Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung © ÖHV

Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung

© ÖHV

Bedrohung des Tourismussektors in Österreich: Kritik an drastischen Budgetkürzungen

In einer jüngsten Entscheidung des schwarzen-grünen Budgets hat der österreichische Tourismussektor eine empfindliche Kürzung um ein Viertel erfahren, was erhebliche Besorgnis in der Reisebranche ausgelöst hat. Diese Kürzung ist besonders bedauerlich, wenn man bedenkt, dass lediglich 8,5 Mio. Euro – ein winziger Bruchteil von 0,007 % des Gesamtbudgets von 123,5 Mrd. Euro – notwendig gewesen wären, um das Tourismusbudget aufrechtzuerhalten.

von Alexandra Gorsche
27. Oktober 2023

Die jüngste Entwicklung zeigt, dass das Budget für den Tourismus im Jahr 2024 weiter gekürzt werden soll, nachdem es bereits im Jahr 2022 von 33,8 Mio. Euro auf 30 Mio. Euro gesunken war. Angesichts dieser Kürzungen und der Berücksichtigung der Inflation wird der Rückgang des Tourismusbudgets in den Augen der Öffentlichkeit um ein Viertel als besorgniserregend betrachtet, was auf ein bislang vernachlässigtes Problem hinweist, so ÖHV-Präsident Walter Veit.

Ein ganzheitlicher Blick auf die Situation

Walter Veit betont, dass der Tourismus ein unverzichtbarer Eckpfeiler der österreichischen Wirtschaft ist und dass die Kürzungen zu einem unpassenden Zeitpunkt kommen, insbesondere inmitten einer wirtschaftlichen Rezession. Die Versäumnisse bei der Entschädigung für die Einnahmeausfälle aufgrund von Lockdowns, die Einschränkungen beim Energiekostenzuschuss und die drastischen Budgetkürzungen deuten auf ein durchgehend unvorteilhaftes Bild hin.

Ein Appell für angemessene Budgetierung

Angesichts der Bedeutung des Tourismussektors für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft Österreichs fordert Veit, dass zumindest das der Inflation angepasste Budget von 38,9 Mio. Euro beibehalten werden sollte. Die Erhöhung um 8,9 Mio. Euro hätte nur einen minimalen Einfluss von 0,007 % auf die Gesamtausgaben dargestellt. Veit stellt in Frage, ob die Regierung die immense Bedeutung des Tourismussektors angemessen berücksichtigt.

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