Die besten 10 Restaurants für Gehobene Preisklasse in Nordrhein-Westfalen
Rainer-Maria Halbedel zählt zu den Urgesteinen der gehobenen deutschen Kulinarik. In einer Bad Godesberger Gründerzeitvilla zaubert er in gewohnter Präzision äußerst kunstfertige, detailreiche Gerichte.
Sascha Stemberg hat schon immer nahbar gekocht – ob bei den bodenständigen Gerichten oder den Fine-Dining-Menüs. Die Philosophie »Zwei Küchen von einem Herd« führt er in der Tradition seines Vaters fort.
Marlon Rademachers Gourmetküche setzt vielfach auf Luxusprodukte, die er mit großer Hingabe zu eingängigen Genussmomenten verwebt. Da nimmt man die abseitige Lage im Rechtsrheinischen gern in Kauf.
Nelson Müller hat eine neue Bühne als Gastgeber gefunden: Die Diepeschrather Mühle ist ein aufwendig saniertes Kleinod mitten im Wald zwischen Köln und Bergisch Gladbach. Dort führt Müller ein schickes Boutiquehotel, eine Brasserie und sein von Essen umgezogenes Gourmetrestaurant. Die »Schote«, 14 Jahre mit einem Stern ausgezeichnet, präsentiert sich im stilvollen Ambiente deutlich aufgewertet. Auch kulinarisch legt Müller mit raffinierten Kompositionen noch eine Schippe drauf – seinem Stil bleibt er dabei treu.Der 46-Jährige kocht klassisch mit zeitgemäßen Akzenten. Topprodukte, präzises Handwerk und harmonische Aromenkombinationen zeichnen seine geschmacksstarken Gerichte aus. Die Gäste erleben Nelson Müller in der offenen Küche und freuen sich, wenn er selbst zum Servieren an den Tisch kommt. Doch auch ohne ihn agiert der Service tadellos. Besonders eindrucksvoll ist die Lachsforelle aus dem eigenen Teich, die das Zeug zum Signature Dish hat: gebeizte Lachsforelle mit Räuchermousse und Prunier Caviar, flankiert von einem nur leicht temperierten Stück geräucherter Lachsforelle in Apfel-Gin-Sud, ergänzt um ein aromatisches Tatar. Kohlrabi-Wan-Tan und schmelzendes Beurre-blanc-Eis setzen spannende Säureakzente. Die mit Kalbsbäckchen und Kalbsschwanz gefüllten Maultaschen in Hochzeitssuppe sowie eine Creme aus Brennnesseln und Wildkräutern vom eigenen Grundstück huldigen Müllers schwäbischer Heimat. Ein weiteres Highlight ist die Kombination aus glasiger Jakobsmuschel und fester Seezunge mit Spinat, umspült von schaumiger Seeigelbisque in einem Kranz aus wildem polnischem Blumenkohl.
Der Ableger des nebenan gelegenen Gourmetrestaurants überzeugt mit gehobener gutbürgerlicher Küche sowie einem herrlichen Blick auf den Rhein. Der Weinhandel bietet Gutes aus Österreich.
Matthias Pietschs Küche ist geprägt von ungekünstelter Finesse und brillanten Ideen bei gleichzeitig hohem Wohlfühlfaktor. Das können nicht viele. Charmantes Setting im einstigen Gärtnerhäuschen.
Im 400 Jahre alten, gepflegten Stadthaus mit beeindruckender Kassettendecke wird gehobene Brasserieküche aufs Schönste zelebriert: von Hummer mit Artischocke bis Kalbsleber mit Kartoffelmousseline.
Gastgeber Michelangelo Saitta weiß, wie man Weinaficionados berührt. Sein Gourmetlokal ist ein Garant für vinophiles Glück, das sich bei Rindercarpaccio oder Steinpilzrisotto sogar noch potenziert.
Mit türkisfarben gestrichenen Säulen und frisch bezogenen Polsterstühlen herausgeputztes Ecklokal im Kölner Süden. Hier kocht der Chef selbst: optisch kunstvoll und dabei geschmacklich solide.
Purer Genuss, totale Entspannung: So soll für Patronin Nikoleta Spyrou und Küchenchef Jens Lommel modernes Fine Dining sein. Sonntags hat man die Qual der Wahl: Brunch sowie Vier- oder Sechs-Gänge-Menü.
Die ungekünstelte Frischeküche von Herbert Jungbluth wirkt in ihrer trendfreien Präsentation ein wenig wie aus der Zeit gefallen. Stammgäste lieben genau diesen ehrlichen Charakter.
Kleine Stärkung nach einem langen City-Bummel oder großer Appetit auf Austern, Kaviar und Premium-Cuts von Otto Gourmet? Der Sansibar-Ableger im Düsseldorfer Kö-Bogen ist immer eine gute Idee.
Maritim gestaltetes Altstadtlokal mit vielseitiger Kreativküche. Eine gebackene Aubergine kommt mit Tortilla und Manchego-Espuma, das Tatar ist mit Pak Choi und Yuzu Kosho asiatisch inspiriert.