschotten. Eine bunte Holzlamellen-Fassade nimmt die Farben der Umgebung auf und lässt das Gebäude Teil des Stadtgefüges werden. »Das Musicaltheater fügt sich in den Prater ein, ergänzt ihn und bereichert ihn positiv«, heißt es seitens der Architekten. Im Inneren entwickelt sich das Auditorium über Ränge und Balkone – eine moderne Hommage an die klassischen Wiener Theaterhäuser. Sichtlinien, Akustik und Atmosphäre wurden dabei so abgestimmt, dass sich Tradition und Innovation die Hand reichen.

Nachhaltigkeit trifft Eleganz

Auch technisch denkt das Projekt zukunftsorientiert. Das Gebäude entsteht in Hybridbauweise, bei der Holz, Stahl und Beton optimal kombiniert werden. Das Foyer ist als Holzhybridkonstruktion ausgeführt – nicht nur nachhaltig, sondern auch sinnlich warm. Die runde Form minimiert Energieverluste, während die Ausrichtung des Gebäudes und eine Lamellenfassade passiven Sonnenschutz schaffen. Geheizt und gekühlt wird mit Fernwärme und Fernkälte der Stadt Wien – ein Beispiel für klimabewusstes Bauen in großem Maßstab.

© Dematerial
© Dematerial

Ein Haus für alle

Das neue Theater versteht sich als inklusiver Kulturort. Von barrierefreien Zugängen über induktive Höranlagen bis zu einem »Sensory Room« für Besucher:innen mit sensorischer Empfindlichkeit wird der Gedanke der Zugänglichkeit ganzheitlich umgesetzt. Christina Kimmerle, Senior Projektleiterin bei DTFLR, fasst zusammen: »Dieses Projekt zeigt, wie zeitgemäße Theaterarchitektur aussehen kann: ökologisch verantwortlich, sozial inklusiv und städtebaulich sensibel.«

Theaterarchitektur als urbane Geste

Das »Theater im Prater« steht nicht isoliert, sondern im Dialog mit seiner Umgebung. Die Architektur schafft fließende Übergänge zwischen Stadt, Park und Bühne.
Mit seiner offenen Struktur wird das Haus nicht nur Spielstätte, sondern öffentlicher Raum – ein Ort der Begegnung, auch jenseits der Vorstellungen.
Joachim Hilke, CEO ATG Entertainment Central Europe, formuliert es so: »Wir schaffen nicht nur ein Haus für Unterhaltung, sondern ein Zuhause für Geschichten, die verbinden – für Talente, die inspirieren, und für Menschen, die berührt nach Hause gehen.«

© Dematerial
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Redaktion
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