Clubnacht ohne Alkohol – und ohne Nacht: Die »Kaffee House Raves« im Wiener »Café Vogel« finden untertags statt.
© Alisa Guseva / INTOUCH SOUND
Siebträger und DJ vorhanden? Dann kommt jetzt die Party-Idee für 2026
Das gute alte Rave feiert Wiedergeburt. Seit längerem wird der Cappuccino zum neuen Cocktail, wenn in Weltstädten zur »Coffee-Party« geladen wird. Der Trend lässt sich leicht mitmachen und holt vor allem junge Gourmets ab, wie das Beispiel aus Wien-2 zeigt.
von redaktion
31. Dezember 2025
Text Marie Grüner
Die Nächte werden kürzer, die Tage dafür länger – zumindest, wenn es nach der GEN-Z und den jungen Millennials geht. Statt durchtanzter Clubnächte mit Drinks bis zum Morgengrauen rücken Daytime-Coffee-Partys und Kitchen-Raves in den Fokus: Tagsüber feiern und dabei Barista-Skills genießen. Coole Beats treffen auf Flat White, Cold Brew oder Matcha Latte, denn die Barkeeper sind hier Baristas.
Seinen Ursprung hat das Konzept in kreativen Metropolen wie London oder Toronto, wo junge Leute nach Alternativen zur klassischen Clubszene suchten. Inzwischen breitet sich die Idee in ganz Europa aus: Zürich lockt regelmäßig zu Café-Raves, in Dortmund sorgt das Eventformat »Espresso Culture« für Aufsehen. Auch in Wien ist der Trend angekommen, zum Beispiel im Café von Ali Vogel: Mit dem »Kaffee House Rave« verwandelt er seinen Speciality Coffee Shop in ein vibrierendes Tanzparkett. Auf 125 Quadratmetern feierten rund 300 Gäste – und ließen tagsüber keinen Quadratmeter frei.
»Mich hat vor allem das Publikum inspiriert – jung, urban, lifestyle-orientiert und social-media-affin. Mit dem wachsenden Matcha-Trend entstand dann auch der erste Matcha-Rave.« –Ali Vogel
Weniger Alkohol, mehr Achtsamkeit
Der Reiz liegt klar auf der Hand: Coffee-Partys passen perfekt in den Zeitgeist – weniger Alkohol, mehr Achtsamkeit und Kaffee als Genuss- und Lifestylefaktor. Wer am Morgen oder Nachmittag feiert, kann danach noch arbeiten, Sport treiben oder einfach entspannt in den Abend starten. Vor allem aber bieten Coffee-Partys etwas, das Clubs immer seltener haben: Raum für Begegnungen und echte Gespräche.
Für Cafés ist das eine Chance: Events wie diese verlängern die Verweildauer, bringen Umsatz und positionieren das Lokal als kulturellen Hotspot. Gleichzeitig erzeugen sie Reichweite und Aufmerksamkeit – denn Social Media ist bei Coffee-Partys fixer Bestandteil. Von Latte-Art bis DJ-Sets: Was geboten wird, landet auf Instagram & Co. und macht das Café über die Szene hinaus sichtbar. Also: Espresso Yourself!
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