"Rauchen erlaubt" Bars in Berlin
Ein Tresen, vierzehn Barstühle, beste Zutaten, klassische Basisrezepte mit kreativem Twist und ein hochprofessioneller Service: Das ist das minimalistische Geheimnis der großartigen Bar von Gonçalo de Sousa Monteiro, die es bereits vor zehn Jahren zu Recht auf die Charts der »The World's 50 Best Bars« geschafft hat.
Wie in die Goldenen Zwanziger zurückversetzt fühlt man sich in der Cocktailbar Limonadier im Bergmannkiez. Spannende und originelle Eigenkreationen, neu interpretierte klassische Cocktails und selbst gemachte Limonaden stehen auf der Karte. Viele der verwendeten Zutaten werden vom Barteam selbst hergestellt.
Als älteste Bar Berlins ist der Rum Trader auch heute noch eine der Topadressen für richtig gute Drinks in der Hauptstadt. Die Atmosphäre ist intim und persönlich, der Einrichtungsstil exzentrisch und erinnert an die 70er-Jahre. Bekannt ist die Bar für ihre exzellente Auswahl an verschiedenen Rum-Sorten.
Eine heilende Wirkung versprechen die Drinks, die bei Herr Lindemann im ruhigen Rixdorf in Neukölln gemixt werden. Dafür kommen jede Menge Kräuter zum Einsatz, die in Kombination mit Gin, Rum und anderen Spirituosen nicht nur gesund machen sollen, sondern vor allem auch geschmacklich komplett überzeugen.
Dunkles Holz, schwarzes Leder und der herbe Duft von knapp 40 Jahren Bargeschichte: Das Franzotti ist der Kreuzberger Klassiker mit einer gediegenen Cocktailauswahl und ein Mekka für Whisk(e)y-Fans: Hunderte Flaschen mit schottischen Islays, kanadischen Rye-Whiskeys oder exklusiven Bourbons erfreuen nicht nur das Auge.
Auf einen Apéro nach der Arbeit trifft man sich in der Salut! Classic Bar in Schöneberg. Auf der Karte stehen Klassiker aus den 20er- und 30er-Jahren, aber auch eigene erstklassige Drink-Kreationen. Barinhaber Dejan Spasovski legt großen Wert auf hochwertige Zutaten, einige davon werden vor Ort selbst hergestellt.
Am langen Tresen oder in den gemütlichen Sitznischen bekommt man in der Hildegard Bar geschmackvolle Drinks serviert. Besonders fein sind die sogenannten »Poetry Drinks«, die von Persönlichkeiten inspiriert sind, wie der »Bellini Fellini«, eine Hommage an Federico Fellini aus Portwein, Pfirsichpüree und Crémant.
Howdy – eigentlich müsste man hier, schon wegen der Einrichtung, Cowboystiefel tragen. Zu sehr gutem Sound (ein oft unterschätztes Baraccessoire) werden lokales Craftbier, Bourbon- oder Rye-Whisk(e)y und sehr gute Cocktails wie der »Stagger Lee Manhattan« serviert, die mit selbst gemachten Ingredienzen gemischt werden.
Ein bisschen verschrammt, etwas nonchalant, aber immer helle im Köpfchen: So authentisch wie Berlin sich an manchen Ecken zeigt, ist die Stadt leider nur noch ganz selten. Das TiER steht zu seinen Derangierungen, mit alten Plüschsofas, schummriger Beleuchtung und einfach richtig guten Drinks – ehrliches Neukölln eben.
Im angenehm unspektakulären Kiez findet man eher durch Zufall ein wunderbares Waterhole für echte Barflies. Die nach dem Prohibitions-Gangster George Remus benannte Bar bietet eine überraschend große Auswahl an Spirits aller Art und beeindruckende Cocktails wie »Waldspaziergang« oder den alkoholfreien »La Bella Donna«.
Die Bar Immertreu ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern fester Bestandteil der Berliner Barszene. Im zurückhaltenden Interieur mit gedämpftem, warmen Licht und Art-déco-Elementen genießt man klassische Cocktails und modern interpretierte Lieblingsdrinks in gemütlichen Ledersesseln oder am langen Tresen.
Stilvoll eingerichtet, mit rauen Backsteinwänden und einem bezaubernden Porträt dreier japanischer Geishas an der hinteren Wand. Die Friedrichshainer Bar abseits des Touristenrummels ist ein gelungener Mix aus urbanem Geheimtipp mit wunderbaren kreativen Drinks und einem charmanten Kiezlokal für hiesige Cocktailfans.
Uriges Vintage-Design trifft auf moderne Drink-Kreationen: Die Schwarze Traube in Kreuzberg ist ein verborgenes Juwel für Freunde der gehobenen Cocktailkultur. Hier kreieren die Inhaber Atalay Aktas und Yalcin Celik täglich wechselnde Drinks, die aus frischen Zutaten der jeweiligen Saison gemixt werden.
Im schlauchartigen Laden unter der S-Bahn läuft Jazz, was sonst? Regelmäßig zeigen hier bei Sessions junge und bekannte Jazzmusiker aus aller Welt, was sie draufhaben. Dazu gibt es eine gute Auswahl an Cocktails, »pre-bottled«, aber mit Drive, darunter auch flaschengereifte Specials wie »The Hat Old Fashioned«.
Rot-gold-blaue Beleuchtung, stylishe Möbel, ein einladender Tresen, an der Wand ein Mosaik von Ursula Andress: In der Ku'damm-Bar setzt man auf die Sixties-Eleganz aus den alten James-Bond-Filmen. Ebenfalls stilecht sind der »Martini Dry« oder der »Atomicpenecillin«, den wohl auch Bond-Bösewicht Blofeld bestellen würde.
Diese etwas versteckt liegende stilvolle American Bar ist nicht umsonst ein viel geflüsterter Geheimtipp. Betreiber Günter Windhorst gilt als Doyen der Berliner Barszene, seit 1999 erfreut er die Insider der Barkultur mit herausragenden Versionen klassischer Cocktails wie dem »Laurel's Punch« auf exquisiter Rum-Basis.
Klassische und zugleich moderne Hotelbar mit einem motivierten Barpersonal. Über den schicken Tresen gehen saisonal inspirierte Cocktails wie »Mandarin Ricky« oder »Barrel aged Negroni«. Oben in der Rooftop-Bar feiert man beim Limoncello Spritz den Summer in the City – mit einem fantastischen Blick über die Innenstadt.
Auf die Dosis kommt es an, sowohl bei den Heilmitteln, die einst in der Mariannen-Apotheke zubereitet wurden, als auch bei den Ingredienzen, die heute hinter dem schönen alten Apothekentresen zu einfallsreichen Drinks gemischt werden. Das heilsame Cocktailmenü findet man stilecht auf der »Emergency Days«-Tageskarte.
Die meisterschueler Bar am Spreeufer in Mitte verbindet Kunst mit hochwertiger Drink-Kultur. Mit Ausblick auf die Spree kann man auf der Terrasse tagsüber Kaffee trinken und abends den Tag mit Drink-Klassikern oder Cocktaileigenkreationen ausklingen lassen und dabei zeitgenössische Kunstwerke bewundern.
Treibende Beats, munteres Stimmengewirr, viel gut aussehende Jungs vor und hinterm Tresen: Die Stimmung im Coven ist urban und gay, aber undogmatisch partytauglich. An der Bar werden mit viel Charme akkurate Drinks gemixt: von Klassikern wie »Naked & Famous oder »Kiss & Tell« bis zu sehr gelungenen Signature Drinks.