Messe-Chefin Alexandra Graski-Hoffmann und ÖMW-Geschäftsführer Chris Yorke präsentierten das Programm der »VieVinum«.
© Christine Miess
von Roland Graf
20. April 2026
Neu ist vor allem das Gastland, denn es ist gelungen die »Wiege des Weinbaus« nach Wien zu holen: Georgien wird seine Winzer vom 16. bis 18. Mai in der Wiener Hofburg vorstellen. Deshalb wurde auch mit Rebsorten wie »Saperavi« auf das Programm der diesjährigen »VieVinum« angestoßen. Und Messe-Chefin Alexandra Graski-Hoffmann führte dabei durch die Highlights der Veranstaltung, bei der 15.000 Gäste und 550 Aussteller erwartet werden. »Das größte Kontingent stellt NÖ mit 248 Betrieben, gefolgt vom Burgenland mit 111 Ausstellern«.

Positive Wein-Werbung
Mit einem neuen Wasserpartner wird die »Hydration Area« aufwarten; »Römerquelle« wird zwischen den Wein-Verkostungen für ausreichend Wasser sorgen. Bei der Werbung setzt man aber auf einen Hashtag (#powerofwine), der entgegen dem allgemeinen Zeitgeist die positive Wirkung von Wein transportieren soll. Dazu kommen eigens mit »VieVinum« gekennzeichnete Taxis und Ubers, die Teil eines Gewinnspieles sind. »Wer sich damit fotografiert, kann Eintrittskarten gewinnen«, so Alexandra Graski-Hoffmann.
»Psychotest« mit Achtelglas
Neue Wege geht auch die Sommelier Union Austria. »Welcher Wein-Typ bist Du?«, stellt den Geschmack des Weins in den Mittelpunkt. Spielerisch und ohne viel Wissen um Lage und Rebsorte soll sich eine neue Generation dem Genuss nähern. Sommelier-Präsidentin Annemarie Foidl stellte dieses Kost-Format der neuen Art vor.

Riesling-Ländermatch, runderneuert
Apropos Verkosten: Auch der seit vielen Jahren gepflegte Vergleichskampf zwischen Deutschland und Österreich wird 2026 ein Update erhalten. Der neue deutsche Team-Chef Harald Scholl löst den langjährigen Aufsteller der deutschen Weine, Rudolf Knoll, ab. Für Österreich trifft in bewährter Manier Walter Kutscher die Auswahl. »Wir sind der David, Deutschland der Goliath«, vergleicht der Wein-Professor die Riesling-Rebfläche – 4% in Österreich stehen 25% der Rieden mit dieser Rebsorte gegenüber. Erstmals wird aber das Publikum das Kost-Match entscheiden. »Da haben wir einen Heimvorteil«, schmunzelt Teamchef Kutscher.
Proxy und Co. – eigene AF-Zone
Die Weinalternativen, zu denen neben entalkoholisierten Getränken auch so genannte »Proxys« gehören, haben es ebenfalls auf die Messe geschafft. Unter dem Titel »Zero Zone« sollen neben Verkostungen auch Vorträge, darunter internationale Erfahrungen mit diesem Thema, der Gastronomie die neue Getränkewelt nahebringen.
Wer echten Wein vorzieht, hat dafür auch die kuratierte FALSTAFF-Lounge. Die ist zwar nicht neu, aber bewährt – und öffnet ebenfalls an allen drei Messetagen!

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