Hideaways in den Bergen: Winter Wonder Wald
Einatmen – ausatmen. Wer ein Refugium zwischen Alpen, Baumwipfeln und Schnee sucht, findet Zuflucht in Luxus-Hotels, die Wald und Natur zum Programm gemacht haben. Eine Schlittenfahrt zu den schönsten Hideaways im Land, wo Weihnachten und der Jahreswechsel zum wahren Genuss werden.
Blätterrauschen, Tannennadeln, ein leichter Duft von Harz. Kein Lärm, keine Telefonanrufe, keine aufdringlich aus dem Smartphone pingenden E-Mails. Der Puls wird regelmäßiger, der Atem tiefer, man achtet auf unscheinbare Details: Ein Stück Baumrinde, ein Eichhörnchen, das weiche mit Schnee bedeckte Moos unter den Schuhsohlen.
Shinrin-yoku nennt man in Japan das »Wald-Baden«, das inzwischen schon für therapeutische Zwecke angewendet wird. Unter spirituell angehauchten New-Age-Kalifornier:innen ist es besonders populär, aber auch in den Alpen gibt es reichlich Gelegenheit für Shinrin-yoku. Erst recht im Winter, wenn die Wälder besonders still und das Bedürfnis, die Last eines ganzen Jahres abzuschütteln, besonders groß ist.
TIEF VERWURZELT
Kein Wunder also, dass einige alpine Hotels den Wald zum Kern ihrer Identität gemacht haben. Beim »Naturhotel Forsthofgut« in Leogang im Salzburger Land hat man praktischerweise schon den passenden Namen, das Programm dazu entwickelte die Familie Schmuck, die das Gut seit 1617 betreibt, konsequent weiter, etwa mit dem waldSPA mit Panorama-Pool und dem Restaurant silva (lateinisch: Wald). Selbstverständlich betreibt die Familie auch weiterhin aktive Forstwirtschaft.
»Der Wald ist unser Ursprung und unsere Inspiration«, sagt Hôtelière Christina Schmuck. »Wir schaffen Räume, in denen die Natur nicht bloß Kulisse ist, sondern Kraftquelle. Anwendungen nutzen regionale Pflanzen und traditionelle Wirkstoffe. Die Architektur öffnet sich bewusst zur Landschaft und unser Erlebnisprogramm lädt dazu ein, den Rhythmus der Natur wiederzufinden. So entsteht ein Gefühl, das viele unserer Gäste als das eigentliche Geheimnis des ›Forsthofguts‹ beschreiben, ein tiefes Ankommen.«
Neu im Programm sind die »Berg Loft Suiten«, die für Gäste mit Bedürfnis nach Naturkontakt und Ruhe entwickelt wurden. »Die ›Berg Loft Suiten‹ sind ein Rückzugsraum, der berührt, ohne laut zu sein«, erklärt Christina Schmuck. »Ein Ort, der Weite zulässt und zugleich Geborgenheit schenkt.« Ein Detail liegt ihr dabei besonders am Herzen: »Der Moment, in dem man die Treppe hinaufgeht und plötzlich diese Offenheit spürt. Die weite Glasfront, der Bergblick, der kaum näher sein könnte. Dazu der Hot Pot auf der Terrasse, der wie eine Einladung wirkt, den Bergen noch ein Stück weiter entgegenzugehen. Der Kontrast aus Naturgewalt und einem Gefühl von Sicherheit.«
Waldchalets Brandnertal
Fünf Chalets mit überdachter Terrasse zwischen Lärchenwald und den Berggipfeln des Rätikons bieten im Brandnertal Refugium-Qualitäten mit Vorarlberger Baukunst-Qualität.
waldchalets-brandnertal.at
Wer es etwas rustikaler mag, kann die »Älmele Lodge« direkt daneben buchen.
waldchalets-brandnertal.at
Einladung zum Eintauchen
Das »Naturhotel Forsthofgut« in Leogang im Salzburger Land hat den Wald nicht nur im Namen, sondern auch im Programm. Dahinter stehen 400 Jahre Familiengeschichte mit eigener Forstwirtschaft.
forsthofgut.at
»Arpuria«
Saunalandschaft und Rückzugsoasen, Pool und Panorama-Lounge vereint dieses »hidden luxury mountain home« in St. Anton am Arlberg unter seinem weiten Dach – ebenso wie die einfachen Freuden eines Blicks vom Zimmer in die alpine Natur.
arpuria.com
»Arpuria«
Saunalandschaft und Rückzugsoasen, Pool und Panorama-Lounge vereint dieses »hidden luxury mountain home« in St. Anton am Arlberg unter seinem weiten Dach – ebenso wie die einfachen Freuden eines Blicks vom Zimmer in die alpine Natur.
arpuria.com
»Naturhotel Forsthofgut«
Auch im Inneren setzt man beim »Forsthofgut« auf Naturnähe und Wertigkeit. Die »Berg Loft Suiten« sind Rückzugsräume der Stille, die Weite und Geborgenheit ausbalancieren. Alpine Verwurzelung mit zeit-gemäßer Formsprache und edlen Materialien.
»Forestis«
Weit geht der Blick von den Suiten des Südtiroler Wellnesshotels auf die Zinnen der Dolomiten. Eingebettet in tiefen Wald mit bestem Mikroklima und reinstem Quellwasser, ist hier jedes Detail der Natur verpflichtet – bis hin zur »Waldküche«.
forestis.it
»Forestis«
Weit geht der Blick von den Suiten des Südtiroler Wellnesshotels auf die Zinnen der Dolomiten. Eingebettet in tiefen Wald mit bestem Mikroklima und reinstem Quellwasser, ist hier jedes Detail der Natur verpflichtet – bis hin zur »Waldküche«.
forestis.it
»eriro«
Noch weiter entfernt von Stress und Trubel kann man wohl kaum sein: Das Alpine Hide »eriro« in Ehrenwald mit neun Suiten ist nur per Gondel oder Jeep erreichbar.
eriro.at
Die Ausstattung stammt nahezu komplett aus dem lokalen Tischlerhandwerk.
eriro.at
KALTES KLARES WASSER
Zwar noch keine 400 Jahre alt, aber ebenso dem Wald verpflichtet ist man im »Forestis« in Brixen in Südtirol. Hier, wo warme Südwinde aus dem Mittelmeerraum und kühle Luftmassen aus dem Norden ein besonders gesundes Mikroklima schaffen und das reine Plose-Quellwasser aus dem Berg sprudelt, plante schon Otto Wagner um die Jahrhundertwende ein Hotel. 2020 war es dann schließlich soweit, als Stefan Hinteregger und Teresa Unterthiner das »Forestis» mit 62 Suiten eröffneten. Das historische Haus wurde dafür um drei turmartige Bauten ergänzt, alle zelebrieren die Naturverbundenheit mit viel Holz. Von den Suiten aus eröffnet sich hinter den Baumkronen das Panorama der Dolomiten, und auch kulinarisch wird mit der »Waldküche« ein respektvoller Umgang mit Ressourcen praktiziert. »Die Verbindung der vier Naturelemente mit kunstvoller Architektur ließ an diesem Ort etwas Tiefsinniges entstehen«, sagen Stefan Hinteregger und Teresa Unterthiner.
GONDEL INS REFUGIUM
Auch in Vorarlberg mangelt es bekanntlich keinesfalls an Forstflächen mit Erholungspotenzial. Im kleinen Brandnertal bei Bludenz bieten die »Älmele Lodge« mit fünf neuen Waldchalets eine Fülle von Berührungspunkten mit Tannen, Lärchen und alemannischem Shinrin-yoku. Typisch für Vorarlberg kam hier hochwertige Holzbau-Architektur zum Einsatz, die sich dezent zwischen die Baumstämme einfügt.
Ähnlich naturbewusst definiert sich das »eriro« im Tiroler Ort Ehrwald. Mit neun Suiten auf 1.550 Metern Seehöhe setzen die drei Betreiberfamilien Posch, Spielmann und Mader auf Angemessenheit und Intimität. Einige der Möbel entwarfen sie selbst, angefertigt wurden sie von der lokalen Tischlerei. Als wären das noch nicht genug Refugium-Qualitäten, trägt auch die Lage zur Immersion in die Natur bei: Das »eriro« ist nur per Gondel oder hoteleigenem Jeep erreichbar.
Etwas weniger einsam geht es in St. Anton am Arlberg zu, dafür sorgen schon die 360 Kilometer Skipiste. Doch auch jene, die einfach nur winterlich aufatmen wollen, finden hier reichlich Ruhe. Etwa im Wellnesshotel Arpuria, mit Spa- und Saunalandschaft, Massageangeboten, Panorama-Lounge und vor allem dem Selbstverständnis als »hidden luxury mountain home« mit unaufdringlichem Luxus, der ohne Bling-Bling auskommt. Denn manchmal ist der Blick auf Baumwipfel schon der größte Luxus, den man sich wünschen kann.