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A weekend in: Naples, Italy's wild trendy city

Culture

In Naples, the city between cultural history and the present, you will experience many things - just not boredom. You'll go deep down into the Sotterranea and high up on volcanoes; you'll indulge in noisy trattorias, visit chic boutiques as well as ancient sites. And pure island bliss always beckons in the near distance.

It is rightly said in the wild south of Italy: „Vedi Neapoli e poi muori“, zu Deutsch: „Sieh Neapel und dann stirb!“ Dabei meint das Sprichwort natürlich nicht, dass Besuchern der Stadt am Tyrrhenischen Meer Gefahr droht. Ganz im Gegenteil. Neapel sei so großartig, dass – dem stimmte schon Goethe bei seiner Italienreise zu – man danach im Leben nichts Besseres mehr sähe und beruhigt sterben könne. 

The Buon Consiglio Iglesia from Vomero: Naples is that charming. © Mathias Bach Laursen

Naples, the city of contrasts

Heute zeigt sich uns Neapel wie nie zuvor als Stadt der Gegensätze. Bezaubernde Kultur und prachtvolle Bauten stehen Tür an Tür mit verwohnten Vierteln. Verlassene Gassen liegen nur ein paar Meter entfernt von lauten Piazzas. Auf der einen Seite des Golfes blitzen die drei charmanten Inseln Capri, Ischias und Procida als idyllische Sehnsuchtsorte im azurblauen Golf von Neapel hervor, während in der Stadt das wilde Leben vorherrscht. 

Campania's center: Naples seen from Vomero. © Shutterstock

Sodom and Camorra?

Spätestens seit „Der Pate“ weiß man: Süditalien steht nicht nur für Dolce Vita, es ist auch das Land der Syndikate. In Kampanien hat die Camorra – die Bella Società Riformata – die Fäden in der Hand; für Touristen sollte dies aber kein Grund zur Sorge sein, da man kein Interesse daran hat, diese Geldquelle zu vergraulen. 

Grundsätzlich gilt: Untertags ist man relativ sicher, auf Taschendiebe muss man wie in jeder Großstadt acht geben. Nachts sollte man gewisse Stadtteile – vor allem Scampia, Rione Sanità, Centro Direzionale und das Rione Traiano, aber auch das Quartieri Spagnoli – jedenfalls meiden. 

Bongiòrno, Napole: Check-in

Das Klischee von den wilden Autofahrern Süditaliens bestätigt sich – vor allem in und direkt um Neapel. Wer daher sein Wochenende nicht inmitten einer Schar hupender Fiats oder Alfa Romeos verbringen möchte, steigt in den Flieger.

From Vienna, you can travel to Naples in economy class from € 30; if you want elegance and comfort, you can take a seat in Business or can be upgraded to First Class. The airplane therefore carries travelers the fastest, in less than two hours, and safest to Campania; from above you can also enjoy the view of the rooftops of the metropolis and the quietly lying Vesuvius.

Taking a plane to Naples. © Shutterstock

Off to the city

Am Flughafen angekommen, darf man sich gerne ein Taxi gönnen – sollte aber jedenfalls darauf bestehen, dass das Taxameter eingeschaltet wird. Der Bus um € 5,00 darf zudem getrost gegen ein komfortableres Shared Taxi eingetauscht werden – die Fahrer wuseln am gesamten Airport-Gelände auf der Suche nach Reisenden umher.

Sleep in Naples

Neapel schläft niemals – die Straßen sind laut und turbulent. Daher lohnt sich die Wahl einer ruhigen, komfortablen Unterkunft: Im Grand Hotel Parker's bettet man sich in luxuriöser 5-Sterne-Eleganz zwischen Marmor und Palmenflair in Chiaia; buchstäblicher Höhepunkt ist das Gourmet restaurant George auf der Dachterrasse.

Day 1

Morning: Explore Naples on foot

Nachdem man die Ruhe der Unterkunft hinter sich gelassen hat, lockt die charmante Altstadt Neapels zu ausgedehnten Spaziergängen. In dem Labyrinth verwinkelter, enger Gassen, zwischen denen Wäscheleinen träge im Wind wehen, könnte man sich stundenlang verirren. Die Zeit drängt jedoch, daher lohnt es sich, die Spaccanapoli aufzusuchen: einen der bekanntesten Straßenzüge, der die Stadt in zwei teilt. 

Everywhere, charming little alleys lure you into the city's labyrinth. © Sam van Bussel

Along the many streets that make up Spaccanapoli, centuries-old culture and genuine Italian charm gather. Sights, markets and small stores of the locals are virtually on the roadside. But what you should not miss: 

Mangiare: Pizza Napoletana 

Zur Mittagsstunde darf man gerne in der Innenstadt bleiben, und sich mit einer Pizza Napolitana stärken. Die berühmteste Pizzeria ist zweifelsohne L’Antica Pizzeria de Michele, schon Julia Roberts saß hier in Eat Pray Love und genehmigte sich in dem wilden Trubel eine Tricolore mit roter Tomatensauce, weißem Mozzarella und grünem Basilikum.

Allerdings sind die Wartezeiten in der Michele enorm – und die Pizzatradition in Neapel so groß, dass man auch anderswo richtig gute klassische Pizzen mit typisch wenig Belag und sehr luftigem Teig bekommt. Genusstipp: The Pizzeria Gino Sorbillo in der Via dei Tribunali.

Afternoon: Sant' Elmo

Nach dem Mittagessen wird es ruhig in den Straßen der Stadt. Es ist Zeit für die Riposo! Die Stunden nach dem Lunch nutzt man am besten, um mit der Funicolare auf den höchsten Punkt über Neapel zu fahren und das Castel Sant' Elmo zu besuchen. Und danach? Ist es allerhöchste Zeit für einen italienischen Espresso.

Ruheoase im turbulenten Stadtgetümmel: Castel Sant’ Elmo. © Shutterstock

Noch Zeit? Wie wäre es mit einer kurzen Shoppingtour – an der Via Chiaia reihen sich edle Nobelboutiquen aneinander, die Via Toledo, zwischen Altstadt und spanischen Viertel, versteht sich als Neapels große Einkaufsstraße für alles. Wer schon hier ist, sollte unbedingt einen Blick in die imposante Galleria Principe di Napoli .

Tip: Die süditalienische Stadt ist berühmt für ihren wilden Verkehr, die Ampelfarbe Rot erscheint eher als zögerlicher Vorschlag. Daher heißt es: Aufpassen, egal, wo man gerade geht – denn auch auf dem Gehsteig rauschen teilweise Kinder mit Mopeds an ahnungslosen Touristen vorbei. Und vor allem: selbstsicher sein, sonst kommt ma nie über die Straße!

Evening: Dinner

Italy is the land of connoisseurs – und Neapel stellt da natürlich keine Ausnahme dar. Gourmets finden in der Stadt ein breites kulinarischer Angebot verschiedenster Fasson vor, von trendigen Bistros and Sushi-Läden über die klassische Trattoria to Haute Cuisine

On every corner, a trattoria beckons with traditional Neapolitan cuisine. © Eva Elijas

Unbedingt probiert haben sollte man alles, was im Zusammenhang mit Meeresfrüchten – die direkt vor der Küste in die Netze der Fischer geraten – und frischem Mozzarella oder Burrata steht. Auch das berühmte Ragù sollte man probiert haben! Und weil man nur einen Sprung von Capri entfernt ist, ist der Caprese Salat die Vorspeise unserer Wahl.

Sehr gut ist etwa die klassische Küche im Mimì alla Ferrovia oder in der Trattoria Scugnizzi. Wer es moderner mag, ist im Kukai Nibu bei Sushi und japanischer Küche gut aufgehoben.

Day 2

Morning and noon: volcanoes and ancient sites

Neapel zu besuchen und keinen Blick in den Krater des einzigen aktiven volcanoes des europäischen Festlands werfen? Kaum vorstellbar! Deshalb macht man sich schon frühmorgens auf den Weg – entweder mit dem car or the Circumvesuviana sowie dem Campania Express; beide Züge bringen Reisende zunächst nach Pompeji.

From the parking lot, below left, walk up to the volcanic crater. © Shutterstock

Dort geht es mit dem Bus weiter auf den aktiven Vulkan, vorbei an Feldern, die vom letzten des Ausbruch zeugen. Oben angekommen, wird man nach einem kurzen, jedoch schweißtreibenden Aufstieg, mit tollem Ausblick belohnt. Vom Krater selbst sollte man sich nicht zu viel erwarten – derzeit sprudelt keine Lava darin.

Tip: Die Voranmeldung für den Eintritt in den Nationalpark Vesuv sollte man unbedingt am Tag zuvor machen, da es am Vulkan selbst keine Netzabdeckung gibt. 

Im Anschluss erkundet man das 79 n. Chr. verschüttete, antike Pompeji mit seinen beeindruckenden breiten wie hohen Straßenzügen und den schicken Villen, die noch heute farbenfrohe Fresken offenbaren. Für die Erkundungstour durch die weit verzweigte Ausgrabungsstätte sollte man mindestens zwei Stunden einberechnen.

Afternoon: Naples Underworld

Von der verschütteten Stadt Pompeji wechselt man nun in die Stadt unter der Stadt: Napoli sotterranea. Die Unterwelt Neapels erstreckt sich über achtzig Kilometer durch lange Gänge und große caves.

Gebaut wurden die Unterwelt im Tuffstein teilweise vor 5.000 Jahren – heute zeigen sie sich als eindrucksvolle Zeitkapsel. Führungen durch Napoli Sotterranea werden von verschiedenen Kulturvereinen angeboten, dabei sticht die Galleria Borbonica eindeutig aus der Masse hervor. 

Alternative afternoon: Island hopping

Vulkane und Unterwelt, das klingt etwas zu abenteuerlich? Wer stattdessen lieber auf Inselglück setzt, dem stehen gleich drei Juwelen im Golf von Neapel zur Auswahl, die jeweils in etwa einer halben Stunde erreicht werden können:

Capri: Seit eh und je Hotspot der Jetsetter, besticht die Insel mit den zwei ikonischen Felsen, den Faraglioni, auch durch wildschöne Spazierwege entlang der Küste

Ischia: Wer nach Erholung Ausschau hält, wird hier fündig: Über ganz Ischias verteilt, sprudeln hot springs bubble from the earth and sea floor. 

Procida: Endlich Ruhe vor den Touristenmassen verspricht Procida mit seinen bunten Fischerdörfchen. Ein wahrer insider tips unter Inselhoppern!

Day 3 

Morning: Phlegraean Fields

Wer heute noch etwas mehr Zeit auf der Hand hat, macht sich auf, die legendären Campi Flegrei zu sehen. Ob es sich bei den „brennenden Feldern“ wirklich um einen Supervulkan handelt, weiß man noch nicht mit Sicherheit zu sagen; eindrucksvoll sind die rund 2 Millionen Jahre alten aktiven Felder allemal. Eine Tour führt zum Krater Solfatara, der archäologischen Stätte Pozzuoli und zur Höhle der Sibylle von Cumae.

The Phlegraean Fields near Naples are a unique sight. © Shutterstock

Afternoon: Beach dreams 

We spend the rest of the day at the ocean, etwa am Green Rocks Lido, dem Lido Rocce Verdi. Hier darf man auf den Felsen in der Sonne dösen oder Sprung ins smaragdgrüne Wasser wagen – ganz Mutige schwimmen vielleicht sogar in die Höhle. 

Alternative: Capodimonte

Es ist noch zu kalt für einen Strandbesuch? Dann lockt Capodimonte: Inmitten des Bosco di Capodimonte, einem großräumigen, ruhigen Park mit wunderbarem Blick über Neapel, steht das Museo di Capodimonte. Das palastähnliche Gebäude stellt Werke von Caravaggio und Tizian sowie lokal gefertigtes Porzellan aus. Toll! 

Relax and enjoy the last hours in Naples at Capodimonte. © Shutterstock

Conclusion:

One thing is clear to travelers after a weekend in Campania's capital: anyone who comes to Naples will certainly not want to die reassured - but to return here again and again.

The best addresses in Naples

hotel

Romeo Hotel
Via Cristoforo Colombo, 45, 80133 Naples, Italy 
Tel.: +39 081 017 5001
Web: romeohotel.it 
Price from € 312,-/night for 2 persons incl. breakfast

Grand Hotel Parker's
C.so Vittorio Emanuele, 135, 80121 Naples, Italy
Tel.: +39 081 761 2474
Web: grandhotelparkers.it 
Price from € 221,-/night for 2 persons incl. breakfast

restaurants

Gino e Toto Sorbillo
Via dei Tribunali 32, 80138 Naples, Italy
Tel.: +39 081 446643
Web: sorbillo.it 

Kukai Nibu
Via Carlo De Cesare, 52, 80132 Naples, Italy
Tel.: +39 081 1957 1890
Web: ikirestaurants.com 

Mimì alla Ferrovia
Via Alfonso D’Aragona, 19, 80139 Neapel, Italien
Tel.: +39 081 553 8525
Web: mimiallaferrovia.it 

Trattoria Enoteca Campagnola
Via dei Tribunali, 47, 80138 Naples, Italy
Tel: +81 459034

Don't Miss

Castel Sant' Elmo
Via Tito Angelini, 20/A, 80129 Naples, Italy
What? Fort overlooking the whole of Naples

Museo di Capodimonte
Via Miano, 2, 80131 Naples, Italy
What: Museum with park and view over Naples

Duomo di San Gennaro
Via Loffredi, 17, 80138 Naples, Italy
What? magnificent cathedral and miracle of blood of San Gennaro

Pompeii
Via Plinio, 26, 80045 Pompei, Italy
What? archaeological site

Vesuvius National Park
What? active volcano and hiking

Napoli Sotteranea
What? Naples' vast underworld

San Gaetano: napolisotterranea.org
from Gambrinus Bar: lanapolisotterranea.it  
Galleria Borbonica: galleriaborbonica.com

Galleria Principe di Napoli
What? Shopping
Via Ettore Bellini, 1, 80135 Naples, Italy

Beach:

Spiaggia della Gaiola
Discesa Gaiola, 14, 80123 Naples, Italy
Web: areamarinaprotettagaiola.it 

Lido Rocce Verdi
Via Posillipo, 68 mare, 80123 Naples, Italy
What? beach and emerald green water
Web: baiadellerocceverdi.it 

Christina M. Horn
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